Abschiedsparty…

…mit tollem Konzert!

Jana und ich haben unseren “Abschied” mit einem Wohnzimmerkonzert mit Will Wood gefeiert. Viele Freunde sind gekommen und wir hatten einen tollen Abend.
Nochmal Danke! an alle, die da waren und dazu beigetragen haben. Ich war ganz gerührt von den netten Ideen, mir doch “Kleinigkeiten” zukommen zu lassen, die ich mitnehmen könnte. Seid sicher ich werde oft an euch denken – das klingt jetzt hoffentlich nicht zu pathetisch…

Da am Donnerstag immer wieder die Frage nach meiner Route aufkam, hier mal für alle:
Flug von Frankfurt nach Providence (Rhode Island), dort bleibe ich eine Woche bei Couchsurfern.
Von da aus geht es mit dem Flieger nach Toronto, Kanada. Dort habe ich eine “workaway”-Unterkunft, darauf bin ich schon sehr gespannt. Ich bleibe zwei Wochen dort, überlege aber, ob ich von da aus nicht für ein Wochenende noch etwas weiter nach Norden bis an den Lake Huron fahre. Ha, endlich mal Platz für Flexibilitat und spontane Entscheidungen…
Ende September geht es dann jedenfalls per Bus nach New York – war ein unschlagbar günstiges Angebot. Wird hoffentlich nicht nur eine lange (12h) und anstrengende Fahrt, sondern auch viel Interessantes auf dem Weg geben.
In New York bin ich nur eine Woche, weil ich da ja schon mal war, wobei ich wahrscheinlich nach der Woche bedauern werde, so knapp geplant zu haben. Das Programm ist auch ziemlich voll. Ich übernachte bei einer Freundin, die mit mir halt auch einiges “vor hat” :). Eine andere Freundin macht sich dann wahrscheinlich auch auf den Weg (von West Virginia), um mich zu sehen.
Meine Nichte Melissa ist gerade als AuPair in Long Beach, NY und will und soll natürlich auch besucht werden (hier übrigens ihr Blog: https://melissagoestoamerica.wordpress.com/).
Von New York geht es mit dem Flieger nach Miami 😀
Erst ein bißchen die Stadt ansehen, dann Everglades und Key West. Schließlich miete ich ein Auto und fahre (schön im Zickzack) durch Florida nach Norden und weiter nach Georgia und South Carolina. Von da biege ich westwärst nach Atlanta.
Von Atlanta geht es nach Los Angeles – mal wieder meine “alte” Hostfamily besuchen. Naturlich steht da auch wieder Freunde treffen auf dem Programm, aber ich will auch zum Joshua Tree National Park.
Nach einer Woche geht es dann weiter nach…. Hawaii. Freu!
Bis dahin ist eigentlich alles schon organisiert, ab dann stehen nur so ein paar Eckpunkte.
Mitte November geht es nach Fiji und Anfang Dezember – pünktlich zu Janas Geburtstag nach Auckland, Neuseeland. Dort verbringt Jana ihr AuPair-Jahr und hat natürlich auch einen Blog: https://cupcakemeetskiwis.wordpress.com/.
Dann reise ich drei Monate durch Neuseeland, bevor es (nach einem Zwischenstopp auf den Cook Inseln) nach Australien geht. Auch da habe ich drei Monate Zeit, bevor ich mir überlegen muss, wie es weiter geht.
Dann ist das Jahr (das dann ja doch nur 9 Monate lang ist…) auch schon fast rum und ich muss zusehen, wann und wie ich wieder nach Hause komme. Aber da mache ich mir später drüber Gedanken – jetzt geht’s erstmal los. MORGEN!!! 😀

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Ein halbes Jahr Vorfreude…

…geht nun zu Ende und wird zum Abenteuer!

ODER

…macht jetzt langsam der Panik Platz!

Stimmt beides…

Vorfreude ist ja immer die schönste Freude – und ja, ich habe das ehrlich genossen. Ganz entspannt “Urlaubs-” statt Unterrichtsplannungen (Vermerk für mein zukünftiges Ich: Es nimmt einem niemand (?) übel, wenn man mal (!) völlig planlos in den Unterricht kommt). Ich habe Stunden damit verbracht, das Internet nach Flügen, Autovermietungen, Bus- und Bahnverbindungen, Hotels und Couchsurfern, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten zu durchforsten. Pläne geschmiedet und über den Haufen geworfen, versucht alles genau durchzuplanen und dann sich zwingen, Raum für Flexibilität und Überraschungen zu lassen. Letzteres ist mir bisher nur teilweise gelungen – liegt aber eben auch daran, dass mir das Planen so viel Spass macht (rede ich mir ein 😀 ).

Zwischendurch dann schon die ersten Panikattacken… Dieses und jenes hatte ich überhaupt nicht (ausreichend) bedacht und drohte mein Budget enorm zu schmälern. Zum Glück war eine Umkehr nicht mehr möglich… Also recherchieren – das Internet, mein bester Freund – Reiseblogs und Infoseiten ohne Ende… – noch sooo viele Dinge zu bedenken.

Aber jetzt ist (fast) alles unter Dach und Fach. Das Haus ist für die gesamte Zeit untervermietet, unsere Sachen (bis auf das jetzt noch Nötige) verpackt und verstaut – naja, Jana arbeitet da noch dran 😀

Heute mal noch auf dem Flohmarkt was verkauft, und das Auto ist jetzt auch schon weg – zwei Wochen Radfahren stehen auf dem Programm ;D

Also können wir uns ganz auf die Abschiedsfeier freuen…

Ich hoffe, ihr kommt zahlreich!

Ich bin im nächsten Jahr nicht da…

… ich bin auf Reisen!

Mit diesem Satz überraschte ich in den letzten Monaten meine Mitmenschen. Nach meist sehr kurzem, ungläubigem Staunen (man traut mir anscheinend sehr schnell so eine “Aktion” zu) folgen – wohl mehr reflexartig – die Kommentare: “Das ist ja toll!” / “Ach, das würde ich ja auch gerne mal machen…”. Und ich versuche in den Gesichtern zu lesen, in wie weit sie ein “Bist du irre?” oder “Wie kann die sich das denn leisten?” zu verbergen versuchen.

Erstaunlicherweise haben doch eher weniger Leute gefragt “Warum?” – und auch nur getarnt mit einem “Und wie bist du darauf gekommen?” (Die meisten wollten tatsächlich eher wissen, wo es hingehen soll, ob ich allein reise etc…). Daher möchte ich hier jetzt ganz kurz erzählen, wann und wie ich zu diesem Entschluss gekommen bin:

Es war im Winter – und zwar kein schön kalter, schneereicher, sondern eben der graue, verregnete, ungemütliche… “Meine” Schüler fingen kurz vor Weihnachten gerade an zu realisieren, dass sie in wenigen Monaten unsere Schule verlassen würden. Unserem Direktor stand wieder ein halbes Sabbathjahr zum Reisen bevor. Meine Nichte plante ein Aupair-Jahr und auch meine Tochter Jana schmiedete Pläne fur die Zeit nach ihrem Abschluss – in jedem Fall sollte es ins Ausland gehen… “Na toll, alle gehen weg und ich sitze hier im kalten Deutschland… ICH WILL SONNE!!.” – und das war der erste Schritt.

Dennoch hat es natürlich noch ein paar Wochen gedauert, bis ich wagemutig (naja, es fühlte sich schon sehr unvernünftig impulsiv, eigensinnig und auch ein bischen trotzig an) meinen Antrag auf unbezahlten Urlaub vorlegte. Dabei habe ich schon sehr, sehr lange davon geträumt, für längere Zeit ins Ausland zu gehen. Als ich einer “alten” Freundin später von meinen Plänen erzähle, sagt sie deshalb nur: “Ach, jetzt machst du das tatsächlich? Das hast du mir ja schon vor zehn Jahren erzählt…”.

Und jetzt sind die meisten der vielen nötigen Vorbereitungen erledigt (ha, typisch Ute, war das Ganze bei Antragstellung natürlich noch nicht so super durchdacht) und ich kann die Tage bis zu meinem Abflug zählen – 29!!!