Toronto, 16°C…

… und Regen.

Samstag (12.09.) begrüßte mich mit Regen. Freitag nachmittag war es schon merklich kühler geworden und dann hatte es die ganze Nacht durchgeregnet und wollte nicht wirklich aufhören… Gegen 11.00h (nach Arbeit, Dusche und Frühstück) machte ich mich dennoch auf den Weg nach Downtown Toronto. Mit Bus und U-Bahn dauerte die Fahrt vielleicht 40min. Als erstes bin ich zum Dundas-Yonge-Square, der wohl sowas wie der Timesquare in Mini ist. Jedenfalls ein paar Billboards und viel los, die Yonge Street entlang reichlich Geschäfte und Restaurants. Nachdem ich ein wenig rumgeschlendert war, ein paar Fotos von schicken alten Häuschen gemacht habe, bin ich zum Allens Garden gekommen. Neben dem Park gibt es dort auch einen Botanischen Garten in einer Art “Gewächshaus”. Umsonst und echt schön – Sukkulenten, Kakteen, Palmen und Orchideen, ich mag das…
Anschliessend hatte ich meine erste “Oh, ich dreh mal lieber um”-Erfahrung. Eigentlich gar nichts Schlimmes, ich bin halt in eine Straße eingebogen, die schöne alte, aber etwas heruntergekommene Häuser hatte, als ein paar Obdachlose bzw. heruntergekommen aussehende Leute auftauchten. Das ist man in Großstädten ja gewohnt, aber am Ende der Straße, war da plötzlich eine ganze Ansammlung (bestimmt 20 Leute) und da wollte ich dann lieber doch nicht allein vorbei gehen. Naja, wahrscheinlich war das nicht nur so ein Treffpunkt, sondern vielleicht sowas wie die Tafel / ein “Shelter”.
Von da aus bin ich dann jedenfalls weiter zum Lawrence Market, zum einen ein ständiger Markt (neben Obst, Gemüse, Fleisch und Backwaren auch Souvenirshops) zum anderen am Samstag aber auch ein Farmersmarket. Ich mag ja die Atmosphäre in solchen Märkten, wobei dieser schon sehr touristisch war (bis auf den tatsächlichen Farmersmarket). Gleich in der Nähe gibt es dann auch die Toronto-Ausgabe des Flatironbuildings – musste natürlich fotografiert werden.
Von da aus ging es in den Historic Distillery District – eben ein umgewandeltes Industriegelände mit jetzt exklusiven Shops und Restaurants. Bei schönem Wetter ist die Atmosphäre da bestimmt toll, so habe ich nur über die Preise gestaunt (100g Schokolade fur 10,-$ / oder 10000,-$ fur einen Esstisch – zugegeben, der war schon cool) und die vielen Hochzeitsgesellschaften bewundert.
Nachdem ich mich eine Weile in einem Café aufgewärmt hatte (den Kaffee habe ich am Ende weggeschüttet – weiß gar nicht warum ich immer wieder denke, dass ich Kaffee mögen würde….), marschierte ich wieder in die andere Richtung an der Waterfront entlang. Auch hier konnte ich mir gut vorstellen, wie schön es an einem warmen Sommertag sein könnte – so war es leider leer, wie ausgestorben.
Ziel war jedenfalls das Harbourfront Center wo ein Veg Fest stattfand. So habe ich mich die nächsten eineinhalb Stunden (in denen es wieder anfing zu regnen) von Stand zu Stand “durchprobiert” und mir so das Abendessen gespart. Beeindruckend, dass es prinzipiell die gleichen Angebote / Produkte gibt, wie bei uns zu solchen Gelegenheiten – und auch ähnliche Menschen rumlaufen…
Sonntag, immer noch Regen und ar(kti)sch-kalt – naja, so kommen mir jedenfalls die 15°C und Wind vor. Dick eingemummelt (Zwiebellook: Top, Langarmshirt, T-Shirt und Fleecejacke) wieder downtown, allerdings wollte ich schön trocken und warm im Eaton Center (riesige Mall) rumschlendern. Das gleiche haben sich aber gefühlt 1/3 aller Torontoer auch gedacht, es war jedenfalls rappelvoll. Naja, nachdem ich da eine Weile rumgerannt bin ohne richtig zu stöbern, geschweige denn was zu kaufen (a. bin ich ja ohnehin nicht die Shopping-Queen und b. kann mein Koffer keine zusätzlichen Sachen aufnehmen), machte ich mich auf die Suche nach dem “Path”. Das sollte so eine Art unterirdisches Gängesystem mit weiteren Shops sein. Ich hatte mir da irgendwie was ganz Cooles vorgestellt, war aber unspektakulär und außerdem auch noch alles geschlossen. Also wieder oberirdisch weiter, auf zur Cityhall. Da stellte ich fest, dass wegen des 50. Jubiläum der “Rathaus”-Eröffnung von 12.00-17.00h Programm war – und es war natürlich 17.02h 😀 Naja, ich hab mal reingeschaut, bin ein bißchen rumgelaufen, aber viel zu sehen gab es nicht. Also wieder zurück, ist sowieso furchtbar kalt…
Aber auf dem Weg zur U-Bahn kam ich in der Kingstreet dann zufällig am Straßenfest des “tiff. 40” (Toronto international Film Festival) vorbei. Ich hatte zwar gelesen, dass das zur Zeit stattfindet, war aber noch nicht dazu gekommen, mal genauer zu recherchieren. Also bin ich die Kingstreet langgeschlendert – voller Leute, viel los, an einer Ecke Live-Musik… Theo Tams behauptete von sich selbst, dass seine Songs zur Zeit ja andauernd im Radio sind – naja, ich höre ja kein kanadisches Radio, aber ich mochte seine Musik. Währenddessen laufen plötzlich ganz aufgeregt immer mal wieder ein paar junge Mädels los, um sich ein Stück weiter mit einem jungen Mann fotografieren zu lassen. Hm, muss irgend so ein kanadischer, halbprominenter Teenie-Star gewesen sein. Jana kann mir später leider auch nicht sagen, ob ich jetzt stolz sein kann, auf zwei Meter diesem Kerl nahe gekommen zu sein…
Auf dem Rückweg zur U-Bahn kommt tatsächlich die Sonne ein wenig durch – Hoffnung für morgen!!!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s