Für ein gutes Foto…

… muß man manchmal die Regeln ein wenig außer acht lassen 🙂

Montag hatte ich keinen rechten Plan, was ich genau machen wollte. Dadurch, dass ich Sonntagabend erst spät vom Lacrossespiel zurück warund dann meinen Blog schreiben und Fotos hochladen / speichern musste, war nicht mehr viel Zeit für Recherche.
So fuhr ich erst zu einem Markt, der sich als Mini-Farmersmarket entpuppte, an dem ich auch schon ein paar Tage zuvor vorbei gekommen war. Naja, also bin ich einfach ein wenig durch die Gegend geschlendert, habe versucht ein paar Straßen(abschnitte) abzugehen, die ich noch nicht (richtig) angesehen hatte. Dabei bin ich dann doch nochmal in Chinatown gelandet und habe dort einen mexikanischen Schnellimbiss ausprobiert – super leckerer, vegetarischer Taco! In der Nähe der Artgallery of Ontario (AGO) habe ich in einem Foodcourt dann noch ein dickes Eis verdrückt – zu irgendwas musste dieser Tag ja gut sein 😀
Um 17.00h war ich dann (diesmal pünktlich) zum Ukulelespielen am Treffpunkt. Wir haben sogar draußen, quasi am Strand gespielt – und ich habe mich nicht total und komplett blamiert…
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Am Dienstag habe ich mir dann ein Auto gemietet und bin nach Norden gefahren; Ziel war es irgendwo an den Lake Huron zu kommen. Als erstes habe ich dann aber Torontos Staupotential und das etwas dürftig ausgeschilderte Highway-/Freeway-System kennen gelernt. Als ich dann endlich außerhalb des Großtadtbereichs war, wurde die Landschaft auch wirklich richtig schön. Und da kommt dann der vermisste Beifahrer ins Spiel. Während ich eigentlich keine Probleme hatte, alleine mit dem Auto loszufahren, musste ich feststellen, dass es doch einige Vorteile hat, einen Beifahrer zu haben. Erstens ist es nämlich echt doof, wenn man während der Fahrt tolle Landschaften sieht, aber keine Fotos machen kann. Ist nämlich nicht immer drin mal eben anzuhalten – und während der Fahrt nach der Kamera zu angeln und blind zu fotografieren, habe ich mir dann doch gespart. Aber ein Beifahrer ist auch vorteilhaft, wenn man gerne Musik hören möchte und nicht irgendwelche blöden Sender. Gut, das geht tatsächlich nebenbei , aber nervt ein bißchen (und ob Jana einen Sender gefunden hätte, der nicht Taylor Swift besessen ist, ist wohl fraglich… Ich habe den Verdacht, dass es ein Gesetz gibt, dass mindestens einer von 8 Songs von Taylor Swift sein muss, besser noch jeder zweite). Als drittes muss auch noch gesagt werden, dass ein Beifahrer auch als Navigator recht nützlich ist, damit man nicht ständig wenden muss, weil man mal wieder an einer Ausfahrt vorbei gefahren ist…
So, jedenfalls bin ich als erstes nach Barrie an den Simcoe-See (natürlich die Füße eingetaucht…). Von da aus ging es nach Midland, aber das fand ich nicht soo spannend. Also bin ich recht zügig zu meinem urprünglich geplanten Ziel Wasaga Beach gefahren. Das scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein, zumindest war der Strand laaaang und davor reichlich kostenpflichtige Parkplätze. Saisonbedingt (und weil ja in der Woche) waren die Parkplätze total leer, aber Geld wollten sie natürlich trotzdem haben (2,-$ / halbe Stunde). Irgendwann habe ich mich einfach auf den Parkplatz bei irgendwelchen Sommer-Cottages (auch leer und verlassen) gestellt und hab es endlich an den Strand geschafft. Ich bin wohl doch etwas verwöhnt, jedenfalls fand ich den Strand nicht so richtig schön. Ich habe dann aber doch meinen Badeanzug angezogen um ins Wasser zu gehen. Naja, nach 200m war das Wasser dann etwas über knietief, so dass ich mich dann hingesetzt hab anstatt zu Schwimmen 😀
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Also bin ich auch in Wasaga Beach nicht allzu lange geblieben, sondern wollte die Küste weiter hoch fahren, möglichst bis Tobermory, damit niemand sagen kann, ich wäre ja nur in der Georgian Bay gewesen und nicht am Lake Huron. Der nächste Ort auf meiner Tour war Collingwood, wo ich einen kurzen Walk durch die “Innenstadt” gemacht habe… sehr nett. Von da aus ging es dann Baustellen bedingt im Schneckentempo bis Meafort weiter. Dort habe ich dann nur ganz kurz gehalten, um Fotos der Scarecrow-Invasion zu machen…

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Auf dem Weg nach Tobermory habe ich dann eine Abfahrt verpasst und da ich es recht spät gemerkt habe, habe ich beschlossen einfach weiter nach Southhampton zu fahren. Liegt ganz eindeutig am Lake Huron und dahin schaffe ich es dann auch locker zum Sonnenuntergang. Ja, das war sogar sehr nett. Ich bin am dortigen Steinstrand lang geschlendert, habe eine Weile in der Sonne gesessen und schließlich beschlossen doch noch ein bißchen weiter die Küste rauf zu fahren. Laut Karte verlief eine Straße direkt am Seeufer lang, so dass ich plante, mir einfach eine richtig schöne Stelle für ein Sonnenuntergang-Foto auszugucken. Tja und dann musste ich feststellen, dass die komplette Seeseite der Strasße bebaut war und man gar nicht an den See kam. Ich fuhr weiter und weiter, immer den See zwischen den Häusern und Büschen durchblitzen, aber alles Privatgrundstücke. Die Sonne stand immer tiefer und irgendwann war klar, wenn ich nicht schnell eine “Lücke” finde, geht die Sonne ohne mich unter. Naja, auch hier waren die meisten Häuser wohl eher im Sommer und am Wochenende bewohnt, also guckte ich mir ein verlassen aussehendes Haus aus und schlich mich auf’s Grundstück. Na toll, an der Stelle war zwischen Haus und Strand ein Stück mit einem Steg uberbrückt, auf den ich erstmal musste. Während ich so den Abhang runterklettere, erkenne ich vor mir eine Pflanze, die mir verdammt nach Poison Ivy aussah (ich habe ja bisher nur Bilder gesehen, aber ich könnte wetten, dass es das war). Jedenfalls dachte ich, wäre das jetzt die richtige Strafe für’s “Trespassing”, wenn ich jetzt noch da rein stolpere und Ausschlag bekomme. Ich schaffe es aber doch noch unbeschadet auf die Brücke und somit an den Strand – gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang:
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Nach erfolgreicher Fotosession und dem wiederum glücklich überstandenen Rückweg zum Auto, machte ich mich auf die Heimfahrt. – Naja, nach drei Minuten (!!!!) kam ich erstmal an einen öffentlichen Strand, wo ich dann nochmal Fotos von der Abenddämmerung machte, hahaha 😀 Und nach weiteren 10 Minuten kam dann der Ort Sauble Beach, wo ich einfach nochmal anhalten musste. Seht selbst…

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Somit bin ich dann erst halb neun Richtung Toronto gestartet und war dementsprechend auch erst sehr spät, aber dafür sehr glücklich und zufrieden im Bett.

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