Anaheim und Joshua Tree National Park….

…time to rest and relax – und schon wieder krank.

So, nun bin ich also mal wieder in Anaheim… Die letzten Tage (Montag ausgenommen) waren recht entspannt – wobei “krank sein” ja eher nicht…
Am Sonntag war jedenfalls einfach ein Gammeltag, ich bin ein bißchen durch die Gegend gefahren (Mall und an Katella vorbei), habe mich mit Stella unterhalten und endlich mal ausgiebig mit Jana geskyped :D. Da lief meine Nase schon furchtbar, aber nachdem ich Montag im Joshua Tree Nationalpark rumgelaufen und den Ryan Mountain hochgehiked bin, war am Dienstag nix mehr zu machen. Fieber, Kopfschmerzen, völlig verstopfte Nase und Stirnhöhlen – ich fühlte mich einfach schrecklich. So war das nicht gedacht, auch wenn ich für Anaheim eigentlich nicht viel geplant hatte.
Am Mittwoch war ich mit Tracy (Freundin aus Katella Volleyballzeiten) Frühstücken und wieder faul – naja, am Abend noch ein wenig Rad gefahren. Am Donnerstag habe ich vormittags eine große Runde mit dem Rad gedreht (St. Ana River, Anaheim Coves, Packing District und Farmers Market an der Center Ave) und war nachmittags (nachdem ich für Gary und Stella gekocht hatte) noch kurz in Huntington Beach – Sonnenuntergangsfotos.
Somit habe ich eigentlich nur am Montag viel “Erzählenswertes erlebt” (Joshua Tree Nationalpark konnte ich zumindest noch voll genießen – und das war unglaublich beeindruckend!), deshalb rede ich jetzt gar nicht lange drum rum, sondern poste einfach nur mal “ein paar” Fotos…
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On my way…ay..ay…

…to L.A.

Samstag morgen klingelte der Wecker um viertel nach fünf 😦 und um sechs Uhr saß ich im Auto – Ziel Atlanta.
Ursprünglich hatte ich gedacht, dass ich mir auch noch auf dem Weg Augusta ansehen würde, aber das habe ich dann doch links liegen gelassen und habe lieber Stone Mountain angesteuert. Gute Entscheidung!
Unglaublich, da liegt mitten in der Landschaft dieser riesige Steinklumpen rum und ragt wie ein Berg in die Gegend. Ich habe Ayers Rock ja noch nicht gesehen, aber so ähnlich muss das sein. Da Samstag war, das Wetter ganz passabel und es außerdem auch noch eine Veranstaltung gab (Country Living Fair) war es supervoll und alle wollten auch den Trail hochlaufen. Ganz sportlich haben sich die meisten in ihre Sporthosen, -Shirts und -Schuhe geworfen, um die Meile bergauf auch zu überstehen 😀  Es gab allerdings tatsächlich auch ein paar Jogger, die den Berg hochgelaufen sind – Respekt. Ich habe in Sandalen und mit einigen Fotstopps etwa 35 Minuten für den Aufstieg gebraucht – runter waren es nachher nur noch 20. Von oben hat man eine tolle Aussicht und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das bei wolkenlosem Himmel gewesen wäre. Ich fand’s jedenfalls wunderbar!
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Leider war ich ein wenig unruhig bezüglich meines Zeitfensters und bin daher nicht sehr lange oben sitzen geblieben. Ich würde dort gerne mal früh morgens an einem Wochentag die Sonne aufgehen sehen – oder von mir aus auch abends untergehen… 😀

Jedenfalls bin ich dann schon super früh am Flughafen gewesen, konnte so aber ganz entspannt meinen Koffer einchecken, das Gate finden und mich hinsetzen und meinen Blog aufarbeiten… Da ich auf dem Flug die Zeit auch noch genutzt habe, müsste ich jetzt erstmal wieder “up to date” sein – puh!

Charleston…

… history, history, history – und Mücken!

Am Mittwoch machte ich mich auf den Weg nach Charleston, aber nicht ohne zumindest noch die Eichenallee der Wormsloe Plantation und den “berühmten” (?) Moon River fotografisch festgehalten zu haben. Übrigens wurde der Moon River nach dem Lied benannt, das Audrey Hepburn in “Frühstück bei Tiffany” singt – und nicht umgekehrt… 😀

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Und das ist eine Statue (in Savannah) von Johnny Mercer, der das Lied geschrieben hat.

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Die nächsten beiden Stopps in Richtung South Carolina hatte mir Scott empfohlen, wobei ich Bluffton nicht so spannend fand, aber Beaufort mir ganz gut gefiel. Beaufort ist ein recht kleiner Ort, in dem sich aber auch diverse Plantagenbesitzer ein paar “nette” Villen gebaut haben… Auch da gab es reichlich Geschichte – in jedem zweiten Haus wohnte irgendwer, der was mit der Sezession zu tun hatte.

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Gegen 18.00h kam ich dann in Charleston bei meinen Couchsurfern an, die mich gleich ein wenig herumfuhren (Folly Beach, Battery Street, Four Corner of Law etc.) und mich zum Essen einluden.
Für den nächsten Morgen (Donnerstag, 22.10.) hatte ich mir eine “Historic Walking Tour” gebucht (“Free Tours by Foot” – sehr empfehlenswert!!!) Das war natürlich auch Geschichtsunterricht pur – aber der Guide war ganz cool und hat das echt super gemacht (“Does that make any sense?”). Zum Schluß bin ich quasi die gleiche Tour nochmal abgelaufen und habe die Gebäude und Museen auch von innen besichtigt (Slave Mart Museum, Edmonston-Alston House, Calhoun Mansion). Dann bin ich zum Citymarket – da gibt’s übrigens auch einen Peanutshop (dreimal dürft ihr raten)… und anschließend bin ich noch in den Waterfrontpark.

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Freitag habe ich mal ausgeschlafen (Donnerstag musste ja wieder ein Sonnenaufgangsfoto her…) und bin dann erstmal Frühstücken gefahren (Three little Birds), bevor ich mich auf den Weg zur Magnolia Plantation gemacht habe. Dort habe ich die “Housetour” (also doch nochmal alte Möbel und Geschichten… 😉  ) und die “Slavery to Freedom”-Tour mitgemacht. Außerdem bin ich einmal auf dem Rivertrail um ein “Historic Ricefield” herumgewandert (ca.2miles) und hab mir natürlich den Garten angesehen. Das war sehr schön, vor allem zwischendurch schön ruhig und viele Tiere (Blue Heron, Coots, Crocodile – Mücken), aber auch ziemlich warm…

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Zum Abschluß bin ich dann noch mit meinem CS-Host mit dem Rad am Folly Beach entlang bis zum Leuchtturm gefahren, bzw. wir haben auch eine Weile den Surfern zugesehen. Wahrscheinlich wegen des Sturms in Mexiko waren die Wellen besonders gut / hoch, jedenfalls war es proppenvoll.
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Wieder zurück habe ich meinen Koffer “flugfähig” gepackt und das Auto schon mal grob aufgeräumt…

Savannah…

… Beauty in the South

Oh, Nachtrag zum Sonnenuntergangsfoto in Saint Simmons Island – natürlich (?!) war hier auch wieder “Unbefugtes Betreten” im Spiel…

Sonntagabend (18.10.) kam ich also im Dunkeln in Savannah an – und da ich noch keine Antwort von einem Couchsurfer hatte, checkte ich wieder in einem Hotel ein (naja…).
Am Montag morgen bekam ich zum einen eine Zusage für eine “Couch” und auch einen Anruf einer anderen Couchsurferin (Leona), die mir keine Couch anbieten konnte, aber mich am Nachmittag ein wenig rumführen wollte. Super! Also packte ich alles zusammen, suchte mir raus, was in Savannah lohnenswert anzusehen wäre (die nahe gelegene Plantation, die ich eigentlich geplant hatte, war Montag geschlossen) und machte mich auf den Weg nach Tybee Island. Dort ging es als erstes zum historischen “Fort Pulaski”, das eine entscheidende Bedeutung im Bürgerkrieg gespielt hatte (Unterricht in Amerikanischer Geschichte inklusive…).
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Eigentlich liegt das Fort auf Cockspur Island, deshalb ging es erst anschließend wirklich auf Tybee Island. Dort gibt es einen Leuchtturm – und wie schon oft gesagt, ich finde es toll hochzuklettern und die Aussicht zu genießen. Das war da aber nicht wirklich möglich; nachdem man nämlich die fast 100 Stufen geschafft hatte, stand man unterhalb der Lampe und konnte weder raus gehen noch gab es da oben Fenster – zum Glück gab es zwischendurch zwei kleine Fenster…
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Immerhin gab es noch das Wohnhaus des “Lighthousekeepers”, das einigermaßen nett zurecht gemacht war. Das Museum, welches man ebenfalls ansehen konnte, war den Besuch nämlich auch nicht wert. Und der Ort an sich war saisonbedingt sehr leer und machte einen eher “abgenutzten” Eindruck. Abgesehen davon, dass das Wetter nicht zum Schwimmen einlud, der Ort und Strand taten ihr Übriges…

Zurück in Savannah suchte und fand ich relativ schnell einen kostenfreien Parkplatz (dickes Plus!) – und wie ich bald herausfand gar nicht so weit entfernt von der Innenstadt und dem Treffpunkt mit Leona.
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Mit ihr durchwanderte ich dann erst den Forsythe Park (der aber recht leer war – eben Montag) und anschließend umrundeten wir ihn auch noch, um die schönen Häuser anzusehen. Dann fuhren wir mit ihrem Auto zu ihr nach Hause (noch wohnt sie ganz zentral) und machten uns von da erneut auf den Weg. Es ging die River Street entlang (viele Tourishops und ein bißchen stiefmütterlich vernachlässigt…), wo es (wie in Sarasota) einen “Peanutshop” gab, so dass mein Abendbrot mal wieder durch “sampling” (probieren) ersetzt wurde… 😀
Am Ende steht auch die Statue des “Waving Girl” – traurige Geschichte… (Sie verliebt sich, aber der Mann fährt wieder zur See und verspricht zurück zu kommen. Da sie in einem Leuchtturm wohnt, winkt sie allen ankommenden Schiffen zu, in der Hoffnung, die Erste zu sein, die ihr “Freund” bei seiner Rückkehr sehen wird. So winkt sie jahrein jahraus – aber er kommt nie wieder…)
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Anschließend gingen wir zur Happy Hour in ein Hotel (Leona kannte da einige der Angestellten, so dass niemand komisch guckte…), staubten einen Wein ab und gingen damit zum Washington Park. Dort trafen sich einige Nachbarn und Freunde zum abendlichen Plausch mit Drink. Sehr nett!! So etwas bekommt man nämlich nur mit Couchsurfing – freu!!
Nachdem wir unseren Wein geleert hatten, schlenderten wir weiter durch die Straßen, bummelten durch den Citymarket und unterhielten uns sehr nett. Unsere Fotoaktion war noch ganz lustig, weil ich hinter einem Paar beinahe hergerannt bin, damit sie ein Foto von uns machen…
Da ich nicht zu spät zu meinem anderen Couchsurfer kommen wollte, fuhr mich Leona gegen 18.00h zu meinem Auto und ich dann los Richtung “Isle of Hope”. Das letzte Stück war ein wenig abenteuerlich, weil es eben etwas außerhalb liegt und man dort anscheinend an der Straßenbeleuchtung spart… Ich habe es dann aber trotz Dunkelheit noch ganz gut gefunden.

Am Dienstag hatte ich dann wieder Erfolg bei der Parkplatzsuche und konnte zwei bis drei Parallelstraßen zur Jones Street mein Auto abstellen. Die Jones Street ist eine Wohnstrasse mit vielen, tollen Häusern in unterschiedlichen Stilen. Ich musste mich sehr zusammen reißen, um nicht von jedem einzelnen Haus ein Foto zu machen.

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Ganz am westlichen Ende angekommen, war ich nicht weit vom Visitor Center entfernt, von dem auch die Trolleytouren starten sollten. Beide Couchsurfer hatten empfohlen, für den ersten Überblick – da Savannah ja viel Geschichte zu bieten hat – eine Tour mitzumachen. Naja, wie sagte Scott später so treffend: “When will you start listening to yourself?!” – okay, das war also definitiv und endgültig die letzte Tour dieser Art, die ich mitgemacht habe!! Anschließend habe ich mich also noch mal zu Fuß auf den Weg gemacht. Savannah ist die erste geplante Stadt der USA, also mit diesen geraden Straßen und Querstraßen im “Schachbrettmuster”. Dazu hat sich Herr Oglethorpe noch ganz cool überlegt, dass Ganze um Parks herum anzulegen und so jeweils einen zentralen Mittelpunkt in jeder Neighbourhood zu haben. Dazu kamen noch weitreichendere Überlegungen, die ich sehr interessant und genial fand (Danke an Scott für die Hintergrundinfos – die ich jetzt aber hier nicht weiter ausführen werde…). Jedenfalls habe ich im Endeffekt alle Plätze “abgelaufen” und muss sagen “Superschön!”
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Dazu habe ich mir auch noch ein Hausmuseum angesehen, obwohl ich feststellen muss, dass ich so langsam genug alte Häuschen gesehen habe (ist mittlerweile wie Kirchen…).
Was aber in Savannah noch besonders schön ist, sind die “Iron Work” Verzierungen an Toren, Türen und überhaupt…
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Nachdem meine Füße schon ganz platt gelaufen waren und ich doch mal Hunger / Appetit auf richtiges Essen hatte, zog ich meine Happy Cow App zu Rate (sucht einem vegetarische Restaurants…) und fand in der Nähe das Restaurant “Mellow Mushrom”. Tatsächlich saßen da viele, viele Leute draußen an den Tischen und drinnen gab es auch eine Warteschlange. Ach, ich habe doch Zeit… – und dann musste ich höchstens fünf Minuten warten und saß an einem Tisch. Die Pizza war sehr lecker und das Bier gab es sogar zum Happy Hour Preis 😀
Savannah hat jedenfalls mein Herz erobert und ich kann es jedem nur empfehlen – und werde da hoffentlich selber auch nochmal hinkommen.
Am nächsten Morgen gab es dann noch einen Spaziergang über die Isle of Hope mit Scott und einem weiteren Couchsurfer, bevor ich mich auf den Weg Richtung Charleston machte…

Amelia’s Island…

… bis Savannah.

Da ich kein wirkliches Interesse an Jacksonville hatte, bin ich am nächsten Morgen früh los Richtung Amelias Island / Fernandina Beach. Wunderbare Landschaft und Strände, aber die Temperatur war rapide gefallen und es war ordentlich stürmisch, so dass ich es nicht lange am Strand ausgehalten hab…
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Der nächste Stopp waren die Inseln Jekyll and Saint Simons – landschaftlich einfach wunderschön…
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Nach einem weiteren Sonnenuntergangsfoto (sorry… 😀 ) machte ich mich auf den Weg nach Savannah und nahm in Kauf, dass ich die Landschaft dann im Dunkeln nicht mehr würde genießen können.

St.Augustine…

…und wie man wieder auf den Boden der Tatsachen kommt.

Von St. Augustine hat mir jeder vorgeschwärmt und so freute ich mich sehr darauf. Nach einer frühmorgendlichen Fahrt entlang wunderbarer Strände (und einem weiteren Sonnenaufgangsfoto 😀 ) kam ich in St. Augustine an. Als erstes “stolperte” ich über einen Farmersmarket (war ja auch Samstag), über den ich ein wenig bummelte – aber leider gar nichts Leckeres kaufen konnte, da ich kein Bargeld mehr hatte.
Als nächstes steuerte ich den Leuchtturm an, denn ich mag Türme im allgemeinen und klettere auch gerne viele Stufen für eine gute Aussicht (immerhin etwas Sport…).
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Gegenüber gab es noch eine Alligatorfarm, aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden, da ich lieber mehr Zeit in der Stadt verbringen wollte (und ich ja schon echte, wilde Alligatoren in Naples gesehen hatte).
In St. Augustine stellte ich dann (wie in Touristengegenden fast immer) fest, dass Parken nicht so leicht werden würde. Ich fand aber gar nicht weit entfernt einen Parkplatz für zwei Stunden – mich macht nur immer dieses System nervös, dass ich keine Parkscheibe habe und woher sie dann wissen, dass ich noch nicht zu lange geparkt habe. Bei der Touristeninformation waren sie dann irgendwie komisch und wollten nur unbedingt ihre Trolleytour an den Mann bringen, was mich irgendwie nervte (weil ich ja diese Touren ja nicht mag). Also bin ich erstmal zum “Historic Old Jail”, und weil das laut Plan ein wenig weiter weg sein aber dafür “free parking” geben sollte, bin ich mit dem Auto hin. Ja, ich durfte da umsonst parken, wenn ich die Trolley Tour mitmache (grmpf) oder für die Zeit der Jailtour… Die Jailtour fand ich dann ziemlich doof und habe mich die ganze Zeit gefragt, ob tatsächlich jemand den Parkplatz kontrolliert. Da es aber recht weit bis zur Innenstadt zu laufen war und ich Angsthase keine Lust auf ein Ticket hatte, bin ich dann eine Weile mit dem Auto rumgekurvt, bis ich westlich vom Flagler College (in Lincolnville) einen freien Parkplatz fand und losspazieren konnte.
Die ersten beiden Gebäude – Lightner-Museum und Flagler College – waren schon beeindrucken. Leider habe ich die Tour im Flagler College knapp verpasst, so dass ich den angeblich großartigen Speisesaal nicht besichtigen konnte.
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Anschließend kam ich zur Georgestreet, DIE Straße im “historic district” – und leider fand ich es gar nicht schön. Die Touristen drängelten sich alle in den Fudge- und Ice Cream-Läden und die Kunsthandwerk- und sonstigen Läden fand ich ziemlich überteuert (und ich wollte ja auch gar nicht shoppen…). Abaer außer Shopping konnte man nicht wirklich was machen und die Häuser wirkten irgendwie nicht “historisch schön”, sondern eben nur klein und in schmaler Straße – letzteres sehr unamerikanisch eben. Nachdem ich also die Straße einmal rauf und runter gelaufen war, war ich total enttäuscht und hatte auch keine Lust mehr auf das historische Fort. Ich habe mich dann lieber in einen Kirchgarten bei meinem geparkten Auto gesetzt und einem Blueskonzert gelauscht, dass da gerade stattfand.
Als das zu Ende war, beschloss ich mir kein Hotel in St.Agustine zu suchen, sondern so lange es noch hell ist noch weiter an der Küste hochzufahren. Leider sagt einem Google Maps ja nicht, ob die schöne Küstenstraße tatsächlich Blick und Zugang zum Strand bietet oder nur auf die teuren Villen. An diesem Nachmittag war es nur noch wenig Strand und dann wieder viele teure, teure Häuschen (unglaublich). Auf Höhe Jacksonville bin ich ins Landesinnere auf der Suche nach einem Hotel… “Booking.com” ist auch nicht mehr das was es mal war, jedenfalls kann man sich auf die Bewertungen (“ansprechend”) nicht mehr verlassen…

Fallschirmsprung und Biketoberfest…

…was für’n genialer Tag!!!

Freitagmorgen war ich sogar schon vor dem Weckerklingeln wach. Ich habe alles neu sortiert und den Koffer umgepackt und überhaupt schon alles fertig gemacht, bevor ich zum Frühstück gegangen bin. Dann habe ich mich überpünktlich auf den Weg zum Flugplatz gemacht, so dass ich schon um viertel vor neun da war. Vor Ort musste ich mich dann durch 13 (!!!) Seiten “Kleingedrucktes” arbeiten, wobei es darum ging, dass Fallschirmspringen sehr gefährlich ist und tödlich enden kann und ich oder andere (meine Hinterbliebenen?) auf jegliche Regressansprüche gegenüber allem und jedem komplett verzichten. Naja, wenn man nicht alles zehn Mal unterschreibt (bzw. “initialed”), bestätigt man dann noch, dass man das nur aus Versehen nicht unterschrieben hat und trotzdem mit allem einverstanden ist – und sonst lassen sie einen ja sowieso nicht springen….
Außer mir waren noch so etwa zehn andere “Tandem students” da und wir wurden kurz über die unterschiedlichen Foto- und Videooptionen informiert und die Unterschiede bei den Absprunghöhen. Dadurch ließen sich alle anderen dazu “überzeugen/überreden”,ihren Sprunge von 12.000feet auf 15.000feet zu “upgraden”. Ich habe auch ernsthaft darüber nachgedacht, aber zum einen störte es mich, dass dann mein toller “Groupon-Deal” nichts mehr wert war (je nachdem wieviel man schon bezahlt hatte, musste man nur noch den Rest “auffüllen”) und zum anderen wusste ich gar nicht, ob ich tatsächlich lieber statt 20 Sekunden über eine Minute Freifall haben wollte (stellte mir vor, dass sei wie den Kopf bei 140km/h auf der Autobahn aus dem Fenster halten). Also war ich im Endeffekt die einzige, die bei ihrem 12.000feet-Sprung geblieben ist.
Daher musste ich nun etwas warten, während alle anderen sich fertig machten und in zwei Gruppen mit einem größeren Flugzeug zusammen hochflogen. Nachdem die zweite Gruppe gestartet war, ging es aber auch für mich los (es war nämlich noch ein zweiter Pilot vor Ort, der die Cessna fliegen konnte). Ich wurde mit einem “Gurt” ausgestattet (ähnlich denen, die man beim Klettern angelegt bekommt) und bekam ein kurze Einweisung – erst zum Sprungverhalten und dann wie wir aus dem Flugzeug aussteigen würden. Vor dem Start schnallte mich mein Skydivinginstructor dicht vor seinen Bauch, so dass wir hintereinander schon an der Ausstiegsluke saßen. Schon der Flug wäre das Geld wert gewesen – ich hatte einen super Ausblick über die Stadt, die Küste und natürlich das Spacecenter (welches man angeblich nur bei den hohen Sprüngen überfliegt).  Ich bekam sozusagen die VIP-Behandlung, da ja sonst keiner mit im kleinen Flugzeug flog. Ich hab glaube ich über das ganze Gesicht gestrahlt. Es dauerte auch nicht lange unsere Absprunghöhe zu erreichen – und als die Tür aufging war ich kein bißchen ängstlich, sondern habe mich nur gefreut. Beim Aussteigen war es ein wenig komisch, weil man eigentlich unbedingt schon nach unten sehen will, man aber den Kopf nach hinten an die Schulter des Tandem-Instructors legen soll -habe ich auch gemacht (ich würde ja in einer Sekunde nach unten sehen können).
Freier Fall – wohooo!!!! Ja, war ein bißchen wie bei 160 auf dem Motorrad, aber natürlich mit toller Aussicht!! Ich fand’s auch nicht zu kurz, sondern gerade richtig. Noch viel besser hat mir aber gefallen, als der Fallschirm aufgegangen war und wir ganz ruhig segelten. Der Instructor hat dann die Verbindung zwischen uns gelockert, so dass ich fast vergessen konnte, dass da noch jemand hinter mir war. Leider fing er sehr bald an zu “kreiseln”, damit wir in die richtige Richtung zu unserem Landeplatz kamen. Das war ziemlich wie Karussell und so wurde mir auch ein wenig “komisch” – die Landung war dann perfekt quasi auf den Punkt.
Super schön, ich war überglücklich! High, wie auf Drogen… (Vor allem auch zufrieden mit meiner Entscheidung, nicht noch mal 100,-$ für 300feet extra drauf gelegt zu haben.)
Leider gibt es von diesem Abenteuer überhaupt keine Fotos, weil ich meine kompletten Sachen im Auto gelassen hatte 😦

Bester Laune machte ich mich also auf den Weg weiter nach Norden, nach St.Augustine – immer schön auf der “A1A”, der Küstenstraße. Unterwegs hörte ich im Radio, dass irgendeine Motorradveranstaltung (Biketoberfest) in Daytona stattfände. Da das auf dem Weg lag und ich ohnehin vorhatte mal zur Rennstrecke zu gucken, bog ich dort also von der Küstenstraße in den Ort ab. Wow! Und zehntausend Mal WOW!!! Die ganze Stadt röhrte von Motorrädern, Harleys wohin man sah und (fast) alle Fahrer ohne Helm und Schutzkleidung. Ich konnte gar nicht fassen, was da so an Werten geparkt stand – locker (!!!) eine Million Euro in Motorrädern… Ich bin rumgeschlendert, habe Fotos gemacht und einfach immer nur wieder gestaunt.
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So bin ich anstatt “kurz” ziemlich lange in Daytona geblieben – wobei es anscheinend auch sonst ein ganz nettes Städtchen ist und einen tollen Strand hat. An den bin ich dann auch nochmal zu einem Strandspaziergang – es war ja wieder Zeit für den  Sonnenuntergang… (sorry, wenn ich mit meinen Sonnenauf- und -untergangsbildern nerve, aber ich habe da noch immer nicht die Nase voll von). Am Strand habe ich mich dann noch eine Weile mit zwei Einheimischen (Greg und Patty) unterhalten, die auch Sonnenuntergangsfotos gemacht haben.
Eigentlich wollte ich dann noch bis nach St.Augustine fahren, habe dann aber doch entschieden am Strand zu parken und erst im Morgengrauen zu fahren… So schlief ich wunderbar bei Meeresrauschen ein – ständig unterbrochen durch vorbeirasende Motorräder 😉
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