Fiordland…

…und Queenstown im Southern Lakes District.

Am Donnerstag (14.01.) saß ich noch eine Weile am Lake Manapouri in der Sonne, da es noch zu früh für meine AirBnB-Unterkunft war und ich die Stille am See mochte. In Te Anau hatte ich immer noch etwas Zeit, um einmal die Straße rauf und runter zu laufen und auch meinen Kayak-Ausflug für den nächsten Tag zu bestätigen und mich mit ein paar Snacks einzudecken.
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Denn für Freitag 15.01. hatte ich eine Kayak-Tour im Doubtful Sound gebucht. Ich wollte nicht unbedingt auf ein großes Boot und auch nicht auf den wahrscheinlich völlig überlaufenen Milford Sound – und das schien die perfekte Alternative. Ich musste ziemlich früh aufstehen, denn der Bus ging schon um 6.15h – da mieselte es schon…
Mit dem Bus ging es nach Manapouri um von dort mit der Fähre auf die andere Seite des Sees zu fahren. Es regnete in Strömen und ich konnte keine Fotos machen…
Unterwegs wurden wir schon mit warmer “Unterwäsche” und Wetsuit-Weste ausgestattet, so dass wir uns im Visitorcenter schon mal umziehen konnten.
Weiter ging es mit dem Bus über den Wilmot-Pass, auch dabei nur Regen – immerhin sorgte das für enorm gefüllte Wasserfälle.
In einem Schuppen konnten wir unsere Wechselsachen deponieren und bekamen unsere restliche Ausstattung (Fleece-Sweater, Regenjacke, Mütze, Handschuhe) und eine Einweisung zum Paddeln. Und dann ging es raus in den Regen…
Eigentlich war da Kayaking echt schön, aber der Regen schränkte das Erlebnis doch ein. Außerdem hatte ich das Glück mit einem älteren Herren ein Kayak zu teilen, und entweder bin ich zu unfähig oder er hat nicht vernünftig mitgepaddelt… Jedenfalls hingen wir immer hinterher und ich fand es zwar nicht super anstrengend, aber eben auch nicht entspannend. Außerdem habe ich anscheinend (vielleicht wegen dieser komischen Handschuhe oder weil ich unbedingt Tempo machen wollte) meinen rechten Arm überanstrengt bzw. eine Sehnenscheidenentzündung (??) bekommen (rot, geschwollen, schmerzhaft) grmpf…
Jedenfalls habe ich nur ein einziges Foto von dem Tag, weil ich meine Kamera nicht den Wassermassen (von oben!!) aussetzen wollte…
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Am Tag drauf (16.01.) beschloß ich deshalb (auch auf Anraten meiner netten AirBnB Hosts) zumindest noch die Strecke bis Milford Sound “abzufahren”, da allein der Weg dahin schon sehr schön sein sollte. Da es am Morgen immer noch wolkig und mieselig war, fuhr ich “schnell”, ohne Stopp hin und las unterwegs noch eine Hitchhikerin aus den USA auf (die ich lustigerweise gerade in Picton wieder getroffen habe).
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Der Rückweg dauerte dann mehr als doppelt so lange, da ich nun andauernd Fotopausen einlegte (sehr zum Leidwesen des nun mitreisenden französischen Hitchhikers, der sich deshalb auch eine andere Mitfahrgelegenheit suchte, als ich einen Naturewalk machen wollte).
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Über TeAnau ging die Fahrt weiter nach Queenstown, wo ich mir dann erstmal ein wenig die “Innenstadt” ansah. Queenstown ist eine ziemliche “Partystadt”, zwar auch recht klein, aber voller Bars, Restaurants, Cafés und Geschäfte. Nach einer Dominos Pizza fuhr ich zu meiner nächsten AirBnB-Unterkunft in Arthur’s Point (ein Stück außerhalb).
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Am Sonntag (17.01.) musste ich zuerst mal mein Auto zum Flughafen bringen, bin aber auf dem Weg noch kurz beim Remarkable Shoppingcenter vorbei. Mit dem Bus ging es zurück ins Town Center, wo ich mir eine Tour auf dem Steamboat (Earnslaw) zur Walter Peak Station buchte. Dort konnten wir erst Tiere füttern (naja, hauptsächlich was für die Kinder 😉 ), dann gab es Afternoon Tea (mittlerweile LIEBE ich SCONES). Anschließend gab es eine Hüte-Hunde Show und wir konnten zugucken wie ein Schaf geschoren wurde.
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Ich fand den Nachmittag jedenfalls recht kurzweilig – wobei meine Laune aufgrund des plötzlich aufkommenden super schönen Wetters natürlich denkbar gut war (und ich gnädig gestimmt). Da ich aus Sorge vor “motion sickness” (ja, auch auf einem See kann man/ich seekrank werden…) die gesamte Zeit vorne und draußen stand, hatte ich bereits am Spätnachmittag einen Sonnenbrand… (konnte ich doch bei den Wolken morgens nicht ahnen, dass ich mich für den Fall eines Wetterumschwungs vorsichtshalber eincremen sollte…)
Trotzdem machte ich mich noch auf den Hike auf Queenstown Hill – anstrengend, aber unglaublich tolle Aussicht…
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Nach einer kurzen Busfahrt nach Arthur’s Point blieb noch Zeit fur ein wenig Smalltalk mit Clare and JP (meine hosts).
Um Queenstown (auch Bilder technisch abzuschließen) weiche ich mal von meiner sonstigen chronologischen Vorgehensweise ab, denn nach einem kurzen Ausflug zu den Southern Alps, hatte ich nochmal einen halben Tag (am 21.01.) Queenstown.
Ich kehrte nämlich erst spät abends (20.30h am 20.01.) mit dem Bus zurück, übernachtete diesmal näher am “town center” und holte erst am nächsten Tag wieder ein Auto vom Airport (und ein Shuttle zum Flughafen hatte mir JP “organisiert” – sehr praktisch!). Morgens fuhr ich also noch mit der “Queenstown Gondola” einen anderen Berg hoch und hatte wieder eine super Aussicht – aber aus anderer Perspektive…
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Southern Scenic Route…

…eine Tour mit Stränden, Wasserfällen und Tieren.

Eigentlich wäre ich gerne noch eine Nacht in Dunedin geblieben, denn die Stadt gefällt mir gut und ich hätte mir noch einiges ansehen können. Da ich aber meine AirBnB-Unterkunft nicht verlängern konnte (und für eine Nacht nicht “umziehen” wollte) machte ich mich am Dienstag (12.01.) auf den Weg die sogenannte “Southern Scenic Route” abzufahren, die von Dunedin bis Queenstown geht.
Aber noch bevor ich Dunedin ganz verlassen hatte, “stolperte” ich in St. Clair über die Austragung der National Surf Championship. Da das Wetter am Morgen wieder recht nett war, habe ich mich eine Weile an die Promenade gestellt und zugeguckt. Ich fand’s erstaunlich unspektakulär (aber es war auch wenig Wind und daher nicht so tolle Wellen wie noch zwei Abende vorher) und deshalb bin ich bald weitergefahren.
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Zwischen Dunedin und Invercargill führt die Scenic Route fast immer an der Küste entlang und es gibt ein Begleitheft, das einem die schönsten Orte, Aussichtspunkte und Wandermöglichkeiten empfiehlt und erklärt. Zusätzlich stehen an den entsprechenden Stellen auch braune Hinweisschilder, so dass man auch einfach drauflosfahren kann. Ich habe mir aber doch ein paar Sachen rausgesucht, um nicht an jeden Strand und zu jedem Wasserfall zu fahren, sondern mir nur die “Rosinen” rauszupicken…
Trotzdem habe ich natürlich reichlich Strände, Wasserfälle und “Seals” gesehen…
(Oceanview, Kaka Point, Nugget Point, Purakaunui Falls, Mc Lean Falls)
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Und auf einer Nebenstrecke stand ich dann auch plötzlich mitten in einer Schafherde…
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Als es am Spätnachmittag anfing zu regnen, habe ich mich Richtung State Highway begeben, um schneller wieder nach Invercargill zu kommen und nicht in Regen UND Dunkelheit die kurvigen Straßen fahren zu müssen.
In Invercargill kam ich wieder im selben Backpacker (Southern Comfort) unter, welches mir wirklich gut gefallen hat.
Am Mittwoch (13.01.) bin ich dann wieder ein Stück zurück gefahren um den “verbliebenen” Teil der Southern Scenic Route (bis Invercargill) “abzuklappern”. Sehr schön Curio Bay mit dem “Petrified Forest” – auch wenn die versteinerten Bäume auf den Bildern nicht so gut zu erkennen sind.
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Auch mit dabei der südlichste Punkt auf Neuseelands Festland (Stewart Island ist natürlich noch südlicher, aber da war ich nun nicht mehr). “Slope Point” ist etwas abgelegen und nichts sagend – weshalb auch die meisten Leute nach Bluff fahren und da ihre Fotos machen (ist quasi so wie mit Cape Reinga, was nicht bequem ist, wird ein bisschen “passender” gemacht…).
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Den Leuchtturm gab es erst ein paar Kilometer später – an einer Stelle, wo 1881 ein verheerendes Schiffsunglück mit 131 Ertrunkenen geschah. Schlimme Geschichte, schöner Ort!
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Ich war dann später auch noch in Bluff, fand das aber nichts sagend (und da war ich ja dann auch schon “ganz im Süden” gewesen…). Bluff selber ist zudem auch noch mega hässlich, dass ich wirklich niemandem empfehlen würde da hin zu fahren. Das einzig Gute war der Aussichtshügel, von dem man wirklich eine wunderbare Aussicht…..gehabt hätte, wenn das Wetter gut gewesen wäre.
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Ich hatte noch eine weitere Nacht in Invercargill eingeplant, da das Stück zwischen Invercargill und Te Anau ziemlich menschenleer ist und ich meinen ursprünglichen Plan an einer erlaubten Freedom Campingstelle im Auto zu schlafen auf Grund des Wetters und der niedrigen Temperaturen aufgegeben hatte.
So hatte ich aber auch noch Zeit an Invercargills “Haus Strand” – Oreti Beach zu fahren. Und als ich da so ankam, wurde das Wetter plötzlich immer besser, so dass ich sehr lange am Strand rumgelaugfen bin, bzw. noch im Auto gesessen und den anderen Leuten zugesehen habe. Sehr entspannend – vor allem mit dem Wissen, das man in ein nettes Hostel kommt…
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Am 14.01. habe ich dann die Scenic Route Strecke Invercargill – Te Anau abgefahren und mir weitere Strände und wieder einige “interessante” Punkte (ein ironischer Tonfall ist hier nicht ganz auszuschließen…) angesehen.
Z.B. 32km Gravelroad um einen durchschnittlichen / netten See – ohne jegliche Bebauung am Ende der Strasse (oder doch, es gab eine “pit toilet” = Plumsklo). Der Naturwalk war “nett” (die kleine Schwester von….) und das aufregendste war die Kuhherde, in die ich auf dem Rückweg geriet (und die eine Kuh war kein bißchen der Ansicht, dass SIE “ausweichen” sollte…).
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Nein, es gab schon noch tolle Strände und Orte (Cosy Nook, Gemstone Beach, Cliffdon Suspension Bridge…):
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Und kurz vor Te Anau noch der Lake Manapouri – das Titelbild des heutigen Blogs…

Southland…

…ganz im Süden geht’s um Natur pur.

Am Samstag (09.01.) ging mein Flug nach Invercargill via Christchurch sehr früh los. Was ich vorher nicht recherchiert hatte, dass die Shuttle-Busse zum Flughafen erst ab 6.00h fahren und ich so mit einem Taxi fahren musste. Eigentlich hätte ich mit Uber vielleicht günstig wegkommen können, aber als ich eins brauchte war plötzlich keins mehr verfügbar (kurz vorher stand Ankunftszeit 4 Minuten) und so akzeptierte ich (etwas panisch) die Preiserhöhung und zahlte so deutlich zuviel… grmpf
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Das erste Mal überhaupt hatte auch meine Buchung mit billigermietwagen.de überhaupt gar nicht geklappt und ich stand plötzlich ohne Auto da. Zum Glück hatte ich Kontakt zu einer Couchsurferin, bei der ich zwar nicht übernachten konnte, die mich aber immerhin vom Flughafen zu meinem Hostel kutschierte und bei der ich später auch noch Kaffee und ein kleines Frühstück bekam.
Nach dem Einchecken im Hostel und Smalltalk in Otatara blieb am Nachmittag noch Zeit für einen kleinen “Stadtbummel” (Shops, St.Mary’s Basilica, Theatre, Watertower) und hinterher Spaziergang im Queenspark. Besonders nett auch mein Besuch des Theaters, das nur wegen einer Veranstaltung geöffnet war und wo ich mich ein bißchen mit dem Pförtner (oder so) unterhalten habe…
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Der Sonntag (10.01.) machte seinem Namen leider nicht alle Ehre, sondern war furchtbar kalt und verregnet. Zum Glück ging es “nur” mit dem Bus nach Dunedin und unterwegs gab es endlich massenhaft Schafe!!!
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Am Dunedin Airport habe ich mein Auto abgeholt und war bei PacnSave einkaufen bevor ich in meine kleine AirBnB-Hütte einchecken konnte.
Es war noch früh genug dem Otago Settlers Museum einen Besuch abzustatten, das mir ausnahmsweise mal gefallen hat und wo ich enttäuscht war, nicht alles geschafft zu haben. Als das schloss bin ich noch durch die Stadt gebummelt (Railway Station, Innenstadt, Touristinfo, Starbucks) und zum Signal Hill hochgefahren (da musste ich mal nicht hiken, um eine schöne Aussicht zu haben). Am Abend bin ich zurück nach St. Kilda, um dort nochmal an den Strand zu gucken. Das war sehr, sehr schön, ABER auch sehr, sehr kalt (remember meinen facebook-Eintrag!?).
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Jedenfalls habe ich hinterher in meinem Zimmer erstmal die Heizung angeschmissen…
Am 11.01. habe ich dann die Otago Peninsula erkundet: Larnach Castle sieht nicht mal mehr richtig nach Schloss aus, reiht sich aber irgendwie ein in die “Gilded Age” Mansions, die ich mir auf dieser Reise schon angesehen habe. Vor allem aber hat man vom Türmchen einen wunderbaren Ausblick…
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Sandfly Beach hat seinen Namen nicht von den kleinen, fiesen Viechern, über die ich später noch schimpfen werde, sondern weil da häufig der Wind so weht, dass der Sand nur so fliegt. Sehenswert sind aber die Seals und Sea Lions, die sich dort tummeln beziehungsweise “abhängen”.
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Und hier nochmal ein Suchbild! Mindestens SECHS sind zu sehen…
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Insgesamt wird die Halbinsel vor allem für seine schönen Hikes und vielfältige Tierwelt besucht. Also habe ich einige Strände abgeklappert und bin ein wenig rumgelaufen und natürlich wieder Hügelchen hochgehiked (Hoopers und Papanui Inlet, Allens Beach und Okia Flat). An der fast äußersten Spitze gibt es eine Royal Albatross Kolonie, wo ich aber keine Tour mitgemacht habe, weil ich noch einen Termin mit Pinguinen hatte. Aber zwei Albatrosse habe ich immerhin rumfliegen sehen… leider kein Foto.
Um 18.00h hatte ich eine Tour bei den seltenen “Yellow Eyed Penguins” gebucht – toll! Zur Zeit haben sie gerade Küken und wir waren richtig nah dran…
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Zwischenstopp Wellington…

…wieder allein – auf dem Weg zur Südinsel.

Nachdem ich am Sonntag (03.01.) mit Jana noch in Auckland die größte und modernste Shoppingmall (Sylvia Park Mall) erkundet habe, machte ich mich am Montag wieder allein auf die Reise. Ich musste gegen 14.00h das Auto in Hamilton abgeben und hatte dann bis 23.00h Zeit totzuschlagen, bis nämlich mein Nachtbus nach Hamilton abfuhr. Hauptsächlich habe ich meinen Blog aufgearbeitet und bin dabei von der Mall zum Busterminal und zu Burger King umgezogen. Als Burger King um 22.00h auch schloss, war’s ja nur noch eine Stunde… Augenroll 😩
Der Nachtbus nach Wellington war eigentlich ganz gut, außer dass mir gesagt wurde, ich müsse gegebenenfalls die schmale Pritsche noch mit jemandem teilen – es kam aber niemand mehr und der junge Kerl, mit dem ich mich am Busbahnhof unterhalten hatte, wollte lieber sitzen (bzw. hat sich später auf den Sitzen zusammengerollt. Immerhin konnte ich etwas schlafen, auch wenn es a….kalt war.
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Am Dienstag morgen (05.01.) kamen wir natürlich sehr früh in Wellington an, so dass ich noch nicht in meine AirBnB-Unterkunft konnte. Ich habe dann in einem Hostel meinen Koffer eingeschlossen und habe mir ein großes Frühstück in einem dem Ibis-Hotel angeschlossenen Restaurant gegönnt (All you can eat Buffet 😆). Um 9.00h konnte ich dann doch schon ins AirBnB Zimmer – das dann aber doch noch belegt war 😯…
Während ich dann meinen Koffer holte und mit Jana telefonierte, räumte meine Mitbewohnerin (die auch nur AirBnB-Gast war) ein wenig auf, so dass ich dann eigentlich ganz zufrieden war…
Nachdem ich mich “eingerichtet” hatte, habe ich mich auf den Weg zum “Botanical Garden” gemacht und bin schließlich über die Cable Car Berg-Station zum TeAhumairangi Lookout gehiked. Beim Runtergehen hatte ich wieder Knieschmerzen… grummel 👿
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Am Spätnachmittag habe ich dann noch ein wenig die Waterfront erkundet und meinen Blog etwas aufgearbeitet.
Am 06.01. habe ich mich langsam die Willis Street (eine lange Einkaufsstraße) entlang gearbeitet, um schließlich den Mount Victoria Lookout zu erklimmen (kein Problem bis zum Abstieg = Knieschmerzen).
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Runter bin ich aber sozusagen auf der “anderen Seite” = “Oriental Parade”, einem Strand, an dem sich auf Grund des hervorragenden Wetters reichlich Leute tummelten. Ich saß eine Weile da und sah ein paar Jugendlichen beim Volleyball zu.
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Von da aus ging es zur Cuba Street, quasi die Touristenmeile, voller Shops und Restaurants – und Kolonialbauten. Dort habe ich kurz einem Straßenmusiker gelauscht, bis ich aus der anderen Richtung die Waterfront abgewandert bin. Mit meinem Tablet “bewaffnet”, habe ich mich dort in einen Park gesetzt und wieder am Blog geschrieben (so habe ich die drei Beiträge zu Northland geschafft….).
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Am Donnerstag (07.01.) stand dann wieder Sightseeing auf dem Programm. Erst das “Old Government Building”, dann das neue Parlamentsgebäude, der außergewöhnlichen Form wegen auch “Beehive” genannt. Anschließend gab’s St. Pauls Cathedral und Old St. Pauls Cathedral, bevor ich mich erst auf einen netten Platz an der Library und später wieder an die Waterfront setzte. An dem Abend habe ich es aber nicht mehr lange ausgehalten, weil es sehr windig und damit kalt wurde.
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Waterfront
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So hat mich dann auch der Freitag begrüßt – Regen und Wind, echt ätzend. Also ein Museumstag… das “Te Papa” Museum sollte wirklich sehr, sehr gut sein. Hm, also die Disney-Pixar-Ausstellung fand ich tatsächlich sehr schön, aber der Rest war eben Museum 😉
Am Abend war Koffer packen angesagt, denn früh am Samstag ging ja mein Flieger nach Invercargill.

In Rotorua ins Neue Jahr…

…mit heißen Quellen und kleinen Hobbits.

30.12.
Der Tag nach unserem großen Hike sollte gemütlicher sein, wurde dann aber aufgrund einer ziemlichen “scenic route” sehr, sehr entspannt. Von Rangatau / Ohakune aus wollten wir eigentlich über Taupo (am größten See Neuseelands entlang) nach Rotorua. Schon gleich zu Beginn haben wir irgendeine Abfahrt verpasst und landeten in Tamarunui, wo wir dann eben einen kleinen Shopping-Bummel einlegten (Jana fand ihr Aussie-Shampoo – juhu 😄 – und beide sahnten wir eine coole Shorts im “Sale” ab). Da mein GPS unbemerkt dekalibriert war, befanden wir uns dann leider wieder nicht auf der richtigen Straße nach Taupo, sondern fanden uns (als wir das GPS kalibriert und endlich mal wieder Internet hatten) in der Nähe von Waitomo wieder. Also sind wir bei den Waitomo Glowworm Caves vorbei und haben schon mal unsere Black Water Rafting Tour gebucht. Auf Grund des riesigen Umwegs waren wir so aber erst abends in Rotorua und hatten nur noch Zeit Pläne zu schmieden und uns mit unserer Gastgeberin zu unterhalten.
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31.12.
Am Donnerstag wollten wir uns möglichst viel vom “Geothermal Wonderland” ansehen, aber in Wai-o-tapu verbrachten wir soviel Zeit, dass für anderes kaum noch Zeit blieb.
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Immerhin machten wir noch einen Abstecher zu den Hot Pools in Waikete, wo wir zwar nicht Schwimmen gingen, uns aber immerhin angesehen haben, wie das Wasser kochend aus der Erde kommt. Besonders lustig, als ich Jana in drei Meter Entfernung vor lauter Wasserdampf nicht sehen konnte…
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In unserem AirBnB Zimmerchen haben wir uns dann “ausgeh-fertig” gemacht, denn zu Silvester fand in Rotorua das Glow-Festival statt. Das war ein kostenloses Musik-Event auf der “Stadtwiese”, mit ein bißchen Rummel und Fressbuden dazu. Wir haben es uns dann auf der Wiese gemütlich gemacht (ich habe uns später noch ‘ne Pizza geholt) und der Musik zugehört. Naja, die Teilnehmer / Gewinner von “Neuseeland sucht den Superstar” sind eben ähnlich wie in Deutschland eher was für die 12jährigen…
Jana gefiel vor allem eine Tanzgruppe und ich mochte die Musik, die sie kurz vor Mitternacht spielten. Um Mitternacht gab’s dann Feuerwerk (um 21.00h hatte es schon eine kleinere Kinderversion gegeben – das fand ich sehr nett) und anschließend sind Jana und ich ins Bett…
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Da wir nicht so spät ins Bett sind, konnten wir am nächsten Tag (01.01.) auch noch ein bißchen was unternehmen. Zum einen sind wir zum neuseeländischen Redwood Forest und sind oben auf dem Treewalkway langspaziert (vom deutschen DGUV getestet!!).
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Anschließend ging’s zum “Buried Village”, von dem ich mir etwas mehr erhofft hatte, denn es sollte ein Dorf sein, welches beim großen Vulkanausbruch 1886 zerstört wurde. Obwohl einiges sehr gut berichtet wurde (Bilder und Augenzeugenberichte im Museum) war das Dorf selber eigentlich nicht ausgegraben oder irgendwie “sichtbar” gemacht. Da der Ort vor der Zerstörung eine beliebte Touristenattraktion war (wegen terrassenhaft angelegter Thermalquellen), gab es einige Fotos von “vorher” und ich hätte mir ein paar Bilder aus annähernd derselben Richtung gewünscht, um die Zerstörung besser einschätzen zu können. Naja…
Am besten gefiel mir dann der auf dem Gelände befindliche Wasserfall…
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Am Nachmittag sind wir dann nach Hamilton gefahren, haben da in der AirBnB-Unterkunft unsere Sachen “abgeworfen” und sind gleich weiter nach Waitomo gefahren. Dieses ganze Hin und Her kam daher, dass ich unsere Route anders geplant hatte (und entsprechend Unterkünfte gebucht hatte), dann aber nicht wie gewünscht unsere Aktivitäten hatte buchen können.
Aber die “Tour” in den Waitomo Caves war klasse – wenn auch ganz schön kalt…
Besonderes Gänsehautfeeling, als wir ohne Licht durch die Glühwürmchen-Höhle trieben und unser Guide “Halleluja” sang – hört sich kitschig an, war aber super schön!
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Am 02.01. hatten wir noch etwas Zeit Hamilton zu erkunden (Shopping Mall) bevor es nach Hobbiton ging. Leider hatten wir bei der Tour Dauer-Regen, aber es war nett ud ich habe trotzdem von fast jeder Hobbit-Höhle ein Foto gemacht… Die “Herr der Ringe” Fans werden die “wichtigen” Film-Sets schon erkennen, denke ich. 😉
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Im Regen ging es dann zurück nach Auckland, wo wir erstmal “große Wäsche” hatten und ich Pläne schmieden konnte.

Neuseelands Vulkane…

…in allen Farben.

Am 27.12. hatten Jana und ich dann einen ersten Tageausflug geplant – White Island. Das ist ein Vulkan, dessen Spitze als Insel aus dem Meer ragt und der noch aktiv ist! (Angeblich der aktivste Neuseelands…) Leider hatte die Sache einen Haken – man kommt nämlich nur per Boot oder Hubschrauber hin. Mit unserer beider Neigung zur Seekrankheit war der Hubschrauberflug schon eine Überlegung wert, aber leider hat im Endeffekt unser Budget entschieden, dass wir die 80 Minuten Bootfahrt irgendwie überstehen müssen…
Zum Glück war das Wetter perfekt und nach einer umwegigen und deshalb überlangen Autofahrt (mal wieder die “scenic route”…😮), haben wir beide bei glatter See recht gut “durchgehalten” (die Fische gingen leer aus😆). Dafür wurden wir mit großartiger Aussicht auf den Vulkan belohnt…
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Jana ist zum Abschluss sogar noch ins Wasser gehüpft, obwohl es nicht so richtig heiß war… (um zu vermeiden, auf dem ankernden, schaukelnden Boot zu lange warten zu müssen).

Am nächsten Tag haben wir dann unsere gesamten Sachen gepackt, denn wir hatten kurzfristig entschieden nicht nur Tagesausflüge zu machen, sondern bis zum 04.01. durch die Gegend zu fahren. Am Nachmittag ging es dann in gut vier Stunden zu unserer AirBnB-Unterkunft in der “Nähe” des Tongariro Crossings. Das ist ein sehr bekannter Tageshike durch eine Vulkanlandschaft (viele kennen die Gegend aus dem Kino – “Lord of the Rings”…), der sehr schön aber auch anstrengend sein sollte. Also haben Jana und ich uns noch mit Hüten und reichlich Wasser und Snackfood eingedeckt.
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Am 29.12. ging es dann voll bepackt (Jacken sollte man mitnehmen, weil es “oben” recht kalt werden könnte), früh morgens bei schönstem Wetter los. Als erstes mussten wir noch eine dreiviertel Stunde zum Endpunktparkplatz fahren. Von dort brachte uns ein Shuttle (nochmal eine halbe Stunde) zum “Startpunkt” – man könnte natürlich auch “andersrum” gehen, aber das sollte die einfachere Route sein. Durch meine Shuttleauswahl war für uns aber gesichert, dass wir uns weder abhetzen noch warten müssten, sondern ganz in unserem Tempo wandern könnten.
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So sind wir sehr guter Dinge gegen 10.30h gestartet und nach einem Kilometer stellte Jana ihre Schrittzähler-App an, damit wir immer wüssten, wieviel wir schon geschafft bzw. noch vor uns haben und am Ende auch wie lange wir genau gebraucht haben. Um es vorweg zu nehmen, wir haben es – trotz aller Probleme – in unglaublichen 7 Stunden geschafft (mit Rückweg zum Parkplatz insgesamt 22km). Die halbe Stunde Pause ist rausgerechnet, weil wir die App gestoppt haben als ich alleine nochmal eine halbe Stunde in Richtung Tongariro Summit abgebogen bin.
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Insgesamt ist uns der Aufstieg nicht so schwer gefallen wie erwartet (alle stöhnen immer über den “Devil’s Staircase”), auch wenn Jana ziemlich mit ihrem Asthma zu kämpfen hatte. Da ich gut drauf war (ich nehme an, dass sich auch die vielen kleinen “Hügel-Hikes” ausgezahlt haben) und so immer wieder kleine Pausen einlegen konnte, war ich “oben” sogar noch so fit, dass ich noch den Nebentrail gehen wollte. Habe ich dann aber doch nicht ganz gemacht, weil ich Jana erstens nicht so lange alleine warten lassen wollte und zweitens vernünftigerweise daran gedacht habe, dass ja immer noch etwa 12km vor uns lagen.
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Tja, und die nächsten zwei Kilometer hatten es dann richtig in sich… Am roten Krater entlang muss man über einen Schotterberg (anders kann man das nicht nennen), der hoch schon nicht schön war, aber runter eine Katastrophe. Ich bin glücklicherweise nur einmal ausgerutscht, aber Jana landete ein paar Mal auf dem Po und schrammte sich an den spitzkantigen Steinen die Hände auf (und so war da die gute Laune erstmal dahin).
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Ich habe dafür aber durch das komische Runtergehen wahrscheinlich mein Knie überlastet. Das hatte ich bei meinem Mount Manaia-Hike beim Abstieg etwas verknackst (ich gehe generell lieber bergauf als bergab:)), aber eigentlich war es wieder gut gewesen… Jedenfalls fing es im Verlauf des weiteren Abstiegs an zu schmerzen und nach 5km konnte ich eigentlich nur noch humpeln – da hatten wir aber noch 7km vor uns :?. Und obwohl der Abstieg ja einfacher hätte sein müssen (und die Aussicht auch schön war), zog sich die Strecke wie Kaugummi, besonders die letzten vier Kilometer, als es nur noch durch Wald ging und man “das Ziel” quasi nicht mehr vor Augen hatte. Durch meine humpelnde Schonhaltung konnten wir auch nicht mit Tempo gehen, sonst wären wir wahrscheinlich locker eine halbe Stunde früher angekommen (zwichendurch hatte uns die App 6 Std. 20 Minuten errechnet).
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So waren wir dann beide ziemlich kaputt und etwas genervt, als wir endlich ankamen. Trotzdem muss ich im Nachhinein sagen – AWESOME!
Das super Wetter sorgte natürlich dafür, dass die Fotos unbeschreiblich sind, aber dafür war der Trail an dem Tag völlig überlaufen. Das hat uns schon ein wenig “irritiert” – weil man immer wieder dieselben Menschen überholt hat bzw von ihnen überholt wurde und man sich nicht mal ungestört unterhalten konnte (überall Deutsche…) oder auch genervt – zum Beispiel als die Leute den Schotterberg ohne Rücksicht auf andere runtergrannt sind.
Meine Schuhe habe ich anschließend weggeworfen…
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Weihnachten in Neuseeland…

…Sonne und Kekse.

Am Dienstag (22.12.) musste ich dann erstmal das Auto wieder zurück bringen. Da ich ja gerne über billigerMietwagen.de buche, geht das oft nur vom Flughafen aus und das ist von Jana aus eine halbe Stunde Autofahrt oder eine gute Stunde mit dem Bus (zuzüglich Wartezeit…). Jedenfalls war ich dann gegen Mittag an der Haupteinkaufstraße in Newmarket und habe Jana gefragt, ob wir nicht gleich Geschenke shoppen wollten. Das haben wir dann auch beinahe den Rest des Tages gemacht.
Am Mittwoch war Kekse backen (“nur” fünf Sorten) und Geschenke einpacken angesagt, obwohl das Wetter super war und eher zum Schwimmen einlud. Deshalb sind wir zwischendurch zur Pause in den Pool gehüpft 🙂 Natürlich hatten wir doch noch was vergessen und ich bin mal eben zu Fuß bis zur Einkaufsstraße gelatscht (1/2 Std je Weg). Aber abends war alles gebacken und in Dosen verpackt, die Geschenke eingewickelt und hatten sogar noch ein hübsches Band bekommen – fertig!
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Am 24. Dezember haben wir uns mit dem Bus (2 Std) auf den Weg nach Hamilton gemacht, weil ich nur noch dort einen Mietwagen bekommen hatte (Feiertage – und Ute’s schlechte/späte Planung…). Natürlich gibt es in Hamilton keinen Bus zum Flughafen, was dann noch wieder zusätzlich kostete… Schließlich saßen wir aber in einem netten Auto (das beste in NZ so far) und mussten nochmal 1,5 Std. bis Waihi Beach fahren, um dort mit Janas Gastfamilie Weihnachten zu feiern.
Heiligabend haben wir dann schon mal einen ersten Strandspaziergang gemacht und Muscheln gesammelt… Haha, das beste war, als Jana plötzlich ein Einsiedlerkrebs in die Hand zwickte, weil der es wohl nach einer halben Stunde nervig fand, immer noch durch die Gegend geschaukelt zu werden und aus den Untiefen einer Muschel hervorkrabbelte….
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Ganz britisch wird in Neuseeland erst am 25.12. Weihnachten gefeiert und die Geschenke übergeben. Frühmorgens, da die Kinder natürlich nicht ewig warten können/wollen. Janas Bande ließ sich von ihren Eltern mit der Erlaubnis schon mal ein Geschenk alleine auspacken zu dürfen bis fast 7.00h “hinhalten”. Jana und ich hatten sie natürlich schon hin und her spurten gehört, da wir ja direkt nebenan geschlafen haben. Wie bei drei Kindern nicht anders zu erwarten, gab es viele Geschenke und großes Durcheinander. Wobei die drei zumindest versucht haben immer die gleichaussehenden Geschenke zur gleichen Zeit auszupacken, damit sie sich nicht gegenseitig die Überraschung verdarben.
Jana und ich bekamen auch Geschenke und übergaben natürlich auch unsere Geschenke. Zumindest die Kinder fanden ihre neuen Badeanzüge toll und haben sie gleich anprobiert. Die Kekse sind zu Janas und meinem Erstaunen nicht so angekommen. Naja, so haben wir zwei die halt in den nächsten Tagen verputzt – schmeckt nach Weihnachten, wenigstens etwas…
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Später kamen dann noch Freunde von Duncan und Elaine zum Frühstück, was ich aber nicht so als Feiertags-besonders “fancy” empfunden habe (Croissants, Schokocroissants, Obstsalat – und noch Schinkenbrötchen oder so…).
Am Nachmittag sind wir alle zusammen zum Strand gegangen (2min Fußweg), aber leider hatte ich mir (mal wieder – Augenroll) einen Nerv geklemmt und arg Rückenschmerzen und wollte deshalb nicht ins Wasser. Jana hatte aber ordentlich Spaß mit Esther und Duncan und ‘nem Bodyboard.
Wieder zurück gab es dann das Christmas Dinner – traditional Turkey and Ham – weshalb Jana und ich uns Hash Browns und Veggiesticks mitgebracht und zubereitet hatten (das hätten die Kinder auch lieber gegessen).
Am 26.12. war die Familie bei Verwandtschaft eingeladen (die Kinder wirkten begeistert, hahaha) und Jana und ich hatten den Tag für uns. So sind wir erst nach Waihi und dann nach Waihi Beach zum Shoppen gefahren. Tatsächlich hat Jana dann noch ihr Weihnachtsgeschenk bekommen, da ihr mein ursprüngliches Geschenk (T-Shirt vom Rockefellercenter New York) nicht passte (Jana und ich waren beide ganz traurig darüber).
In Waihi gab es auch noch eine alte Goldmine anzusehen und ein Museum dazu, aber wir haben uns nur ein wenig draußen umgesehen…
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Tja, und so waren unsere Weihnachtstage irgendwie gefühlt nicht weihnachtlich und mir fällt auf, wie sehr Rituale dazu beitragen können, dass man Feiertage genießen kann. Uns beiden fehlte Kerzenschein und Kakao und Tee an kalten Abenden, über den Weihnachtsmarkt bummeln und Glühwein trinken. Kekse backen und essen – hahaha… Rituale? Ich hätte wohl eher Speisen und Getränke schreiben sollen… Aber irgendwie gehört für uns wohl Dunkelheit und Kälte zur Weihnachtsstimmung, weil nur so Kerzen, Heißgetränke und Weihnachtsgebäck schmecken und Sinn machen… Aber natürlich idealisiere ich auch, denn bei grauem, schmuddeligem Regenwetter auf dem Weihnachtsmarkt rumzulaufen, ist eigentlich nicht wirklich weihnachtlich…hahahaha. Nächstes Jahr also lieber irgendwohin wo definitiv Schnee liegt???