West Coast – Exmouth and Cape Range…

…lots of marine and wild life!!

Hahaha…erstmal vorweg, meine “fette Möwe” vom Eagles Bluff war doch ein Adler – ein “white bellied sea eagle”…
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Ich habe nämlich eine tolle Internet-Seite gefunden, auf der sämtliche (?) in Australien vorkommenden Tierarten aufgelistet sind; mit Foto, Verbreitungsorten (teilweise Anzahl), Hintergrundinformationen und noch viel mehr. Da bin ich drüber “gestolpert”, als ich am Yardie Creek einen großen Raubvogel gesehen habe und wissen wollte, ob das ein Osprey ist (kein Foto, weil er weg war, bevor ich meine Kamera rausgeprummelt hatte). War es übrigens nicht, sondern einer von vier “Brahminy Kite” in der Gegend :D. Einen Osprey habe ich aber einen Tag später im Bundegi Coastal Park gesehen… und gestern hier in Coral Bay…
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Und der Raubvogel von dem mir am Sandy Cape so ein gutes Foto gelungen ist, heißt übrigens Nankeen Kestrel und den gibt es hier recht häufig…
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Manchmal bin ich übrigens soooo froh, allein unterwegs zu sein. Ich sitze gerade am Strand und neben mir zoffen sich drei junge Deutsche, die mit ‘nem Camper unterwegs sind…holla, die Waldfee!

So, aber jetzt ein bißchen der Reihe nach (ich war in den letzten Tagen ja ein wenig schreibfaul…).
Am Dienstag morgen (24.05.) bin ich von meinem netten Campingplatz “Quobba Station” aufgebrochen, um bis Coral Bay zu fahren. Unterwegs war es ziemlich öde – Wüste ist eben Wüste… Als ich in Coral Bay ankam, war ich nicht sonderlich begeistert. Entlang der “Hauptstraße” war der Caravan Park rappelvoll, ein Wohnwagen dicht neben dem anderen… An der Straße zum Strand viele, viele Leute (naja, für meine bis dahin gehenden Westküstenerlebnisse), teilweise mit Schwimmnudeln oder Gummitierchen. Irgendwie war das so gar nicht nach meinem Geschmack, vor allem von diesem netten, ruhigen, einsamen Campingplatz kommend. Nachdem ich mich kurz im Touristen Center nach Ausflügen (Preisen) erkundigt hatte, beschloss ich nach Exmouth weiter zu fahren. Das waren nochmal gute eineinhalb Stunden Fahrt, vor allem vorbei an reichlich Termitenhügeln…
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Was einem dann so für Fragen durch den Kopf gehen: Wieviele Termiten bauen bzw. leben in so einem Hügel? Wie ist eigentlich das Größenverhältnis zwischen Termite und Termitenhügel im Vergleich zum Menschen und einem Hochhaus? Sind alle Termitenhügel nach derselben Bauweise konstruiert? Oder gibt es regionale, architektonische Unterschiede? Wenn die Termitenkolonie wächst, wird angebaut oder zieht ein Teil der Familie weg? Heißt das, dass die Termitenhügel miteinander in familiärer / freundschaftlicher Beziehung stehen oder bekämpfen sie sich gegenseitig?
Ihr seht, ich weiß mich auf langweiligen Fahrten zu beschäftigen 😂. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen “Termiten” zu googeln, falls also jemand die Antworten auf meine Fragen hat…

In Exmouth angekommen, musste ich feststellen, dass auch dieser Ort anders als erwartet war. Irgendwie kein richtiger Ort, sondern verstreute Häuser, ein paar Caravan / Holiday Parks, eine Marina – aber irgendwie nicht so als “Ort” zusammen. Später habe ich noch das “Shoppingcenter” gefunden – zwei Supermärkte, ein Bäcker, ein paar Tourenanbieter und kleine Shops – ähnlich groß wie die Drispenstedter Ladenzeile…hahaha.
Naja, mein Hostel (Backpacker Room im RAC Holiday Park) war aber recht nett und wir waren nur zu zweit im Vierer-Dorm.
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Wobei meine Zimmergenossin zwar sehr nett war, aber einige störende Macken hatte (nachts möglichst volle Beleuchtung, weil sie sonst Angst hat – das habe ich aber nur eine halbe Nacht toleriert; Aircondition statt frischer Nachtluft; und nächtliche Telefonate – zum Glück auf chinesisch, so dass ich nicht noch durch Gesprächsinhalte genervt war).

Noch gleich am Abend habe ich meine “Whaleshark Snorkeling”-Tour gebucht…
Am nächsten Morgen (25.05.) ging es um 8.00h los; erst mit dem Bus eine gute halbe Stunde zum Jetty (Bootssteg), dann mit kleinem Schlauchboot zum richtigen Boot. Die Crew sehr nett, gut versorgt, aber das wichtigste…. ICH BIN NEBEN WALHAIEN GESCHWOMMEN!!!!
Drei unterschiedliche Exemplare haben wir gesehen, zwei Männchen, ein Weibchen und – diesmal kein Aprilscherz – zwischen 3,5m und 6,0m gross. Beeindruckend!! Und ich hab mich echt immer ziemlich geschickt angestellt und konnte ungehindert von anderen schön nebenher paddeln. Es sollten drei Meter Abstand gehalten werden, aber man hat unter Wasser ja kein Maßband, es kann also auch etwas dichter gewesen sein, jedenfalls echt nah!! Leider habe ich die professionellen Fotos noch nicht bekommen… 😦 Poste dann später welche…
Am Donnerstag (26.05.) wollte ich eigentlich in den Cape Range Nationalpark. Aber beim Frühstück habe ich mich mit einer Frau unterhalten, die meinte es würde sich für einen halben Tag nicht lohnen und man müsste eigentlich über Nacht bleiben. Also bin ich mit dem Auto erstmal die Strände bis dahin abgefahren… Sehr schön!!
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Manches was man dort findet, ist auch traurig – leider nur eine tote Schildkröte…
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Später habe ich auch noch mehrere quicklebendig im Wasser gesehen, aber da war das Fotografieren eigentlich unmöglich, weil sie immer nur ganz kurz den Kopf rausgestreckt haben. Und wenn ich sie mal in einer Welle habe surfen sehen – gleich neben den menschlichen Surfern… – hatte ich die Kamera auch gerade nicht im Anschlag… Aber dafür habe ich wieder viele, schöne Muscheln und Seeigel gefunden. Da das ein Schutzgebiet war, habe ich ganz “political correct” nur Fotos gemacht und alles am Strand liegengelassen – nur um dann quasi zuzusehen, wie ein französische Pärchen meine Fundstücke eiskalt eingesackt hat… grmpf.
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An der Spitze gibt es auch noch einen Leuchtturrm, von dem man einen netten Ausblick über die Peninsula hat.
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Zufällig fand in Exmouth gerade das “Whale Shark Festival” statt und es hatte schon seit Dienstag Veranstaltungen gegeben (Live Musik in Restaurants). Am Donnerstag war dann abends Movie Night und im kleinen Park war eine große Leinwand aufgebaut und sie zeigten den Film “Racing Extinction” (http://racingextinction.com/the-film/). Wirklich sehenswert!!
Am Freitag (27.05.) habe ich mich ganz früh auf den Weg in den Nationalpark gemacht, da ich beschlossen hatte, da doch nicht zu übernachten. Als erstes war ich schön an der Turquoise Bay schnorcheln – viele, viele bunte Fische…
Als nächstes stand Yardie Creek auf dem Programm, wo es eine (laut der Frau vom Vortag) lohnenswerte Bootstour geben sollte. Gab es auch, war aber teuer und nicht das Geld und die Zeit wert, grmpf. Na gut, wir haben ein paar “Black flanked Wallabies” gesehen… (auf den Fotos natürlich kaum zu erkennen). Anschließend bin ich noch den dazugehörigen Gorge Trail abgelaufen und hatte eine tolle, teilweise bessere Aussicht – und da habe ich dann auch den Brahminy Kite (s.o.) gesehen.
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Hinterher war ich nett Schwimmen am Sandy Beach, bevor ich auch noch den Mandu Mandu Gorge Trail gehiked bin. Um mir nicht mit einer weiteren Hikerin ein Rennen zu liefern, bin ich in entgegengesetzter Richtung gestartet – und habe mich dann etwas geärgert, weil ich mich mit dem Mädel sehr gut unterhalten habe, als wir uns in der Mitte trafen.
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Zum Abschluss war ich noch ein weiteres Mal in der Turquoise Bay schnorcheln, bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte – und einen weiteren Raubvogel ablichten konnte. Einer von zwei “Whistling Kite”:
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Ich wollte ja möglichst vor der Dunkelheit wieder in Exmouth sein, um nicht Gefahr zu laufen ein Känguruh zu überfahren, aber beim Leuchtturm habe ich doch noch einen Stopp eingelegt, da es kurz vor Sonnenuntergang war, den man von dort oben wunderbar sehen / erleben können sollte…
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…und siehe Titelbild!!
Samstag (28.05.) fand auf dem Tanjalee Oval dann wieder das Festival statt.
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Es waren reichlich Stände aufgebaut, von Nationalpark Information, über Tourenanbieter, lokale Geschäfte, Futterbuden – und ein Stand von einer Gruppe, die sich um verwaiste Känguruh Babies (deren Mütter von Autos überfahren wurden…) kümmert…. Sooo niedlich!!
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Ich habe beinahe den ganzen Samstag dort verbracht, erst am Spätnachmittag bin ich nochmal los. Eigentlich wollte ich zu irgendeinem Strand zum Schwimmen, aber dann nahm ich doch eine andere Abfahrt und landete im Bundegi Coastal Park. Statt Schwimmen zu gehen, waren wieder Tiere angesagt. Diesmal der Osprey (s.o.) und ein ganzer Haufen “Blue dotted Ray” – und ich hatte meine Kamera nicht dabei…- deswegen leider nur Fotos in Handyqualität.
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Und am Sonntag (29.05.) habe ich mich gaaanz langsam wieder auf den Weg nach Süden gemacht.

West Coast – kleines Carnarvon…

…”fruit and veges” oder “blowholes”…

Sechster Tag, Fahrt bis Carnarvon:
Am Montag (23.05.) ließ ich Monkey Mia und die Delphine also zurück und machte mich auf den Weg nach Carnarvon. Der Ort selbst ist ganz hübsch, aber nicht sonderlich interessant; dafür aber umgeben von “plantations”. Warum auch immer hier mehr Wasser zur Verfügung steht – der Fluss sieht genauso trocken aus wie der in Alice Springs – wird Carnarvon auch die “Fruitbowl Western Australias” genannt.
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In Carnarvon hatte ich mir noch keine Unterkunft im Voraus ausgesucht, sondern hatte vor Ort gucken wollen. Nun war es noch recht früh und ich entschied ein wenig weiter nördlich zur Quobba Station zu fahren und mir auf dem Weg noch die “blowholes” anzusehen. Ich habe ja schon einige in Hawaii und New Zealand gesehen, naja, “20m” – schon klar… Aber als ich dann auf die Küste zufahre, glaube ich das doch! Ich bin beeindruckt – und stelle fest, wie gerne ich es mag, Wellen zu beobachten und Gischt zu fotografieren…
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Es ist aber auch die beste Zeit des Tages – kurz vor Sonnenuntergang. Den bewundere ich vom Strand des Campingplatzes der Quobba Station aus.
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Innerhalb weniger Minuten finde ich einen Haufen Seeigel-Schalen und wunderschöner Muscheln… Sieht die eine nicht aus wie Engelsflügel?
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Meinen Stellplatz habe ich direkt an der Düne gewählt und brauche so nur 2Minuten zum Strand – und gefühlte fünf zur Toilette…zum Glück war Vollmond. Trotz recht unbequemem Autoschlafplatz, genieße ich die Nacht mit der Stille, den Sternen und Vollmond.

Westcoast – Monkey Mia…

… dolphins!!! 🐬

Fünfter Tag, Monkey Mia:
Schon am Samstag Abend nach der Ankunft habe ich meine ersten Monkey Mia Delphine gesehen. Aber am nächsten Morgen (Sonntag, 22.05) war die tägliche “dolphin experience” für 7.45h angesagt. Ich bin sogar noch früher aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen, aber es war total bewölkt…
Natürlich haben die Delphine keine Uhr und würden selbst mit sicherlich nicht zu festgelegten Zeiten auftauchen und so stand ich eine ganze Weile mit den zig anderen Touristen an der Wasserkante und wartete. Und schließlich tauchten sie auf, kamen ganz nah ans Ufer und man konnte sie super sehen. “Experience” bedeutet, dass die Delphine sich dann eine ganze Weile dicht am Strand tummeln und quasi darauf warten, dass man ihnen zwei kleine Fische gibt. Die Fische können von zufällig ausgewählten Zuschauern gefüttert werden – aber ich war keine der Glücklichen. Da ich noch den Rest des Vormittags am Strand verbrachte, bekam ich noch ein weiteres Mal die Delphine so nah zu sehen – bei Sonnenschein. Das ist echt großartig!!
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Anschließend bin ich am Strand entlang gewandert und am Nachmittag habe ich mich tatsächlich faul an den Strand gelegt (naja, ich war im Wasser und bin nochmal Delphinen “hinterher gelaufen”). Und am Abend gab es wieder einen sehr netten Sonnenuntergang…:)
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Westcoast – Sonne und Regen…

…von allem etwas.

Ich habe nun tatsächlich “on the road” (mit meiner Telefon Simkarte) kein Internet mehr, aber im Hostel gibt es doch welches… Also…;)

Dritter Tag, Geraldton bis Kalbarri:
Herrlichster Sonnenschein und ich mache mich gut gelaunt auf den Weg nach Northhampton – ist nicht sooo interessant (Old Convent und ne kleine schnuckelige Kirche). Dafür wachsen überall am Straßenrand Melonen… Ich dachte erst Kürbisse, aber den Kernen nach tippe ich auf Wassermelone. 😉
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Neben wunderbaren Stränden gibt es auch wieder Sanddünen, die ich so beeindruckend finde. Wahrscheinlich habe ich in einem früheren Leben mal in der Wüste gelebt, denn ich liebe es dadurch und darüber zu laufen, sitzen und… Handstand 😂
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Port Gregory hat neben einem weiteren wunderbaren Strand auch noch die “Pink Lakes” zu bieten. Und ja, sie sind wirklich pink/rosa – kein Filter!!
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Anschließend habe ich noch einen kleinen Abstecher (naja, 35km je Richtung) ins “Principality Hutt River” unternommen. In Anbetracht der Abgeschiedenheit kann ich das aber nicht weiter empfehlen – auch wenn die Erfahrung “schnurgeradeaus” auf einer Dirtroad auch nicht zu verachten ist (siehe Titelbild). Die Geschichte ist ja ganz interessant: 1969/70 wollte die Australische Regierung Weizenquoten aufstellen – nachdem die Felder schon bestellt waren… Das hat den Besitzer von “River Hutt” mächtig gewurmt (Großgrundbesitz…ich glaube 16000ha – die Zahl hab ich mir nicht gemerkt…) und er hat nach Wegen gesucht, das Ganze zu umgehen. Dazu hat er irgendein Schlupfloch in der Verfassung gefunden und sich von Australien “getrennt” – also sein eigenes Land (Republik) gegründet. Später hat er es dann in ein “Principal” geändert und irgendwann sogar Australien den Krieg erklärt, damit er nach Genfer Konvention behandelt wird oder so… Das ist schon alles bemerkenswert und dann haben sie auch noch eine eigene Währung und Briefmarken kreiert und viel Besuch von bekannten Leuten gehabt. Aber außer einen Haufen Memorabilia, die für die Familie vielleicht Bedeutung haben, ich aber nicht so spannend fand, gibt es da nichts zu sehen oder machen (außer mit dem 90jährigen “Prince Leonhart” unterhalten).
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Da hätte ich lieber noch mehr Zeit an den Kalibarri Cliffs gehabt, denn die waren echt schön. Ein bißchen wie die Great Ocean Road…
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Und mit großartigem Sonnenuntergang:
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Vierter Tag Kalibarri bis Monkey Mia:
Leider schlug in der Nacht das Wetter um und der nächste Morgen (Samstag, 21.05.) begrüßte mich mit dicken Wolken und Wind. Trotzdem machte ich mich auf den Weg noch die restlichen Aussichtspunkte der Kalbarri Cliffs anzusehen – und zu fotografieren natürlich…
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Mushroom Rock
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Als nächstes standen die “River Gorges” auf dem Plan, aber es fing zu regnen an – und während es an den Klippen nur etwas “gestippelt” hatte, regnete es sich jetzt wirklich ein. An der Abfahrt zur ersten Schlucht entschied ich, nee, das lässt du jetzt sein. Ich weiß, es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung, aber getreu dem Motto “Ute will Sonne” habe ich mich ja geweigert eine Regenjacke einzupacken. Und warum muss ich mich eigentlich rechtfertigen, dachte ich. Selbst wenn schönes Wetter wäre, könnte ich entscheiden, einfach mal nichts zu machen… Jedenfalls war es wirklich die richtige Entscheidung, denn auf der weiteren Fahrt fing es richtig an zu schütten. Vier Stunden heftiger Dauerregen – aber ich schön gemütlich und trocken im Auto.
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Und trotzdem gut gelaunt. Mangels Radioempfang hatte ich nämlich meinem Handy die Musikauswahl überlassen (Zufallswiedergabe) und war erstaunt… Mein Handy zeigte erstmal eine deutliche Vorliebe für die von mir vernachlässigten Songs und Interpreten und dudelte anfangs hauptsächlich Soul (Randy Crawford etc.) und auch danach eher “unbekanntere” Songs. War sehr erfrischend, nachdem ich durch das Radio schon etwas Justin Bieber und Selena Gomez geschädigt bin… “I hate you I love you…” hahaha. Wobei – eigentlich haben die Australischen Radiosender immer ‘ne ganz gute Mischung! (…und ich kann Lukas Graham’s “Once I was 7” auch gerne noch öfter hören..).
Am Nachmittag hörte es irgendwann auf zu regnen und ich konnte ein wenig die Landschaft genießen.
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Deshalb beschloss ich, mir nun doch noch einige am Wegesrand auftauchende “Sehenswürdigkeiten” anzusehen. Als erstes war da der Hamelin Pool mit weiteren Stromatolites. Die sollten eigentlich viel besser und schöner als in Cervantes sein, aber die raue See ließ nicht allzu viel erkennen…
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Beim Shells Beach klarte der Himmel schon ein wenig auf. Diese Bucht ist ziemlich cool, weil es keinen Sand gibt, sondern lauter kleine Muscheln…
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Vorbei an ein paar (gut getarnten) Emus und mit letztem Zwischenstopp am Eagles Bluff (leider bekam ich nur eine riesige Möwe zu sehen) erreichte ich schließlich Monkey Mia – und das Wetter wurde wieder richtig schön…
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Westcoast Roadtrip – am Anfang…

…noch durchwachsen…

Sooo, nun habe ich mich also auf den Weg nach Norden gemacht, schön die Westküste nördlich von Perth erobernd. Da ich entgegen aller Warnungen der Einheimischen doch noch Internetempfang habe, werde ich mal schnell ein paar Fotos zu den ersten Tagen hochladen.
Im Prinzip erzähle ich damit schon alles, denn außer im Auto sitzen oder aussteigen und “angucken” habe ich nichts gemacht. Das Wetter war ein bißchen durchwachsen – aber ich beschwere mich nicht, denn es ist mild bis warm und ich laufe den ganzen Tag in Shorts und T-Shirt rum…

Erster Tag, Perth bis Cervantes:

North Perth Beaches
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Lancelin Sand Dunes
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Pinnacle Desert
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Stromatolites am Thetis See
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Zweiter Tag, Cervantes bis Geraldton:

Sandy Cape, beaches and dunes…
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Wildlife
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Port Denison
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Geraldton, Sydney Memorial und Sunset
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Perth – ein kurzer Stopp …

…vor dem nächsten Roadtrip.

Ich habe ein schlechtes Gewissen gegenüber Perth – wenn das überhaupt geht… Ich hatte mich so auf Perth gefreut, hatte hohe Erwartungen und dann habe ich es bei einem kurzen Intermezzo recht stiefmütterlich behandelt…
Wahrscheinlich kann ich jetzt tausend Ausreden und Entschuldigungen finden, aber Fakt ist, ich bin an Perth einfach nicht mit dem Elan ran gegangen, wie sonst an alle anderen Städte. (Vielleicht noch bei “Runde 2” vor dem Abflug…)
Als ich am Flughafen ankam, sah das Wetter nicht ganz so toll aus und als ich meinen Mietwagen abholte, gab es da eine blöde “500km um Perth Bedingung”, die mich furchtbar aufregte / ärgerte. Im Endeffekt werde ich das jetzt einfach ignorieren und hoffen, dass ich nicht liegen bleibe, aber erstmal hat mich das ganz schon beschäftigt und es dauerte ein wenig, bis ich jemanden bei billigermietwagen.de erreichen konnte. In der Zeit saß ich im Hostel, versuchte ein wenig am Blog zu schreiben und starrte in den strömenden Regen… Als ich mich schließlich aufraffte und einkaufen fahren wollte, erklärte mir Google, dass am Sonntag alle Supermärkte um 17.00h schließen würden – und es war fünf vor fünf… Kein guter Start für Perth.
Am nächsten Morgen (16.05.) schien die Sonne und ich beschloss mir als erstes Fremantle anzusehen. Dort ließ ich (ganz untypisch) das World Heritage Prison links liegen und spazierte erstmal ein wenig die Esplanade entlang.
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Auch die Highstreet lief ich einmal rauf…
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Später machte ich eine Brewery Tour bei “Little Creatures” mit – inklusive Bierprobe natürlich… Puh, die anderen in der Gruppe kippten die 30ml Bierproben nur so weg, so dass wir innerhalb von 15Minuten eigentlich ein komplettes Bier intus hatten. Und ich musste doch noch fahren…
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Also bin ich noch ein wenig durch die Stadt gerannt, bevor ich mich ins Auto setzte und nach Süden fuhr… – unterwegs kam ich an diesen tollen Wandbemalungen vorbei – irre, oder?!!!
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Auf der Suche nach einem netten Strand….
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Dort saß ich dann eine Stunde in der Sonne, um dann nach Norden zu fahren und einen anderen Strand “abzuchecken”.
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Am nächsten Tag (17.05.) war ich voll guten Willens die Stadt zu “erlaufen”, aber die Parkplätze am Hostel waren alle belegt und an der Straße konnte man immer nur zwei Stunden parken. Also fuhr ich doch mit dem Auto los, in der Hoffnung irgendwo kostengünstig parken zu können, aber nach einigem Rumkurven beschloß ich (auch wegen des kalt regnerischen Wetters) in eine Outlet Mall zu fahren… Naja, immerhin ging so der Vormittag rum.
Am Nachmittag wurde das Wetter schlagartig besser und mit einmal Auto Umparken marschierte ich tatsächlich duch die halbe Innenstadt. Sehr nett!
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Uuuund ich frage mich, ob der Künstler aus Dunedin, NZ hier in Perth tätig war oder andersrum, oder was oder wie?
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Alice Springs – Outback Outpost…

…Kleinstadt Flair und Wüstenklima.

Donnerstagabend (12.05.) kam ich also kurz vor Torschluss (das Hostel hat nur bis 19.00h jemanden an der Rezeption zum Check-in) in Alice Springs an. Mein Hostel war leider nur so mäßig – als Höhepunkt Mäuse-Besuch in der letzten Nacht (Ich hoffe jedenfalls, dass es eine Maus und keine Ratte war, die ihre Nase in der Ecke über meinem oberen Etagenbett zeigte… Und vielleicht habe ich in den anderen Nächten nur das Trippeln nicht gehört?).
Egal, spät am nächsten Morgen hatte ich einen Plan für den Tag und marschierte los. Das Wetter war herrlich, wolkenlos blauer Himmel und angenehm warm (auch in der Mittagshitze echt erträglich). Auf einem Walking- und Mountainbike Pfad entlang des Todd River und am Ortsrand ging es zur historischen Telegraph Station, die ich mir aber nicht näher ansah.
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Apropo “River”, das ist eigentlich nur ein trockenes Flussbett, in dem nur nach sehr starken Regenfällen Wasser fließt. Und obwohl es am vorhergehenden Wochenende – zumindest in Ayers Rock – wohl ordentlich geregnet hat, sieht der Fluss so aus…
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Und die Quelle (engl.”springs”) ist gar keine, sondern nur eine Senke in der sich das Wasser nach Regen sammelt… und sieht so aus:
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Von da aus spazierte ich zurück in die “Stadt” zur “School of the Air”, quasi nur die “Übertragungsstation” für die im Outback wohnenden Schüler/innen. Das heißt, dort sitzen die Lehrer vor einem Monitor, und halten ihren Unterricht per Live Chat mit ihren Schülern/innen (die mit dem nötigen Equipment von der Regierung ausgestattet werden). Das war ganz interessant, auch wenn an diesem Freitag (13.05.) kein regulärer Unterricht stattfand, sondern alle Schüler/innen tatsächlich vor Ort waren und am Sporttag teilnahmen.
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Auf dem Rückweg zum Stadtzentrum kam ich am ANZAC Hill vorbei, von dem man einen netten Ausblick über Alice Springs und die McDonalds Ranges hat.
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Nach einem Zwischenstopp im Hostel (Wasser auffüllen und Sonnencreme einpacken) ging es ans andere Ende zu den Royal Flying Doctor Services. Vielleicht hat ja der eine oder andere früher die Serie gesehen (ich nur ganz selten), jedenfalls ist das bis heute noch die schnellste Art die Leute im Outback medizinisch zu versorgen. Spätestens in zwei Stunden kann der Arzt im Notfall vor Ort sein – und in Deutschland diskutieren wir um Minuten… Ansonsten werden Diagnosen per Telefon gestellt und gegebenenfalls Medikamente aus einem jeweils vor Ort bereitgestellten Medikamenten Kit verordnet. Das (teure) Tourist Center hatte aber nur wenig zu bieten, einen netten Film, ein paar alte Radiotransmitter, ein nachgestelltes (modernes!) Innenleben eines Rettungsflugzeugs (IVAC Pumpen und Perfusoren wie im BK – hahaha…) ein paar Bilder und historische Informationen. Aber wieder was gelernt: Alfred Traeger hat den Pedal-Radio-Transmitter erfunden, der eine Kommunikation auch mit den abgelegnenen Cattlestations erst ermöglichte.
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Als ich schließlich aus dem “Museum” raus kam, war es 16.00h und der eine im Hostel hatte gesagt, dass man um diese Zeit gute Chancen hätte auf einem Hügel im Botanischen Garten Kängurus zu sehen. Also bin ich dahin gestapft und den Hügel rauf – wunderbare Aussicht. Ich dachte schon gerade, wie blöd zu glauben, dass man einfach losgehen und Kängurus sehen will, als zwei vor mir auftauchten (und vier weitere am Abhang gegenüber herumhüpften). 😀
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Ich überlegte, ob ich dort bis zum Sonnenuntergang sitzen bleiben sollte, aber da das doch noch eine ganze Weile hin wäre, bin ich erstmal wieder Richtung Haupteinkaufsstraße gelaufen (die ich mir ja auch noch nicht angesehen hatte). Da waren aber die Geschäfte schon geschlossen (sah auch alles nicht so interessant aus) und so lief ich nochmal zum ANZAC Hill, um mir von dort den Sonnenuntergang anzusehen. Ich kam gerade noch rechtzeitig, um mit den 50 anderen Touristen die Sonne hinter den Bergen verschwinden zu sehen… und gegenüber die Nacht in blau heraufkommen…
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Und ganz wüstenmäßig wurde es damit auch ruckzuck kühl und bald kalt, so dass ich mich auf den Weg zum Hotel machte.
Am nächsten Tag (Samstag, 14.05.) steuerte ich als erstes das Reptilienzentrum an, das sehr gut sein sollte. Hm, mag ja sein, dass die eine gute “Auswahl” an Geckos und Schlangen haben, aber die Bedingungen waren für die armen Tiere nicht so toll. Vor allem das arme Salzwasser Krokodil lag in einem ziemlich kleinen Pool und ich nehme an gechlortem Wasser, damit man auch was durch das Unterwasserfenster sehen kann. Ich fand die Schlangen und Geckos und so trotzdem interessant – und habe gelernt, dass im englischen erstmal alles als “Lizard” bezeichnet werden kann und wenn man “schlau” ist, auch die Untergruppen Gecko, Goanna, Skink, Dragon, Monitor auseinanderhalten kann. Ich habe jedenfalls am Vorabend einen “very common, juvenile bearded dragon” in freier Wildbahn gesehen…
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Tja, und dann war ich ein wenig lustlos. Ich hatte eigentlich zum Desertpark gewollt, aber der Eintritt sollte schon 35,-$ kosten und der Transfer dahin auch nochmal 20,-$. Also habe ich uberlegt ein Fahrrad zu mieten, aber auch das war nicht billig und beim Blick auf das Fahrrad im Hostel war mir klar, dass das kein Spass werden wurde. Also habe ich mich nochmal zu Fuss aufgemacht und einen weiteren Mountainbike Pfad abgelaufen. Und man sieht hier ja auch einfach mal so reichlich “exotische” Tierchen…
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Den Rest des Tages habe ich dann im Hostel im Garten gesessen und an meinem Blog geschrieben und die Fotos hochgeladen. Und heute (Sonntag, 15.05.) sitze ich nun im Flieger auf dem Weg nach Perth..