Alice Springs – Outback Outpost…

…Kleinstadt Flair und Wüstenklima.

Donnerstagabend (12.05.) kam ich also kurz vor Torschluss (das Hostel hat nur bis 19.00h jemanden an der Rezeption zum Check-in) in Alice Springs an. Mein Hostel war leider nur so mäßig – als Höhepunkt Mäuse-Besuch in der letzten Nacht (Ich hoffe jedenfalls, dass es eine Maus und keine Ratte war, die ihre Nase in der Ecke über meinem oberen Etagenbett zeigte… Und vielleicht habe ich in den anderen Nächten nur das Trippeln nicht gehört?).
Egal, spät am nächsten Morgen hatte ich einen Plan für den Tag und marschierte los. Das Wetter war herrlich, wolkenlos blauer Himmel und angenehm warm (auch in der Mittagshitze echt erträglich). Auf einem Walking- und Mountainbike Pfad entlang des Todd River und am Ortsrand ging es zur historischen Telegraph Station, die ich mir aber nicht näher ansah.
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Apropo “River”, das ist eigentlich nur ein trockenes Flussbett, in dem nur nach sehr starken Regenfällen Wasser fließt. Und obwohl es am vorhergehenden Wochenende – zumindest in Ayers Rock – wohl ordentlich geregnet hat, sieht der Fluss so aus…
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Und die Quelle (engl.”springs”) ist gar keine, sondern nur eine Senke in der sich das Wasser nach Regen sammelt… und sieht so aus:
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Von da aus spazierte ich zurück in die “Stadt” zur “School of the Air”, quasi nur die “Übertragungsstation” für die im Outback wohnenden Schüler/innen. Das heißt, dort sitzen die Lehrer vor einem Monitor, und halten ihren Unterricht per Live Chat mit ihren Schülern/innen (die mit dem nötigen Equipment von der Regierung ausgestattet werden). Das war ganz interessant, auch wenn an diesem Freitag (13.05.) kein regulärer Unterricht stattfand, sondern alle Schüler/innen tatsächlich vor Ort waren und am Sporttag teilnahmen.
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Auf dem Rückweg zum Stadtzentrum kam ich am ANZAC Hill vorbei, von dem man einen netten Ausblick über Alice Springs und die McDonalds Ranges hat.
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Nach einem Zwischenstopp im Hostel (Wasser auffüllen und Sonnencreme einpacken) ging es ans andere Ende zu den Royal Flying Doctor Services. Vielleicht hat ja der eine oder andere früher die Serie gesehen (ich nur ganz selten), jedenfalls ist das bis heute noch die schnellste Art die Leute im Outback medizinisch zu versorgen. Spätestens in zwei Stunden kann der Arzt im Notfall vor Ort sein – und in Deutschland diskutieren wir um Minuten… Ansonsten werden Diagnosen per Telefon gestellt und gegebenenfalls Medikamente aus einem jeweils vor Ort bereitgestellten Medikamenten Kit verordnet. Das (teure) Tourist Center hatte aber nur wenig zu bieten, einen netten Film, ein paar alte Radiotransmitter, ein nachgestelltes (modernes!) Innenleben eines Rettungsflugzeugs (IVAC Pumpen und Perfusoren wie im BK – hahaha…) ein paar Bilder und historische Informationen. Aber wieder was gelernt: Alfred Traeger hat den Pedal-Radio-Transmitter erfunden, der eine Kommunikation auch mit den abgelegnenen Cattlestations erst ermöglichte.
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Als ich schließlich aus dem “Museum” raus kam, war es 16.00h und der eine im Hostel hatte gesagt, dass man um diese Zeit gute Chancen hätte auf einem Hügel im Botanischen Garten Kängurus zu sehen. Also bin ich dahin gestapft und den Hügel rauf – wunderbare Aussicht. Ich dachte schon gerade, wie blöd zu glauben, dass man einfach losgehen und Kängurus sehen will, als zwei vor mir auftauchten (und vier weitere am Abhang gegenüber herumhüpften). 😀
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Ich überlegte, ob ich dort bis zum Sonnenuntergang sitzen bleiben sollte, aber da das doch noch eine ganze Weile hin wäre, bin ich erstmal wieder Richtung Haupteinkaufsstraße gelaufen (die ich mir ja auch noch nicht angesehen hatte). Da waren aber die Geschäfte schon geschlossen (sah auch alles nicht so interessant aus) und so lief ich nochmal zum ANZAC Hill, um mir von dort den Sonnenuntergang anzusehen. Ich kam gerade noch rechtzeitig, um mit den 50 anderen Touristen die Sonne hinter den Bergen verschwinden zu sehen… und gegenüber die Nacht in blau heraufkommen…
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Und ganz wüstenmäßig wurde es damit auch ruckzuck kühl und bald kalt, so dass ich mich auf den Weg zum Hotel machte.
Am nächsten Tag (Samstag, 14.05.) steuerte ich als erstes das Reptilienzentrum an, das sehr gut sein sollte. Hm, mag ja sein, dass die eine gute “Auswahl” an Geckos und Schlangen haben, aber die Bedingungen waren für die armen Tiere nicht so toll. Vor allem das arme Salzwasser Krokodil lag in einem ziemlich kleinen Pool und ich nehme an gechlortem Wasser, damit man auch was durch das Unterwasserfenster sehen kann. Ich fand die Schlangen und Geckos und so trotzdem interessant – und habe gelernt, dass im englischen erstmal alles als “Lizard” bezeichnet werden kann und wenn man “schlau” ist, auch die Untergruppen Gecko, Goanna, Skink, Dragon, Monitor auseinanderhalten kann. Ich habe jedenfalls am Vorabend einen “very common, juvenile bearded dragon” in freier Wildbahn gesehen…
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Tja, und dann war ich ein wenig lustlos. Ich hatte eigentlich zum Desertpark gewollt, aber der Eintritt sollte schon 35,-$ kosten und der Transfer dahin auch nochmal 20,-$. Also habe ich uberlegt ein Fahrrad zu mieten, aber auch das war nicht billig und beim Blick auf das Fahrrad im Hostel war mir klar, dass das kein Spass werden wurde. Also habe ich mich nochmal zu Fuss aufgemacht und einen weiteren Mountainbike Pfad abgelaufen. Und man sieht hier ja auch einfach mal so reichlich “exotische” Tierchen…
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Den Rest des Tages habe ich dann im Hostel im Garten gesessen und an meinem Blog geschrieben und die Fotos hochgeladen. Und heute (Sonntag, 15.05.) sitze ich nun im Flieger auf dem Weg nach Perth..

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