West Coast – Exmouth and Cape Range…

…lots of marine and wild life!!

Hahaha…erstmal vorweg, meine “fette Möwe” vom Eagles Bluff war doch ein Adler – ein “white bellied sea eagle”…
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Ich habe nämlich eine tolle Internet-Seite gefunden, auf der sämtliche (?) in Australien vorkommenden Tierarten aufgelistet sind; mit Foto, Verbreitungsorten (teilweise Anzahl), Hintergrundinformationen und noch viel mehr. Da bin ich drüber “gestolpert”, als ich am Yardie Creek einen großen Raubvogel gesehen habe und wissen wollte, ob das ein Osprey ist (kein Foto, weil er weg war, bevor ich meine Kamera rausgeprummelt hatte). War es übrigens nicht, sondern einer von vier “Brahminy Kite” in der Gegend :D. Einen Osprey habe ich aber einen Tag später im Bundegi Coastal Park gesehen… und gestern hier in Coral Bay…
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Und der Raubvogel von dem mir am Sandy Cape so ein gutes Foto gelungen ist, heißt übrigens Nankeen Kestrel und den gibt es hier recht häufig…
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Manchmal bin ich übrigens soooo froh, allein unterwegs zu sein. Ich sitze gerade am Strand und neben mir zoffen sich drei junge Deutsche, die mit ‘nem Camper unterwegs sind…holla, die Waldfee!

So, aber jetzt ein bißchen der Reihe nach (ich war in den letzten Tagen ja ein wenig schreibfaul…).
Am Dienstag morgen (24.05.) bin ich von meinem netten Campingplatz “Quobba Station” aufgebrochen, um bis Coral Bay zu fahren. Unterwegs war es ziemlich öde – Wüste ist eben Wüste… Als ich in Coral Bay ankam, war ich nicht sonderlich begeistert. Entlang der “Hauptstraße” war der Caravan Park rappelvoll, ein Wohnwagen dicht neben dem anderen… An der Straße zum Strand viele, viele Leute (naja, für meine bis dahin gehenden Westküstenerlebnisse), teilweise mit Schwimmnudeln oder Gummitierchen. Irgendwie war das so gar nicht nach meinem Geschmack, vor allem von diesem netten, ruhigen, einsamen Campingplatz kommend. Nachdem ich mich kurz im Touristen Center nach Ausflügen (Preisen) erkundigt hatte, beschloss ich nach Exmouth weiter zu fahren. Das waren nochmal gute eineinhalb Stunden Fahrt, vor allem vorbei an reichlich Termitenhügeln…
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Was einem dann so für Fragen durch den Kopf gehen: Wieviele Termiten bauen bzw. leben in so einem Hügel? Wie ist eigentlich das Größenverhältnis zwischen Termite und Termitenhügel im Vergleich zum Menschen und einem Hochhaus? Sind alle Termitenhügel nach derselben Bauweise konstruiert? Oder gibt es regionale, architektonische Unterschiede? Wenn die Termitenkolonie wächst, wird angebaut oder zieht ein Teil der Familie weg? Heißt das, dass die Termitenhügel miteinander in familiärer / freundschaftlicher Beziehung stehen oder bekämpfen sie sich gegenseitig?
Ihr seht, ich weiß mich auf langweiligen Fahrten zu beschäftigen 😂. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen “Termiten” zu googeln, falls also jemand die Antworten auf meine Fragen hat…

In Exmouth angekommen, musste ich feststellen, dass auch dieser Ort anders als erwartet war. Irgendwie kein richtiger Ort, sondern verstreute Häuser, ein paar Caravan / Holiday Parks, eine Marina – aber irgendwie nicht so als “Ort” zusammen. Später habe ich noch das “Shoppingcenter” gefunden – zwei Supermärkte, ein Bäcker, ein paar Tourenanbieter und kleine Shops – ähnlich groß wie die Drispenstedter Ladenzeile…hahaha.
Naja, mein Hostel (Backpacker Room im RAC Holiday Park) war aber recht nett und wir waren nur zu zweit im Vierer-Dorm.
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Wobei meine Zimmergenossin zwar sehr nett war, aber einige störende Macken hatte (nachts möglichst volle Beleuchtung, weil sie sonst Angst hat – das habe ich aber nur eine halbe Nacht toleriert; Aircondition statt frischer Nachtluft; und nächtliche Telefonate – zum Glück auf chinesisch, so dass ich nicht noch durch Gesprächsinhalte genervt war).

Noch gleich am Abend habe ich meine “Whaleshark Snorkeling”-Tour gebucht…
Am nächsten Morgen (25.05.) ging es um 8.00h los; erst mit dem Bus eine gute halbe Stunde zum Jetty (Bootssteg), dann mit kleinem Schlauchboot zum richtigen Boot. Die Crew sehr nett, gut versorgt, aber das wichtigste…. ICH BIN NEBEN WALHAIEN GESCHWOMMEN!!!!
Drei unterschiedliche Exemplare haben wir gesehen, zwei Männchen, ein Weibchen und – diesmal kein Aprilscherz – zwischen 3,5m und 6,0m gross. Beeindruckend!! Und ich hab mich echt immer ziemlich geschickt angestellt und konnte ungehindert von anderen schön nebenher paddeln. Es sollten drei Meter Abstand gehalten werden, aber man hat unter Wasser ja kein Maßband, es kann also auch etwas dichter gewesen sein, jedenfalls echt nah!! Leider habe ich die professionellen Fotos noch nicht bekommen… 😦 Poste dann später welche…
Am Donnerstag (26.05.) wollte ich eigentlich in den Cape Range Nationalpark. Aber beim Frühstück habe ich mich mit einer Frau unterhalten, die meinte es würde sich für einen halben Tag nicht lohnen und man müsste eigentlich über Nacht bleiben. Also bin ich mit dem Auto erstmal die Strände bis dahin abgefahren… Sehr schön!!
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Manches was man dort findet, ist auch traurig – leider nur eine tote Schildkröte…
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Später habe ich auch noch mehrere quicklebendig im Wasser gesehen, aber da war das Fotografieren eigentlich unmöglich, weil sie immer nur ganz kurz den Kopf rausgestreckt haben. Und wenn ich sie mal in einer Welle habe surfen sehen – gleich neben den menschlichen Surfern… – hatte ich die Kamera auch gerade nicht im Anschlag… Aber dafür habe ich wieder viele, schöne Muscheln und Seeigel gefunden. Da das ein Schutzgebiet war, habe ich ganz “political correct” nur Fotos gemacht und alles am Strand liegengelassen – nur um dann quasi zuzusehen, wie ein französische Pärchen meine Fundstücke eiskalt eingesackt hat… grmpf.
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An der Spitze gibt es auch noch einen Leuchtturrm, von dem man einen netten Ausblick über die Peninsula hat.
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Zufällig fand in Exmouth gerade das “Whale Shark Festival” statt und es hatte schon seit Dienstag Veranstaltungen gegeben (Live Musik in Restaurants). Am Donnerstag war dann abends Movie Night und im kleinen Park war eine große Leinwand aufgebaut und sie zeigten den Film “Racing Extinction” (http://racingextinction.com/the-film/). Wirklich sehenswert!!
Am Freitag (27.05.) habe ich mich ganz früh auf den Weg in den Nationalpark gemacht, da ich beschlossen hatte, da doch nicht zu übernachten. Als erstes war ich schön an der Turquoise Bay schnorcheln – viele, viele bunte Fische…
Als nächstes stand Yardie Creek auf dem Programm, wo es eine (laut der Frau vom Vortag) lohnenswerte Bootstour geben sollte. Gab es auch, war aber teuer und nicht das Geld und die Zeit wert, grmpf. Na gut, wir haben ein paar “Black flanked Wallabies” gesehen… (auf den Fotos natürlich kaum zu erkennen). Anschließend bin ich noch den dazugehörigen Gorge Trail abgelaufen und hatte eine tolle, teilweise bessere Aussicht – und da habe ich dann auch den Brahminy Kite (s.o.) gesehen.
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Hinterher war ich nett Schwimmen am Sandy Beach, bevor ich auch noch den Mandu Mandu Gorge Trail gehiked bin. Um mir nicht mit einer weiteren Hikerin ein Rennen zu liefern, bin ich in entgegengesetzter Richtung gestartet – und habe mich dann etwas geärgert, weil ich mich mit dem Mädel sehr gut unterhalten habe, als wir uns in der Mitte trafen.
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Zum Abschluss war ich noch ein weiteres Mal in der Turquoise Bay schnorcheln, bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte – und einen weiteren Raubvogel ablichten konnte. Einer von zwei “Whistling Kite”:
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Ich wollte ja möglichst vor der Dunkelheit wieder in Exmouth sein, um nicht Gefahr zu laufen ein Känguruh zu überfahren, aber beim Leuchtturm habe ich doch noch einen Stopp eingelegt, da es kurz vor Sonnenuntergang war, den man von dort oben wunderbar sehen / erleben können sollte…
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…und siehe Titelbild!!
Samstag (28.05.) fand auf dem Tanjalee Oval dann wieder das Festival statt.
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Es waren reichlich Stände aufgebaut, von Nationalpark Information, über Tourenanbieter, lokale Geschäfte, Futterbuden – und ein Stand von einer Gruppe, die sich um verwaiste Känguruh Babies (deren Mütter von Autos überfahren wurden…) kümmert…. Sooo niedlich!!
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Ich habe beinahe den ganzen Samstag dort verbracht, erst am Spätnachmittag bin ich nochmal los. Eigentlich wollte ich zu irgendeinem Strand zum Schwimmen, aber dann nahm ich doch eine andere Abfahrt und landete im Bundegi Coastal Park. Statt Schwimmen zu gehen, waren wieder Tiere angesagt. Diesmal der Osprey (s.o.) und ein ganzer Haufen “Blue dotted Ray” – und ich hatte meine Kamera nicht dabei…- deswegen leider nur Fotos in Handyqualität.
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Und am Sonntag (29.05.) habe ich mich gaaanz langsam wieder auf den Weg nach Süden gemacht.

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