Letzte Tage in Perth…

…mein letzter Post “on the road”!

Sitze im Flieger von Perth nach Singapur und lasse die letzten Tage – meine wirklich letzten Reisetage – Revue passieren.
Montag (06.06.) bin ich bei wieder regnerischem Wetter von Cervantes Richtung Perth gestartet. Die Straßen, sprich der Highway war ungewohnt “voll”, da sich alle nach einem langen Wochenende wieder auf den Heimweg machten. Langes Wochenende, weil am Montag “Western Australia Day” und damit ein “public holiday” war. Erstaunlicherweise wurde am selben Tag in NZ “Queen’s birthday” gefeiert und ich habe mich gefragt, ob das ein geschickter Australischer Schachzug war…?
Jedenfalls bin ich nach dem Einchecken im Hostel – und einen heftigen Regenschauer abwartend – in die Stadt zum Elizabeth Quay gegangen, wo die Veranstaltungen stattfanden…
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Abends hatte ich das Hostelzimmer ganz für mich allein…
In der Nacht schüttete es, was das Zeug hielt und es war bitterkalt!! Laut Nachrichten aber nichts im Vergleich zu den Regenfällen und Flutkatastrophen in New South Wales und Tasmanien – scheint nicht nur in Europa (Bayern, Paris) spielt das Wetter verrückt…
Dienstag (07.06.) regnete es nur noch leicht, aber insgesamt war das Weter nicht sehr einladend. Da ich bei meinem ersten Perthaufenthalt das World Heritage Prison in Fremantle ausgelassen hatte, beschloss ich das mal an diesem Regentag nachzuholen. Zwei Touren habe ich mitgemacht Die erste war etwas dröge, so dass ich schon überlegt hatte, die andere zu “schwänzen”, aber was soll man sonst bei diesem Wetter machen??. Glücklicherweise war der Tourguide der “Great Escapes” Tour sehr enthusistisch und damit unterhaltsam – und ich froh, doch noch mitgegangen zu sein. Ansonsten würde ich aber niemandem das Gefängnis ans Herz legen; kann man unbeschadet auslassen!!
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Nachdem ich anschließend etwas im Auto gesessen hatte, um zu überlegen, was ich noch machen könnte – klarte das Wetter plötzlich schlagartig auf. Also bin ich kurzerhand zum Kings Park gefahren, einem Botanischen Garten und Park – und hatte eine großartige Aussicht…
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Tatsächlich hielt sich das Wetter und der nächste Morgen (Mittwoch, 08.06.) zeigte sich wolkenlos sonnig. Also nochmal auf in den Kingspark und eine “free tour” mitmachen. Okay, eins habe ich gelernt auf dieser Reise, ein Tourguide ist DER ausschlaggebende Faktor für positive oder negative Eindrücke. Die Tour “Kingspark – past and present” konnte ich nur 10 Minuten ertragen, dann bin ich lieber den Lawwalk Loop abgelaufen. Großartige Aussichten!!
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Ganz faul habe ich gegen Mittag dann ganz lange am Memorial gesessen, die Sonne genossen und andere Besucher beobachtet. Zur Wiedereinstimmung gab’s auch eine Schulklasse…
Tja, der Alltag wird mich ja schneller wieder einholen, als gedacht – erster Arbeitstag 16.06. (Einführungstage für den kommende fünften Jahrgang – soll heißen, ich übernehme ab Sommer eine neue, fünfte Klasse).
Am Nachmittag bin ich dann noch etwas “shoppen” gegangen, da ich unbedingt eine lange Schlafanzughose brauchte, nachdem ich in der vergangenen Nacht bitterlich gefroren hatte.
Und im Hostel gab es abends Movie night – grenzwertiger Film mit Zac Efron und Robert DeNiro (“Crazy Granddad” oder so…).
Und dann war schon Donnerstag (09.06.), mein letzter Tag. Das Wetter war nur so lala, aber ich brach trotzdem auf nochmal die Stadt zu erkunden. In der Touristinfo hatte ich mir einige Flyer mit selfguided walks rausgesucht, aber irgendwie rannte ich doch plan- und etwas lustlos durch die Straßen.
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Zufällig kam ich an der “Perth Mint” vorbei und machte dort die free tour mit. Das war ganz interessant, da mir nicht bewusst war, dass noch heute Leute große Goldklumpen finden ; der weltweit zweitgrößte (existierende?) Klumpen wurde erst 2004 gefunden – aber man weiß nicht genau wo, weil die Finder ihren “patch” nicht verraten wollen (aber irgendwo in der Nähe von Kalgoorlie, WA).Fotos durfte ich leider nicht machen – aber einen Goldbarren anfassen und hochheben (und ich hätte einfach unauffällig mit meinem Handy fotografieren sollen, hätte bestimmt keiner gemerkt…). Und wir konnten zugucken, wie flüssiges Gold zu einem Goldbarren gegossen wurde. Das war schon cool!!
Am Spätnachmittag habe ich mich (nach mehreren Drückeberger Aktionen) endlich daran gemacht meinen Koffer zu packen. Uff, irgendwie war der voller als bei den bisherigen Flügen… Komisch.
Heute morgen (10.06.) klingelte der Wecker elendig früh – 3.20h, denn mein Flug sollte um 6.20h gehen. Auto zur Rentalstation gebracht, die ungeschickter Weise natürlich fast 10km vom Flughafen entfernt war – aber zum Glück gibt es ja Uber…
Und dann habe ich mich furchtbar geärgert, denn bei der Security hat mit der Typ eine fast volle Zahnpastatube abgenommen – und wahrscheinlich hätten sie es im Rucksack nicht mal gesehen….
Und hier jetzt noch lange fällige Whaleshark Fotos (seaesta photography, Ningaloo Discovery):
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West Coast – On my way back south…

…Abschiedsschmerz!

Am Donnerstag (02.06.) war mein Ziel “nur” eine “Cattle Station”, denn ich wollte zwischen meinen “Hinfahrt-Stopps” übernachten und außerdem gab es unterwegs nichts mehr was ich unbedingt sehen wollte – habe aber zufällig einen riesigen “Wedged-tailed Eagle” gesehen…
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…und in der Gegend bieten viele “Stations” als Nebenerwerb einen Campingplatz an – so wie auf der Hinfahrt schon die Quobba Station. Und hier war es auch wieder sehr nett, tolle Bäume, freilaufende Kühe – uuund ich kam gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang an…
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Ich hab meinen Stellplatz direkt am (wieder völlig trockenen) Fluß gewählt und mich dann erstmal umgesehen. Dabei kam ich an dem Camp-Lagerfeuer vorbei, wo zwei Gäste mit der Besitzerin und ihren Kindern und Hunden saßen. Später habe ich mir noch mein eigenes Feuer angemacht (höhö, stolz; und mit Feuerholz im Dunkeln suchen…) und mit meinem Bier den Abend genossen (komisch, konnte das -deutsche- Weizenbier aus der Flasche trinken).
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Nachts konnte man wieder wunderbar die Sterne sehen (leider auch entfernt die Roadtrains auf dem Highway hören), aber es war ganz schön kalt…
Am nächsten Morgen (03.06.) habe ich mir nochmal ein Feuerchen gemacht, um in meiner leeren Bierflasche Kakao für’s Frühstück aufzuwärmen 😉 Ha, cooles Frühstück am Lagerfeuer…
Anschließend ging es weiter nach Kalbarri, da ich dort ja aufgrund von Regen die River Gorges “ausgelassen” hatte. Das wurde nun nachgeholt – super!
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Aber es war dann schon so spät, dass ich den Loop Trail am Rand der Schlucht nicht mehr gehen konnte – naja, morgen vielleicht. Und was soll ich sagen, in der Nacht fing es an zu regnen… Am Morgen (04.06.) habe ich hin und herüberlegt, was ich mache, aber das Festival in Kalbarri war im Regen auch nix. So bin ich los nach Geraldton, das ich eigentlich auf der Rückfahrt hatte auslassen wollen. Dort bin ich dann nur ein wenig durch die Geschäfte geschlendert, bis die um 17.00h schlossen. Eigentlich wollte ich (arme Unwissende) dann noch in den Supermarkt, aber da Feiertagswochenende war (Western Australia Day) hatten die auch schon zu. Also im Hostel was gegessen, in der Lounge mit anderen “Men in Black” geguckt und früh ins Bett gegangen.
Am Sonntag (05.06.) bin ich erstmal zum Sunday Market gegangen und wollte dann bis Perth durchfahren. Aber unterwegs kam die Sonne raus und ich habe einen kurzen Stopp in Leeman am Strand eingelegt. Unterwegs kam ich mir anschließend vor wie in der Lüneburger Heide… die Sträucher sind zwar größer, aber ich glaube ansonsten sind sich die Pflanzen sehr ähnlich…
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In Cervantes habe ich nochmal einen Stopp eingelegt – und weil das Wetter so toll geworden war und ich Cervantes auf der Hinfahrt wetterbedingt ja etwas vernachlässigt hatte, beschloss ich einfach da zu bleiben und Perth einen Tag aufzuschieben…
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Und somit… wieder ein toller Sonnenuntergang!
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West Coast – Coral Bay…

…more wildlife and beaches…

Sun, sun, sun, here we come… (singing).
Hier sitze ich nun in Coral Bay auf einer Sanddüne an Maud’s Landing, überblicke die Bucht oder Buchten (da ich sozusagen auf einer “Nase” sitze) und hoffe, dass die Sonne nochmal durchkommt.
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Aber ich will mich nicht beschweren; es ist warm und die letzten Tage war kaum ein Wölkchen am Himmel zu sehen…
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Am Sonntag (29.05.) bin ich nun also doch noch nach Coral Bay aufgebrochen, da ich noch ein bißchen die Sonne und das warme Wetter genießen wollte, bevor es wieder ins “kalte”, herbstliche Perth geht – dort sind es aktuell wohl nur 10°C…brrrr. Vor allen Dingen aber hatte ich gehört, dass man von hier aus mit Manta Rochen schnorcheln / schwimmen kann. Also habe ich mir gleich für Montag eine solche Tour gebucht. Gleich vorweg:
JAAAA, ICH BIN MIT EINEM MANTA GESCHWOMMEN!! :mrgreen:
Vor der Küste Coral Bays gibt es ein paar “residential Manta Rays”, die sich per “Spotterplane” für gewöhnlich aufspüren lassen und sich von den Touristen im Wasser anscheinend auch nicht vergraulen lassen. Am Montag tauchte aber das Problem auf, dass am Vorabend zwei Fischer mit ihrem Boot vermisst gemeldet wurden und nun alle Flugzeuge auf der Suche danach waren. (Leider wurden sie nicht gefunden, aber man hat Teile bzw Bootausstattung gefunden, so dass man davon ausgeht, dass das Boot gekentert ist und die beiden Männer ertrunken sind…😯).
Wir haben aber glücklicherweise schließlich auch ohne Spotterplane “Whoopie” ausfindig gemacht, quasi eine Berühmtheit unter den Mantas hier… Sie ist wohl sehr gelassen was rumschnorchelnde Touris angeht und hat sich auch durch Verletzungen eines Bootspropellers nicht vertreiben lassen. Im Wasser lief es ähnlich ab wie bei der Whaleshark Tour: wir wurden in Schwimmrichtung vor dem Manta ins Wasser gelassen und mussten nur darauf warten, dass er (bzw. sie) an uns vorbei schwimmt. Und ich hatte wieder das Glück / Geschick und bin direkt über ihr geschwommen, vielleicht zwei drei Meter entfernt. Whoopie hat sicherlich eine Spannweite von 2,5-3,0m und ist sooooo cool!! Da wir uns den Rochen nur in Zehnergruppen ansehen konnten und außerdem mit einem anderen Boot “teilen” mussten, wurden wir immer nach ein paar Minuten wieder aufgelesen und weiter vorne erneut ins Wasser gelassen. Einmal wollte der Fotograf einen “Bellyshot” machen und hat sich quasi vor den Manta in den Sand gelegt, was diesen bewogen hat nach weiter oben zu schwimmen. Da ich direkt darüber war, hätte ich nur meine Hand ausstrecken müssen um seine Flossenspitze berühren zu können…. Die Fotos habe ich aber nicht bestellt, weil er 50,-$ dafür will und das ist mir zu teuer. Da müssen die Gedächtnisfotos herhalten!!
Am Spätnachmittag bin ich dann nochmal an der Küste entlang gelaufen – wunderbare Strände, wunderbar einsam. Und das Meer so türkis…
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Und viel und sehr hübsches Strandgut…
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Kurz vor Maud’s Landing hat es mir so gut gefallen, dass ich gleich am Dienstag (31.05.) nochmal hin bin. Mit Schnorchelausrüstung und Tablet – also vorbereitet für den ganzen Tag. So habe ich neben ein paar Schwimm- und Schnorchelsequenzen auch an meinem Exmouth-Beitrag geschrieben. Und ich habe wieder ein paar kleine “blue spotted rays” gesehen und viele bunte Fische und “Squids” und und und…
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Und da das Wetter im Süden nur wieder kälter ist und ich es hier wirklich schön finde (naja, das Hostel geht so – bis auf die morgendlichen Schwalben…hahaha…
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und der Ort kann mich gar nicht begeistern), habe ich erst um eine und dann noch eine weitere Nacht verlängert (und jetzt das Hostelzimmer sogar wieder für mich alleine. – Oh, fast vergessen, mein persönliches Highlight, als mein Zimmergenosse mich fragte, wo in den Staaten ich denn herkommen würde – hahahaha… Ich freue mich diebisch, dass mein Akzent offensichtlich nicht mehr so eindeutig deutsch ist!! Das hatten schon öfter Leute gesagt, aber bisher hatte ich das immer als freundliches Kompliment abgetan…).
So, und heute (01.06.) bin ich also wieder am Strand entlang bis Maud’s Landing gelaufen – und habe unterwegs diese wunderschöne Wasserschnecke (?) – leider tot – gefunden. Tolle Farbe, oder?!!
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Aber heute ist es ziemlich bedeckt (weshalb ich auch meine Kamera nicht mitgenommen habe) und bisher habe ich mich noch nicht ins Wasser gewagt. Das wird zwar nicht kälter sein als gestern – und ist mit 23/24°C ohnehin sehr angenehm – aber draußen wird einem dann so schnell kalt bei dem Wind.
In der Bucht unmittelbar am Ort wurden gerade Fische gefüttert als ich zurück kam. Sie schwammen den Leuten zwischen den Beinen herum und waren kein bißchen scheu. Voll groß und schön!!
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Und hinterher habe ich wieder viele kleine Rochen gesehen und bin ganz dicht dran gekommen… – aber wie gesagt, alles nur Handy…
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Am Donnerstag (02.06.) habe ich früh ausgecheckt und bin nochmal an den Strand und weil das Wetter wieder super war, mich noch fünf mal ins Wasser gestürzt und geschnorchelt… Sooo schön!!
Aber am frühen Nachmittag ging es nach dem Duschen los – Ziel Wooramel…