Zwischen Einheimischen und Touristen…

Ups and Downs – Ich bin entspannt!

Am Mittwoch, 28.06. musste ich ja erstmal das Auto wieder zurück (nach Blue Bay) bringen. Also nach dem Frühstück (Gurke und Cräcker mit Käse) schön die Küstenstraße wieder nach Süden und pünktlich das Auto abgeliefert.
Danach immer schön am Strand entlang bis Mahébourg.
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Dort gibt es an der Waterfront einen kleinen Basar (montags wohl größerer Markt, aber es war ja Mittwoch…), und ich gönnte mir das erste Mal indisches Streetfood (“pain cari” – eine Art Fladenbrot mit diversen Soßen, angenehm scharf und sehr lecker).
Laut Reiseführer sollte man eine tolle Aussicht vom Kirchturm der Kathedrale haben – wenn man denn das Glück hätte, dass die Tür zum Turm offen ist. “Hm, offen? Mal vorsichtig gegen drücken… Oh, da war Pappe eingeklemmt, damit sie nicht aufschwingt… die ist jetzt runtergefallen und die Tür ist offen… na dann…” Also bin ich mal hochgestapft (wer über Privatgrundstücke geht um einen Sonnenuntergang zu fotografieren, darf auch hier nicht zimperlich sein…). Auf Höhe der Ballustrade (netter Blick in den Innenraum von oben) wird es in der Wendeltreppe duster, der vorhandene Lichtschalter schafft leider keine Abhilfe. “Wozu hat das Handy eine integrierte Taschenlampe?” Ich hab’s tatsächlich bis oben geschafft und wurde mit einer tollen Aussicht belohnt.
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Nachdem ich eine Weile in Mahébourg rumgeschlendert war, fuhr ich mit dem Bus bis “Vallée de Ferney”, wo ich eine Wanderung machen wollte. Der Bus voller Schüler, sehr witzig… Im Valley war ich dann ca. 20min zu spät, da sie gerade niemanden da hatten, der mich zum Startpunkt bringen konnte. Schade. Also weiter mit dem Bus (nochmal über eine Stunde) bis Flacq, dort umsteigen und schließlich nochmal 15min bis Trou d’Eau Douce. Halbe Weltreise! Zur “Belohnung”  gab’s für mich dann ein Eis 😀 und noch einen langen Spaziergang durch’s “Dorf”.
Für den nächsten Tag (29.06.) hatte ich mir die “Ile aux Cerf” vorgenommen, angeblich DIE Badeinsel in Mauritius. Am “Hafen” oder mehr langem Steg hatte ich ein Mini-Häuschen mit dem Hinweisschild “Public Ferry Boat” gesehen und hoffte so, den großen Tourenanbietern auszuweichen und eine günstige(re) Überfahrt zu erstehen. Wie sich hinterher herausstellt, war es ein Anbieter, wie alle anderen, der einfach nur sehr pfiffig ein wahrscheinlich veraltetes Schild für sich genutzt hatte. Egal, auch wenn ich 20,00€ für eine 15minütige Bootsfahrt (zurück ging’s flutbedingt noch wesentlich schneller) nicht billig fand, erstmal ging es mit einem schnittigen Motorboot an den behäbigen Catamaranen vorbei (möchte gar nicht wissen, was die bezahlt haben – worauf manche Leute so Wert legen…). Stutzig wurde ich erst, als mich der Begleiter auf dem Boot mehrfach fragte, wann ich denn zurück fahren wolle. Ich hab das erst gar nicht verstanden, denn ich dachte, eine “öffentliche Fähre” fährt doch bestimmt wenigstens stündlich hin und her. Ob es nun daran liegt, dass Winter ist und ich ja auch auf der Hinfahrt die einzige Kundin war oder der Kerl einfach von meiner mangelnden Entscheidungsfreude genervt war, jedenfalls gab es kein Boot für mich, als ich zurück wollte. Ich wurde dann nachdem ich ca. eine Stunde gewartet hatte um 16.00h (das hatte er mir noch mehrmals mit auf den Weg gegeben “The last boat goes at 4pm”) von dem “Resteboot” (wie ich es nenne) eingesammelt. Da standen nämlich mehrere Leute verschiedener Touranbieter herum, die dann auf zwei Boot aufgeteilt wurden.
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Die Insel war dann nicht ganz, wie ich es mir erhofft hatte – ich und meine Erwartungen… (Augenroll…!!!). Im Reiseführer stand, dass nahe dem Bootsanleger die Wassersportangebote und Restaurants seien, aber schon ein paar Minuten weiter man einsame Buchten mit wunderbar weißen Sandstränden für sich alleine hätte – ohnehin die besten, weißesten Strände von ganz Mauritius. Naja, da ich schon einige Strände abgeklappert hatte, konnte ich dem nicht zustimmen (ja, schöne Strände, aber auch nicht “weißer” oder “feinsandiger” als in Palmar oder im Süden… Ich bin mittlerweile offensichtlich ein richtiger “beach-Snob” – sehr anspruchsvoll!! Hahahah ) und “einsam”, ja okay. Allerdings hatte ich mich genau gegenüber den Parasailing-Pontons niedergelassen. Ich hab den ganzen Tag rumgegammelt und gelesen, denn zu den Schnorchel-Spots kam man nur per Boot – für weitere 20,00€…(da werde ich ja geizig…). Obwohl ich mich morgens eingecremt hatte, war ich am Nachmittag dann doch etwas verbrannt (keine Ahnung, warum ich ausgerechnet an einem Strandtag die Sonnenmilch vergesse).
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Am Abend gab es dann wieder “Streetfood” und ein Guiness (die Bierauswahl ist erwartungsgemäß eingeschränkt).
Für Freitag, 30.06. hatte ich keine großen Pläne, vielleicht ein Fahrrad leihen und ein bißchen rumfahren. Aber erst wollte ich in das Café mit der tollen Aussicht, einen Frühstückskaffee genießen (komisch, seit meinem “Jahr” habe ich immer mal wieder richtig Lust darauf…) und am Blog schreiben. Gute Entscheidung, denn während ich da sitze (mit grauenhafter!! französischer Musik) wird es windig und der ursprünglich wolkenlose Himmel bezieht sich und es fängt an zu regnen. In den letzten Nächten hatte es auch schon geregnet, aber zum Glück ist es anschließend ja immer wieder schön und weiterhin angenehm warm (und nicht zu heiß).
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Am Nachmittag habe ich mir also eins der “kostenfreien Fahhrräder” vom Hotel geliehen und bin bis zum nächsten Ort gefahren (5km). Jaaaa, ich hab nichts Tolles erwartet, Mauritius, billiges Hotel, LEIHfahrrad…, trotzdem… Mit durchrutschender Kette, die auch mindestens 5x rausgesprungen ist und kaum vorhandenen Bremsen habe ich hin und zurück fast zwei Stunden gebraucht…so kriegt man den Tag auch rum. In Bel Air habe ich mir deshalb mal wieder eine Trink-Kokosnuss gegönnt und zusätzlich schenkte mir ein netter mauritischer Kunde noch eine Portion, abgefüllt in einer alten Spriteflasche. Ich hab’s erstmal dankend angenommen, weggepackt und überlegt, ob ich das aus DER Flasche überhaupt trinken will/kann. Doch, geht! 😉 
Zurück in Trou d’Eau Douce gab’s zur Belohnung für die anstrengende Fahrt ‘ne Tüte Streetfood (forget low carb und fettarm – hahaha…).
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Ach ja, und unterwegs fiel mir mit einem Mal ein Nest vor die Füße… Im Baum hatte sich eine ganze Kolonie von gelben Vögeln niedergelassen… (Gelbe Dorfweber).
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Später bin ich nochmal zum Strand, bis zuviel Wolken aufzogen und es sehr nach Regen aussah. Dann noch rumgebummelt und schließlich noch vor meinem Zimmer sitzend gelesen…- und diesen Blogbeitrag fertig gestellt.

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