Zwischen Einheimischen und Touristen…

Ups and Downs – Ich bin entspannt!

Am Mittwoch, 28.06. musste ich ja erstmal das Auto wieder zurück (nach Blue Bay) bringen. Also nach dem Frühstück (Gurke und Cräcker mit Käse) schön die Küstenstraße wieder nach Süden und pünktlich das Auto abgeliefert.
Danach immer schön am Strand entlang bis Mahébourg.
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Dort gibt es an der Waterfront einen kleinen Basar (montags wohl größerer Markt, aber es war ja Mittwoch…), und ich gönnte mir das erste Mal indisches Streetfood (“pain cari” – eine Art Fladenbrot mit diversen Soßen, angenehm scharf und sehr lecker).
Laut Reiseführer sollte man eine tolle Aussicht vom Kirchturm der Kathedrale haben – wenn man denn das Glück hätte, dass die Tür zum Turm offen ist. “Hm, offen? Mal vorsichtig gegen drücken… Oh, da war Pappe eingeklemmt, damit sie nicht aufschwingt… die ist jetzt runtergefallen und die Tür ist offen… na dann…” Also bin ich mal hochgestapft (wer über Privatgrundstücke geht um einen Sonnenuntergang zu fotografieren, darf auch hier nicht zimperlich sein…). Auf Höhe der Ballustrade (netter Blick in den Innenraum von oben) wird es in der Wendeltreppe duster, der vorhandene Lichtschalter schafft leider keine Abhilfe. “Wozu hat das Handy eine integrierte Taschenlampe?” Ich hab’s tatsächlich bis oben geschafft und wurde mit einer tollen Aussicht belohnt.
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Nachdem ich eine Weile in Mahébourg rumgeschlendert war, fuhr ich mit dem Bus bis “Vallée de Ferney”, wo ich eine Wanderung machen wollte. Der Bus voller Schüler, sehr witzig… Im Valley war ich dann ca. 20min zu spät, da sie gerade niemanden da hatten, der mich zum Startpunkt bringen konnte. Schade. Also weiter mit dem Bus (nochmal über eine Stunde) bis Flacq, dort umsteigen und schließlich nochmal 15min bis Trou d’Eau Douce. Halbe Weltreise! Zur “Belohnung”  gab’s für mich dann ein Eis 😀 und noch einen langen Spaziergang durch’s “Dorf”.
Für den nächsten Tag (29.06.) hatte ich mir die “Ile aux Cerf” vorgenommen, angeblich DIE Badeinsel in Mauritius. Am “Hafen” oder mehr langem Steg hatte ich ein Mini-Häuschen mit dem Hinweisschild “Public Ferry Boat” gesehen und hoffte so, den großen Tourenanbietern auszuweichen und eine günstige(re) Überfahrt zu erstehen. Wie sich hinterher herausstellt, war es ein Anbieter, wie alle anderen, der einfach nur sehr pfiffig ein wahrscheinlich veraltetes Schild für sich genutzt hatte. Egal, auch wenn ich 20,00€ für eine 15minütige Bootsfahrt (zurück ging’s flutbedingt noch wesentlich schneller) nicht billig fand, erstmal ging es mit einem schnittigen Motorboot an den behäbigen Catamaranen vorbei (möchte gar nicht wissen, was die bezahlt haben – worauf manche Leute so Wert legen…). Stutzig wurde ich erst, als mich der Begleiter auf dem Boot mehrfach fragte, wann ich denn zurück fahren wolle. Ich hab das erst gar nicht verstanden, denn ich dachte, eine “öffentliche Fähre” fährt doch bestimmt wenigstens stündlich hin und her. Ob es nun daran liegt, dass Winter ist und ich ja auch auf der Hinfahrt die einzige Kundin war oder der Kerl einfach von meiner mangelnden Entscheidungsfreude genervt war, jedenfalls gab es kein Boot für mich, als ich zurück wollte. Ich wurde dann nachdem ich ca. eine Stunde gewartet hatte um 16.00h (das hatte er mir noch mehrmals mit auf den Weg gegeben “The last boat goes at 4pm”) von dem “Resteboot” (wie ich es nenne) eingesammelt. Da standen nämlich mehrere Leute verschiedener Touranbieter herum, die dann auf zwei Boot aufgeteilt wurden.
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Die Insel war dann nicht ganz, wie ich es mir erhofft hatte – ich und meine Erwartungen… (Augenroll…!!!). Im Reiseführer stand, dass nahe dem Bootsanleger die Wassersportangebote und Restaurants seien, aber schon ein paar Minuten weiter man einsame Buchten mit wunderbar weißen Sandstränden für sich alleine hätte – ohnehin die besten, weißesten Strände von ganz Mauritius. Naja, da ich schon einige Strände abgeklappert hatte, konnte ich dem nicht zustimmen (ja, schöne Strände, aber auch nicht “weißer” oder “feinsandiger” als in Palmar oder im Süden… Ich bin mittlerweile offensichtlich ein richtiger “beach-Snob” – sehr anspruchsvoll!! Hahahah ) und “einsam”, ja okay. Allerdings hatte ich mich genau gegenüber den Parasailing-Pontons niedergelassen. Ich hab den ganzen Tag rumgegammelt und gelesen, denn zu den Schnorchel-Spots kam man nur per Boot – für weitere 20,00€…(da werde ich ja geizig…). Obwohl ich mich morgens eingecremt hatte, war ich am Nachmittag dann doch etwas verbrannt (keine Ahnung, warum ich ausgerechnet an einem Strandtag die Sonnenmilch vergesse).
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Am Abend gab es dann wieder “Streetfood” und ein Guiness (die Bierauswahl ist erwartungsgemäß eingeschränkt).
Für Freitag, 30.06. hatte ich keine großen Pläne, vielleicht ein Fahrrad leihen und ein bißchen rumfahren. Aber erst wollte ich in das Café mit der tollen Aussicht, einen Frühstückskaffee genießen (komisch, seit meinem “Jahr” habe ich immer mal wieder richtig Lust darauf…) und am Blog schreiben. Gute Entscheidung, denn während ich da sitze (mit grauenhafter!! französischer Musik) wird es windig und der ursprünglich wolkenlose Himmel bezieht sich und es fängt an zu regnen. In den letzten Nächten hatte es auch schon geregnet, aber zum Glück ist es anschließend ja immer wieder schön und weiterhin angenehm warm (und nicht zu heiß).
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Am Nachmittag habe ich mir also eins der “kostenfreien Fahhrräder” vom Hotel geliehen und bin bis zum nächsten Ort gefahren (5km). Jaaaa, ich hab nichts Tolles erwartet, Mauritius, billiges Hotel, LEIHfahrrad…, trotzdem… Mit durchrutschender Kette, die auch mindestens 5x rausgesprungen ist und kaum vorhandenen Bremsen habe ich hin und zurück fast zwei Stunden gebraucht…so kriegt man den Tag auch rum. In Bel Air habe ich mir deshalb mal wieder eine Trink-Kokosnuss gegönnt und zusätzlich schenkte mir ein netter mauritischer Kunde noch eine Portion, abgefüllt in einer alten Spriteflasche. Ich hab’s erstmal dankend angenommen, weggepackt und überlegt, ob ich das aus DER Flasche überhaupt trinken will/kann. Doch, geht! 😉 
Zurück in Trou d’Eau Douce gab’s zur Belohnung für die anstrengende Fahrt ‘ne Tüte Streetfood (forget low carb und fettarm – hahaha…).
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Ach ja, und unterwegs fiel mir mit einem Mal ein Nest vor die Füße… Im Baum hatte sich eine ganze Kolonie von gelben Vögeln niedergelassen… (Gelbe Dorfweber).
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Später bin ich nochmal zum Strand, bis zuviel Wolken aufzogen und es sehr nach Regen aussah. Dann noch rumgebummelt und schließlich noch vor meinem Zimmer sitzend gelesen…- und diesen Blogbeitrag fertig gestellt.

On the road again – short term

Urlaub auf Mauritius

So, liebe Leute, der Blog heißt ja nicht “utes Jahr unterwegs”, sondern “ute will Sonne” – und so habe ich mich mal wieder auf den Weg gemacht um “neue Welten und unbekannte Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat” zu erkunden. Ach nee, das war was anderes… Aber tatsächlich bin ich wieder auf Reisen, auch wenn in Deutschland ebenfalls gerade die Sonne scheint (vom mega Gewitter am Mittwoch mal abgesehn).
Das Gewitter ist nun aber gar nicht schuld daran, dass ich meine Reise nach Mauritius einen Tag später (also erst am 23.06.) angetreten habe. Das war allerdings mein erster Gedanke, als ich auf dem Weg zum Flughafen am völlig überfüllten und chaotischen hannoverschen Hauptbahnhof die SMS erhielt, dass mein Flug nach Paris gestrichen sei. Nein, die Erklärung, die der arme Flughafenangestellte uns überbringen musste, war “Crew rest – no crew”. Also ging es wieder zurück nach Hause, denn ich wurde auf einen Flug über Istanbul am Freitag umgebucht. Ich hab’s einigermaßen gelassen hingenommen, auch wenn acht (8!!) Stunden Aufenthalt in Istanbul keine schöne Aussicht war.
Der Istanbuler Flughafen ist ganz schön riesig und bis ich, unentschlossen und bummelnd, schließlich in der Altstadt war hat etwas gedauert. Hat aber Lust auf mehr gemacht – also wieder was Neues auf meiner “to-do-Reise-Liste”…
Da der Flug Istanbul – Mauritius ein Nachtflug war, verging die Zeit recht schnell – mittlerweile bin ich ja ein unkomplizierter Sitzschläfer… Ankunft in Mauritius dann also Samstag, 24.06….
Mauritius
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Per Taxi ging es zu meiner ersten Unterkunft, einem AirBnB-Zimmer in New Grove. Das ist nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt und eindeutig kein Touristenziel, sondern eine reine Wohngegend. Für meinen Geschmack genau das richtige.
Nach kurzem Einrichten bin ich gleich zu Fuß losgetrabt, um mir eine Telefonkarte zu besorgen und nach einer Möglichkeit zu sehen einen “Scooter” auszuleihen. Nach ca. einer Stunde (?) Fußmarsch (und zweimal indischen Süßigkeiten von Straßenständen) wurde ich in einer Mall am anderen Ende von Rose Belle zumindest sim-Karten-mäßig fündig. Dazu gab’s auch noch einen Supermarkt, so dass ich recht zufrieden den Rückweg antrat.
Aufgrund starker Kopfschmerzen (und deutlicher Übermüdung) habe ich nur noch ein bißchen Mails gecheckt und bin dann beim Lesen im Bett eingeschlafen (noch VOR 20.00h).
Trotz früher Nachtruhe habe ich am Sonntag bis ca. 7.00h geschlafen und bin auch erst um 8.00h aus dem Bett gekommen – ach was soll’s – Ferien!! Der Plan für Sonntag war mit dem Bus etwas nördlich zu fahren und eine Wanderung (Domaine LaGrave) zu machen. Meine Gastgeber meinten, da käme ich mit dem Bus nicht hin, boten aber netterweise an mich nach Mahébourg zu fahren, um dort einen Scooter zu mieten. Leider waren die Preise dann nicht wie im Internet angegeben und im Endeffekt genauso teuer wie ein Auto. Also habe ich einen Wagen gemietet – gleich für drei Tage, damit ich es beim “Umzug” zur nächsten Unterkunft nutzen kann und das bequemer wird, als mit dem Bus.
Während ich in Blue Bay auf das Auto wartete (das musste erst noch geputzt werden) schaute ich Kindern bei ihrem Schwimmkurs zu. Alle schön mit Badekappe und Schwimmbrille (beim Salzwasser ja sinnvoll) auf der Stirn… total süß!
Blue Bay – Swimming lessons
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Außerdem erstand ich gleich die erste Cocosnuss zum Trinken – die aber schon ziemlich reif war, also gerade mal drei Schlucke Milch/Wasser hatte. Dafür konnte ich später noch ordentlich das Cocosnussfleisch rauspulen…
Mit dem Auto unterwegs änderte ich dann komplett meine Pläne, teilweise nach dem Prinzip “Oh, Ausfahrt verpasst, naja, dann gucke ich mir erst… an und fahre anschließend nach …”. So habe ich die Südküste abgefahren, Wasserfälle besucht, die ersten netten Strände gefunden, tolle Aussichten gehabt und einfach den Tag genossen.
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Abends bin ich nochmal zur Mall und habe mir ganz profan eine Pizza gegönnt 😀
In meinem Zimmerchen noch etwas gelesen und “rumgesurft” und wieder ziemlich früh ins Bett…
Montag, der 26.06. war ein Feiertag – Eid Mubarak – Ende des Ramadan. Aber ich musste mich ja ohnehin auf den Weg nach Trou d’Eau Douce zu meiner nächsten Unterkunft machen. Immer an der Küste entlang bekam ich viel von der Landschaft und Gegend zu sehen. Kurz vorm Ziel kaufte ich in einem Supermarkt in Bel Air noch ein bißchen ein. Warum auch immer der Laden auf hatte, die ganze Gegend schien sich dort für den Feiertag einzudecken (und den Einkäufen nach zu urteilen überhaupt auch so mit allem…).
In meinem Hotel war mein Zimmer noch nicht fertig geputzt und ich wurde nochmal für drei Stunden (bis 14.00h) weggeschickt (später dann nochmal für eine halbe Stunde…). Also habe ich den kleinen Küstenort erkundet und gleich ein tolles Café/Restaurant mit großartiger Aussicht entdeckt.
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Nebenbei mit einer südafrikanischen Familie geschnackt, die gerade nach Mauritius gezogen sind. Von der Restaurantterrasse aus konnte man auf eine hübsche kleine Badebucht gucken, die ich dann erstmal inspizierte. Dort ging ich auch am Nachmittag – nach der weiteren “Ortsbegehung” und endlichen Zimmerübernahme – ein wenig Schwimmen. Da es aber nun Winter ist, die Sonne früh untergeht (um 18.00h ist es dunkel) und es im Schatten doch recht kühl ist, war ich wieder erstaunlich früh im Hotel. Naja, mit Duschen und Lesen und Bilder angucken usw. ging der Abend auch rum und ich war nicht sooo früh im Bett (es gibt zwar einen Fernseher, aber darauf habe ich derzeit gar keine Lust).
Dienstag, 27.06. – ich muss ja noch ein bißchen das Auto nutzen. Mein Reiseführer schlägt eine Route durch die Berge vor, der ich auch folge, aber die mich nicht so vom Hocker reisst. Ja, schöne Landschaft, keine Frage, aber das hätte ich auch ohne Reiseführer gefunden… Die Kleinstadt “Centre de Flaque” ist ganz quirlig, voller Leben (bis auf die niegelnagelneue, marmor-geflieste Mall, in der die Geschäfte noch leer sind), aber so richtig nach Shoppen ist mir nicht zumute (indische Leckereien müssen sein – haha, falls ihr euch hinterher fragt, warum ich so kugelrund zurück komme…).
Auf dem Rückweg stoppe ich immer wieder an Stränden und setze mich in die Sonne oder wage mich ins Wasser. Das Wasser ist nicht kalt, aber der Wind, der trotz Sonnenschein an der Küste weht lässt einen – am Nachmittag – im nassen Badeanzug doch frösteln (ohje, ich werde alt!!!). Ist halt Winter – auch wenn die Blütenpracht das nicht vermuten lässt (die geringe Obstauswahl  -Äpfel und Orangen- leider schon).
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Und nun sitze ich wieder vor meinem Zimmer (zum Glück gibt’s einen Stuhl – das haben nicht alle) und versuche wieder meinen Blog zu beleben…

Letzte Tage in Perth…

…mein letzter Post “on the road”!

Sitze im Flieger von Perth nach Singapur und lasse die letzten Tage – meine wirklich letzten Reisetage – Revue passieren.
Montag (06.06.) bin ich bei wieder regnerischem Wetter von Cervantes Richtung Perth gestartet. Die Straßen, sprich der Highway war ungewohnt “voll”, da sich alle nach einem langen Wochenende wieder auf den Heimweg machten. Langes Wochenende, weil am Montag “Western Australia Day” und damit ein “public holiday” war. Erstaunlicherweise wurde am selben Tag in NZ “Queen’s birthday” gefeiert und ich habe mich gefragt, ob das ein geschickter Australischer Schachzug war…?
Jedenfalls bin ich nach dem Einchecken im Hostel – und einen heftigen Regenschauer abwartend – in die Stadt zum Elizabeth Quay gegangen, wo die Veranstaltungen stattfanden…
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Abends hatte ich das Hostelzimmer ganz für mich allein…
In der Nacht schüttete es, was das Zeug hielt und es war bitterkalt!! Laut Nachrichten aber nichts im Vergleich zu den Regenfällen und Flutkatastrophen in New South Wales und Tasmanien – scheint nicht nur in Europa (Bayern, Paris) spielt das Wetter verrückt…
Dienstag (07.06.) regnete es nur noch leicht, aber insgesamt war das Weter nicht sehr einladend. Da ich bei meinem ersten Perthaufenthalt das World Heritage Prison in Fremantle ausgelassen hatte, beschloss ich das mal an diesem Regentag nachzuholen. Zwei Touren habe ich mitgemacht Die erste war etwas dröge, so dass ich schon überlegt hatte, die andere zu “schwänzen”, aber was soll man sonst bei diesem Wetter machen??. Glücklicherweise war der Tourguide der “Great Escapes” Tour sehr enthusistisch und damit unterhaltsam – und ich froh, doch noch mitgegangen zu sein. Ansonsten würde ich aber niemandem das Gefängnis ans Herz legen; kann man unbeschadet auslassen!!
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Nachdem ich anschließend etwas im Auto gesessen hatte, um zu überlegen, was ich noch machen könnte – klarte das Wetter plötzlich schlagartig auf. Also bin ich kurzerhand zum Kings Park gefahren, einem Botanischen Garten und Park – und hatte eine großartige Aussicht…
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Tatsächlich hielt sich das Wetter und der nächste Morgen (Mittwoch, 08.06.) zeigte sich wolkenlos sonnig. Also nochmal auf in den Kingspark und eine “free tour” mitmachen. Okay, eins habe ich gelernt auf dieser Reise, ein Tourguide ist DER ausschlaggebende Faktor für positive oder negative Eindrücke. Die Tour “Kingspark – past and present” konnte ich nur 10 Minuten ertragen, dann bin ich lieber den Lawwalk Loop abgelaufen. Großartige Aussichten!!
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Ganz faul habe ich gegen Mittag dann ganz lange am Memorial gesessen, die Sonne genossen und andere Besucher beobachtet. Zur Wiedereinstimmung gab’s auch eine Schulklasse…
Tja, der Alltag wird mich ja schneller wieder einholen, als gedacht – erster Arbeitstag 16.06. (Einführungstage für den kommende fünften Jahrgang – soll heißen, ich übernehme ab Sommer eine neue, fünfte Klasse).
Am Nachmittag bin ich dann noch etwas “shoppen” gegangen, da ich unbedingt eine lange Schlafanzughose brauchte, nachdem ich in der vergangenen Nacht bitterlich gefroren hatte.
Und im Hostel gab es abends Movie night – grenzwertiger Film mit Zac Efron und Robert DeNiro (“Crazy Granddad” oder so…).
Und dann war schon Donnerstag (09.06.), mein letzter Tag. Das Wetter war nur so lala, aber ich brach trotzdem auf nochmal die Stadt zu erkunden. In der Touristinfo hatte ich mir einige Flyer mit selfguided walks rausgesucht, aber irgendwie rannte ich doch plan- und etwas lustlos durch die Straßen.
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Zufällig kam ich an der “Perth Mint” vorbei und machte dort die free tour mit. Das war ganz interessant, da mir nicht bewusst war, dass noch heute Leute große Goldklumpen finden ; der weltweit zweitgrößte (existierende?) Klumpen wurde erst 2004 gefunden – aber man weiß nicht genau wo, weil die Finder ihren “patch” nicht verraten wollen (aber irgendwo in der Nähe von Kalgoorlie, WA).Fotos durfte ich leider nicht machen – aber einen Goldbarren anfassen und hochheben (und ich hätte einfach unauffällig mit meinem Handy fotografieren sollen, hätte bestimmt keiner gemerkt…). Und wir konnten zugucken, wie flüssiges Gold zu einem Goldbarren gegossen wurde. Das war schon cool!!
Am Spätnachmittag habe ich mich (nach mehreren Drückeberger Aktionen) endlich daran gemacht meinen Koffer zu packen. Uff, irgendwie war der voller als bei den bisherigen Flügen… Komisch.
Heute morgen (10.06.) klingelte der Wecker elendig früh – 3.20h, denn mein Flug sollte um 6.20h gehen. Auto zur Rentalstation gebracht, die ungeschickter Weise natürlich fast 10km vom Flughafen entfernt war – aber zum Glück gibt es ja Uber…
Und dann habe ich mich furchtbar geärgert, denn bei der Security hat mit der Typ eine fast volle Zahnpastatube abgenommen – und wahrscheinlich hätten sie es im Rucksack nicht mal gesehen….
Und hier jetzt noch lange fällige Whaleshark Fotos (seaesta photography, Ningaloo Discovery):
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West Coast – On my way back south…

…Abschiedsschmerz!

Am Donnerstag (02.06.) war mein Ziel “nur” eine “Cattle Station”, denn ich wollte zwischen meinen “Hinfahrt-Stopps” übernachten und außerdem gab es unterwegs nichts mehr was ich unbedingt sehen wollte – habe aber zufällig einen riesigen “Wedged-tailed Eagle” gesehen…
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…und in der Gegend bieten viele “Stations” als Nebenerwerb einen Campingplatz an – so wie auf der Hinfahrt schon die Quobba Station. Und hier war es auch wieder sehr nett, tolle Bäume, freilaufende Kühe – uuund ich kam gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang an…
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Ich hab meinen Stellplatz direkt am (wieder völlig trockenen) Fluß gewählt und mich dann erstmal umgesehen. Dabei kam ich an dem Camp-Lagerfeuer vorbei, wo zwei Gäste mit der Besitzerin und ihren Kindern und Hunden saßen. Später habe ich mir noch mein eigenes Feuer angemacht (höhö, stolz; und mit Feuerholz im Dunkeln suchen…) und mit meinem Bier den Abend genossen (komisch, konnte das -deutsche- Weizenbier aus der Flasche trinken).
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Nachts konnte man wieder wunderbar die Sterne sehen (leider auch entfernt die Roadtrains auf dem Highway hören), aber es war ganz schön kalt…
Am nächsten Morgen (03.06.) habe ich mir nochmal ein Feuerchen gemacht, um in meiner leeren Bierflasche Kakao für’s Frühstück aufzuwärmen 😉 Ha, cooles Frühstück am Lagerfeuer…
Anschließend ging es weiter nach Kalbarri, da ich dort ja aufgrund von Regen die River Gorges “ausgelassen” hatte. Das wurde nun nachgeholt – super!
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Aber es war dann schon so spät, dass ich den Loop Trail am Rand der Schlucht nicht mehr gehen konnte – naja, morgen vielleicht. Und was soll ich sagen, in der Nacht fing es an zu regnen… Am Morgen (04.06.) habe ich hin und herüberlegt, was ich mache, aber das Festival in Kalbarri war im Regen auch nix. So bin ich los nach Geraldton, das ich eigentlich auf der Rückfahrt hatte auslassen wollen. Dort bin ich dann nur ein wenig durch die Geschäfte geschlendert, bis die um 17.00h schlossen. Eigentlich wollte ich (arme Unwissende) dann noch in den Supermarkt, aber da Feiertagswochenende war (Western Australia Day) hatten die auch schon zu. Also im Hostel was gegessen, in der Lounge mit anderen “Men in Black” geguckt und früh ins Bett gegangen.
Am Sonntag (05.06.) bin ich erstmal zum Sunday Market gegangen und wollte dann bis Perth durchfahren. Aber unterwegs kam die Sonne raus und ich habe einen kurzen Stopp in Leeman am Strand eingelegt. Unterwegs kam ich mir anschließend vor wie in der Lüneburger Heide… die Sträucher sind zwar größer, aber ich glaube ansonsten sind sich die Pflanzen sehr ähnlich…
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In Cervantes habe ich nochmal einen Stopp eingelegt – und weil das Wetter so toll geworden war und ich Cervantes auf der Hinfahrt wetterbedingt ja etwas vernachlässigt hatte, beschloss ich einfach da zu bleiben und Perth einen Tag aufzuschieben…
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Und somit… wieder ein toller Sonnenuntergang!
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West Coast – Coral Bay…

…more wildlife and beaches…

Sun, sun, sun, here we come… (singing).
Hier sitze ich nun in Coral Bay auf einer Sanddüne an Maud’s Landing, überblicke die Bucht oder Buchten (da ich sozusagen auf einer “Nase” sitze) und hoffe, dass die Sonne nochmal durchkommt.
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Aber ich will mich nicht beschweren; es ist warm und die letzten Tage war kaum ein Wölkchen am Himmel zu sehen…
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Am Sonntag (29.05.) bin ich nun also doch noch nach Coral Bay aufgebrochen, da ich noch ein bißchen die Sonne und das warme Wetter genießen wollte, bevor es wieder ins “kalte”, herbstliche Perth geht – dort sind es aktuell wohl nur 10°C…brrrr. Vor allen Dingen aber hatte ich gehört, dass man von hier aus mit Manta Rochen schnorcheln / schwimmen kann. Also habe ich mir gleich für Montag eine solche Tour gebucht. Gleich vorweg:
JAAAA, ICH BIN MIT EINEM MANTA GESCHWOMMEN!! :mrgreen:
Vor der Küste Coral Bays gibt es ein paar “residential Manta Rays”, die sich per “Spotterplane” für gewöhnlich aufspüren lassen und sich von den Touristen im Wasser anscheinend auch nicht vergraulen lassen. Am Montag tauchte aber das Problem auf, dass am Vorabend zwei Fischer mit ihrem Boot vermisst gemeldet wurden und nun alle Flugzeuge auf der Suche danach waren. (Leider wurden sie nicht gefunden, aber man hat Teile bzw Bootausstattung gefunden, so dass man davon ausgeht, dass das Boot gekentert ist und die beiden Männer ertrunken sind…😯).
Wir haben aber glücklicherweise schließlich auch ohne Spotterplane “Whoopie” ausfindig gemacht, quasi eine Berühmtheit unter den Mantas hier… Sie ist wohl sehr gelassen was rumschnorchelnde Touris angeht und hat sich auch durch Verletzungen eines Bootspropellers nicht vertreiben lassen. Im Wasser lief es ähnlich ab wie bei der Whaleshark Tour: wir wurden in Schwimmrichtung vor dem Manta ins Wasser gelassen und mussten nur darauf warten, dass er (bzw. sie) an uns vorbei schwimmt. Und ich hatte wieder das Glück / Geschick und bin direkt über ihr geschwommen, vielleicht zwei drei Meter entfernt. Whoopie hat sicherlich eine Spannweite von 2,5-3,0m und ist sooooo cool!! Da wir uns den Rochen nur in Zehnergruppen ansehen konnten und außerdem mit einem anderen Boot “teilen” mussten, wurden wir immer nach ein paar Minuten wieder aufgelesen und weiter vorne erneut ins Wasser gelassen. Einmal wollte der Fotograf einen “Bellyshot” machen und hat sich quasi vor den Manta in den Sand gelegt, was diesen bewogen hat nach weiter oben zu schwimmen. Da ich direkt darüber war, hätte ich nur meine Hand ausstrecken müssen um seine Flossenspitze berühren zu können…. Die Fotos habe ich aber nicht bestellt, weil er 50,-$ dafür will und das ist mir zu teuer. Da müssen die Gedächtnisfotos herhalten!!
Am Spätnachmittag bin ich dann nochmal an der Küste entlang gelaufen – wunderbare Strände, wunderbar einsam. Und das Meer so türkis…
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Und viel und sehr hübsches Strandgut…
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Kurz vor Maud’s Landing hat es mir so gut gefallen, dass ich gleich am Dienstag (31.05.) nochmal hin bin. Mit Schnorchelausrüstung und Tablet – also vorbereitet für den ganzen Tag. So habe ich neben ein paar Schwimm- und Schnorchelsequenzen auch an meinem Exmouth-Beitrag geschrieben. Und ich habe wieder ein paar kleine “blue spotted rays” gesehen und viele bunte Fische und “Squids” und und und…
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Und da das Wetter im Süden nur wieder kälter ist und ich es hier wirklich schön finde (naja, das Hostel geht so – bis auf die morgendlichen Schwalben…hahaha…
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und der Ort kann mich gar nicht begeistern), habe ich erst um eine und dann noch eine weitere Nacht verlängert (und jetzt das Hostelzimmer sogar wieder für mich alleine. – Oh, fast vergessen, mein persönliches Highlight, als mein Zimmergenosse mich fragte, wo in den Staaten ich denn herkommen würde – hahahaha… Ich freue mich diebisch, dass mein Akzent offensichtlich nicht mehr so eindeutig deutsch ist!! Das hatten schon öfter Leute gesagt, aber bisher hatte ich das immer als freundliches Kompliment abgetan…).
So, und heute (01.06.) bin ich also wieder am Strand entlang bis Maud’s Landing gelaufen – und habe unterwegs diese wunderschöne Wasserschnecke (?) – leider tot – gefunden. Tolle Farbe, oder?!!
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Aber heute ist es ziemlich bedeckt (weshalb ich auch meine Kamera nicht mitgenommen habe) und bisher habe ich mich noch nicht ins Wasser gewagt. Das wird zwar nicht kälter sein als gestern – und ist mit 23/24°C ohnehin sehr angenehm – aber draußen wird einem dann so schnell kalt bei dem Wind.
In der Bucht unmittelbar am Ort wurden gerade Fische gefüttert als ich zurück kam. Sie schwammen den Leuten zwischen den Beinen herum und waren kein bißchen scheu. Voll groß und schön!!
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Und hinterher habe ich wieder viele kleine Rochen gesehen und bin ganz dicht dran gekommen… – aber wie gesagt, alles nur Handy…
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Am Donnerstag (02.06.) habe ich früh ausgecheckt und bin nochmal an den Strand und weil das Wetter wieder super war, mich noch fünf mal ins Wasser gestürzt und geschnorchelt… Sooo schön!!
Aber am frühen Nachmittag ging es nach dem Duschen los – Ziel Wooramel…

West Coast – Exmouth and Cape Range…

…lots of marine and wild life!!

Hahaha…erstmal vorweg, meine “fette Möwe” vom Eagles Bluff war doch ein Adler – ein “white bellied sea eagle”…
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Ich habe nämlich eine tolle Internet-Seite gefunden, auf der sämtliche (?) in Australien vorkommenden Tierarten aufgelistet sind; mit Foto, Verbreitungsorten (teilweise Anzahl), Hintergrundinformationen und noch viel mehr. Da bin ich drüber “gestolpert”, als ich am Yardie Creek einen großen Raubvogel gesehen habe und wissen wollte, ob das ein Osprey ist (kein Foto, weil er weg war, bevor ich meine Kamera rausgeprummelt hatte). War es übrigens nicht, sondern einer von vier “Brahminy Kite” in der Gegend :D. Einen Osprey habe ich aber einen Tag später im Bundegi Coastal Park gesehen… und gestern hier in Coral Bay…
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Und der Raubvogel von dem mir am Sandy Cape so ein gutes Foto gelungen ist, heißt übrigens Nankeen Kestrel und den gibt es hier recht häufig…
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Manchmal bin ich übrigens soooo froh, allein unterwegs zu sein. Ich sitze gerade am Strand und neben mir zoffen sich drei junge Deutsche, die mit ‘nem Camper unterwegs sind…holla, die Waldfee!

So, aber jetzt ein bißchen der Reihe nach (ich war in den letzten Tagen ja ein wenig schreibfaul…).
Am Dienstag morgen (24.05.) bin ich von meinem netten Campingplatz “Quobba Station” aufgebrochen, um bis Coral Bay zu fahren. Unterwegs war es ziemlich öde – Wüste ist eben Wüste… Als ich in Coral Bay ankam, war ich nicht sonderlich begeistert. Entlang der “Hauptstraße” war der Caravan Park rappelvoll, ein Wohnwagen dicht neben dem anderen… An der Straße zum Strand viele, viele Leute (naja, für meine bis dahin gehenden Westküstenerlebnisse), teilweise mit Schwimmnudeln oder Gummitierchen. Irgendwie war das so gar nicht nach meinem Geschmack, vor allem von diesem netten, ruhigen, einsamen Campingplatz kommend. Nachdem ich mich kurz im Touristen Center nach Ausflügen (Preisen) erkundigt hatte, beschloss ich nach Exmouth weiter zu fahren. Das waren nochmal gute eineinhalb Stunden Fahrt, vor allem vorbei an reichlich Termitenhügeln…
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Was einem dann so für Fragen durch den Kopf gehen: Wieviele Termiten bauen bzw. leben in so einem Hügel? Wie ist eigentlich das Größenverhältnis zwischen Termite und Termitenhügel im Vergleich zum Menschen und einem Hochhaus? Sind alle Termitenhügel nach derselben Bauweise konstruiert? Oder gibt es regionale, architektonische Unterschiede? Wenn die Termitenkolonie wächst, wird angebaut oder zieht ein Teil der Familie weg? Heißt das, dass die Termitenhügel miteinander in familiärer / freundschaftlicher Beziehung stehen oder bekämpfen sie sich gegenseitig?
Ihr seht, ich weiß mich auf langweiligen Fahrten zu beschäftigen 😂. Allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen “Termiten” zu googeln, falls also jemand die Antworten auf meine Fragen hat…

In Exmouth angekommen, musste ich feststellen, dass auch dieser Ort anders als erwartet war. Irgendwie kein richtiger Ort, sondern verstreute Häuser, ein paar Caravan / Holiday Parks, eine Marina – aber irgendwie nicht so als “Ort” zusammen. Später habe ich noch das “Shoppingcenter” gefunden – zwei Supermärkte, ein Bäcker, ein paar Tourenanbieter und kleine Shops – ähnlich groß wie die Drispenstedter Ladenzeile…hahaha.
Naja, mein Hostel (Backpacker Room im RAC Holiday Park) war aber recht nett und wir waren nur zu zweit im Vierer-Dorm.
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Wobei meine Zimmergenossin zwar sehr nett war, aber einige störende Macken hatte (nachts möglichst volle Beleuchtung, weil sie sonst Angst hat – das habe ich aber nur eine halbe Nacht toleriert; Aircondition statt frischer Nachtluft; und nächtliche Telefonate – zum Glück auf chinesisch, so dass ich nicht noch durch Gesprächsinhalte genervt war).

Noch gleich am Abend habe ich meine “Whaleshark Snorkeling”-Tour gebucht…
Am nächsten Morgen (25.05.) ging es um 8.00h los; erst mit dem Bus eine gute halbe Stunde zum Jetty (Bootssteg), dann mit kleinem Schlauchboot zum richtigen Boot. Die Crew sehr nett, gut versorgt, aber das wichtigste…. ICH BIN NEBEN WALHAIEN GESCHWOMMEN!!!!
Drei unterschiedliche Exemplare haben wir gesehen, zwei Männchen, ein Weibchen und – diesmal kein Aprilscherz – zwischen 3,5m und 6,0m gross. Beeindruckend!! Und ich hab mich echt immer ziemlich geschickt angestellt und konnte ungehindert von anderen schön nebenher paddeln. Es sollten drei Meter Abstand gehalten werden, aber man hat unter Wasser ja kein Maßband, es kann also auch etwas dichter gewesen sein, jedenfalls echt nah!! Leider habe ich die professionellen Fotos noch nicht bekommen… 😦 Poste dann später welche…
Am Donnerstag (26.05.) wollte ich eigentlich in den Cape Range Nationalpark. Aber beim Frühstück habe ich mich mit einer Frau unterhalten, die meinte es würde sich für einen halben Tag nicht lohnen und man müsste eigentlich über Nacht bleiben. Also bin ich mit dem Auto erstmal die Strände bis dahin abgefahren… Sehr schön!!
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Manches was man dort findet, ist auch traurig – leider nur eine tote Schildkröte…
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Später habe ich auch noch mehrere quicklebendig im Wasser gesehen, aber da war das Fotografieren eigentlich unmöglich, weil sie immer nur ganz kurz den Kopf rausgestreckt haben. Und wenn ich sie mal in einer Welle habe surfen sehen – gleich neben den menschlichen Surfern… – hatte ich die Kamera auch gerade nicht im Anschlag… Aber dafür habe ich wieder viele, schöne Muscheln und Seeigel gefunden. Da das ein Schutzgebiet war, habe ich ganz “political correct” nur Fotos gemacht und alles am Strand liegengelassen – nur um dann quasi zuzusehen, wie ein französische Pärchen meine Fundstücke eiskalt eingesackt hat… grmpf.
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An der Spitze gibt es auch noch einen Leuchtturrm, von dem man einen netten Ausblick über die Peninsula hat.
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Zufällig fand in Exmouth gerade das “Whale Shark Festival” statt und es hatte schon seit Dienstag Veranstaltungen gegeben (Live Musik in Restaurants). Am Donnerstag war dann abends Movie Night und im kleinen Park war eine große Leinwand aufgebaut und sie zeigten den Film “Racing Extinction” (http://racingextinction.com/the-film/). Wirklich sehenswert!!
Am Freitag (27.05.) habe ich mich ganz früh auf den Weg in den Nationalpark gemacht, da ich beschlossen hatte, da doch nicht zu übernachten. Als erstes war ich schön an der Turquoise Bay schnorcheln – viele, viele bunte Fische…
Als nächstes stand Yardie Creek auf dem Programm, wo es eine (laut der Frau vom Vortag) lohnenswerte Bootstour geben sollte. Gab es auch, war aber teuer und nicht das Geld und die Zeit wert, grmpf. Na gut, wir haben ein paar “Black flanked Wallabies” gesehen… (auf den Fotos natürlich kaum zu erkennen). Anschließend bin ich noch den dazugehörigen Gorge Trail abgelaufen und hatte eine tolle, teilweise bessere Aussicht – und da habe ich dann auch den Brahminy Kite (s.o.) gesehen.
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Hinterher war ich nett Schwimmen am Sandy Beach, bevor ich auch noch den Mandu Mandu Gorge Trail gehiked bin. Um mir nicht mit einer weiteren Hikerin ein Rennen zu liefern, bin ich in entgegengesetzter Richtung gestartet – und habe mich dann etwas geärgert, weil ich mich mit dem Mädel sehr gut unterhalten habe, als wir uns in der Mitte trafen.
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Zum Abschluss war ich noch ein weiteres Mal in der Turquoise Bay schnorcheln, bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte – und einen weiteren Raubvogel ablichten konnte. Einer von zwei “Whistling Kite”:
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Ich wollte ja möglichst vor der Dunkelheit wieder in Exmouth sein, um nicht Gefahr zu laufen ein Känguruh zu überfahren, aber beim Leuchtturm habe ich doch noch einen Stopp eingelegt, da es kurz vor Sonnenuntergang war, den man von dort oben wunderbar sehen / erleben können sollte…
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…und siehe Titelbild!!
Samstag (28.05.) fand auf dem Tanjalee Oval dann wieder das Festival statt.
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Es waren reichlich Stände aufgebaut, von Nationalpark Information, über Tourenanbieter, lokale Geschäfte, Futterbuden – und ein Stand von einer Gruppe, die sich um verwaiste Känguruh Babies (deren Mütter von Autos überfahren wurden…) kümmert…. Sooo niedlich!!
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Ich habe beinahe den ganzen Samstag dort verbracht, erst am Spätnachmittag bin ich nochmal los. Eigentlich wollte ich zu irgendeinem Strand zum Schwimmen, aber dann nahm ich doch eine andere Abfahrt und landete im Bundegi Coastal Park. Statt Schwimmen zu gehen, waren wieder Tiere angesagt. Diesmal der Osprey (s.o.) und ein ganzer Haufen “Blue dotted Ray” – und ich hatte meine Kamera nicht dabei…- deswegen leider nur Fotos in Handyqualität.
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Und am Sonntag (29.05.) habe ich mich gaaanz langsam wieder auf den Weg nach Süden gemacht.

West Coast – kleines Carnarvon…

…”fruit and veges” oder “blowholes”…

Sechster Tag, Fahrt bis Carnarvon:
Am Montag (23.05.) ließ ich Monkey Mia und die Delphine also zurück und machte mich auf den Weg nach Carnarvon. Der Ort selbst ist ganz hübsch, aber nicht sonderlich interessant; dafür aber umgeben von “plantations”. Warum auch immer hier mehr Wasser zur Verfügung steht – der Fluss sieht genauso trocken aus wie der in Alice Springs – wird Carnarvon auch die “Fruitbowl Western Australias” genannt.
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In Carnarvon hatte ich mir noch keine Unterkunft im Voraus ausgesucht, sondern hatte vor Ort gucken wollen. Nun war es noch recht früh und ich entschied ein wenig weiter nördlich zur Quobba Station zu fahren und mir auf dem Weg noch die “blowholes” anzusehen. Ich habe ja schon einige in Hawaii und New Zealand gesehen, naja, “20m” – schon klar… Aber als ich dann auf die Küste zufahre, glaube ich das doch! Ich bin beeindruckt – und stelle fest, wie gerne ich es mag, Wellen zu beobachten und Gischt zu fotografieren…
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Es ist aber auch die beste Zeit des Tages – kurz vor Sonnenuntergang. Den bewundere ich vom Strand des Campingplatzes der Quobba Station aus.
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Innerhalb weniger Minuten finde ich einen Haufen Seeigel-Schalen und wunderschöner Muscheln… Sieht die eine nicht aus wie Engelsflügel?
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Meinen Stellplatz habe ich direkt an der Düne gewählt und brauche so nur 2Minuten zum Strand – und gefühlte fünf zur Toilette…zum Glück war Vollmond. Trotz recht unbequemem Autoschlafplatz, genieße ich die Nacht mit der Stille, den Sternen und Vollmond.