Abel Tasman Nationalpark…

Am Montag (01.02.) hatte ich mir wieder ein Highlight gebucht – Hang-Gliding. Das Wetter war perfekt und damit auch die Sicht. Wir sind aber nicht von einem Berg gestartet, sondern wurden mit einem kleinen Flugzeug bis auf 5000feet hochgezogen. War wirklich schön, aber dadurch, dass wir nicht so hoch waren wie beim Fallschirmspringen, konnte man nicht ganz so weit sehen. Zum Glück konnte ich auch früh sagen, dass ich kein “crazy” möchte, also keine “drops” wie in der Achterbahn. Der “Flug” hat wohl 15-20min gedauert, aber es fühlte sich ziemlich kurz an.
Anschließend habe ich mich mit meinem Auto auf den Weg zum Abel Tasman Nationalpark gemacht. In Collingwood gab es einen Kaffee- und Fotostopp, bevor ich bis ganz an die Spitze nach Puponga gefahen bin, um den Farewell Sandspit zu sehen.
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Farewell Sandspit ist eine 25km lange Landzunge / Sanddüne, zum größten Teil Naturschutzgebiet, aber die ersten 4km kann man erwandern. Ich bin nicht den ganzen Weg gehiked, aber dadurch, dass es auch über eine Sanddüne ging und der Weg zurück ein wenig umwegig war, dauerte es doch länger als gedacht und hat mich locker drei Stunden gekostet. Es war wirklich ganz schön, aber da ich schon reichlich Sanddünen gesehen hatte, fand ich es nur doof wegen der vielen Zeit…
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Dadurch war ich ein wenig genervt und deshalb vielleicht nicht bester Laune, als ich an den Te Waikoropupu Springs ankam. Die “Pupu”-Springs sind eine riesige Kaltwasserquelle, die das zweit-klarste Wasser Neuseelands (oder sogar der Welt?) haben. Wirklich groß und wirklich klares Wasser, aber man darf nicht mal mehr die Hand rein halten, weil es wohl ein Maori-“Heiligtum” ist (was bis in die 70er Jahre mal schlicht ignoriert wurde und die Leute darin geschwommen sind).
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Von da aus bin ich wieder durch Takaka (DIE Stadt im Abel Tasman Nationalpark) und dann weiter nach Osten in den Park. Nachdem ich am Monument für Abel Tasman vorbei gekommen war, war ich bald am Ende der asphaltierten Straße. Da ich keine Lust auf kilometerlange Gravelroad hatte, bog ich nur nochmal eben an den “Wainui Falls” ab. Was für ein Glück! Für mich einer der schönsten Wasserfälle, die ich in Neuseeland gesehen habe (und fleißige Blogleser wissen, das waren einige…)…
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Leider hatte ich meinen Badeanzug nicht mitgenommen, sonst wäre ich glatt dort Schwimmen gegangen. Als ich dann hinterher noch am Strand des Wainui Inlets war, war es mir dann zu kalt, obwohl das sonst auch eine Stelle gewesen wäre, die ich genutzt hätte.
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So bin ich an diesem Abend nur so halb zufrieden mit dem Tag zurück ins Hostel gekommen (guter Anfang, gutes Ende, aber zwischendrin ein Hänger…).
Am nächsten Morgen (02.02.) habe ich mich dann wieder auf den Weg gemacht. Da die Bergstraße zwischen Motueka und Takaka echt anstrengend zu fahren war (eine gute Stunde kurvig bergauf und bergab), habe ich mich dann kurzfristig entschlossen nicht nochmal vom Norden in den Nationalpark zu fahren, sondern mal zu sehen, wie weit man aus dem Süden kommt. So führte mich meine Fahrt über Marahau an den “Abel Tasman Coastal Walkway”. Also genau richtig!
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Nach etwa einer Stunde Fußmarsch kam ich an der “Coquille Bay” an, einer netten Badebucht, in der es aber auch vergleichsweise voll war. Ich habe mich dann an den äußersten Rand verkrümelt und geärgert, dass ich meine Schwimmsachen nicht mithatte. Ich hab schon überlegt nur mit Unterwäsche ins Wasser zu gehen, aber da kamen dann die ersten Kinder an, um die Küste zu inspizieren (fern ab der Eltern…).
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Nach einer ausgedehnten Pause bin ich dann also noch weiter marschiert und als rechts ein kleiner Trampelpfad abging, da hinunter geklettert (abenteuerlich). So kam ich in der Appletree Bay an, die in diesem Moment absolut leer war. Also habe ich nicht lange gezögert und bin mit BH und Unterhose ins Wasser – herrlich. Gerade rechtzeitig hatte ich mich wieder einigermaßen getrocknet, so dass ich mein Kleid überwerfen konnte, als die ersten Kayaks um die Ecke kamen. 😀 Ich habe dann noch eine Weile am Strand verbracht, mein “Picture of the day” geschossen – und gehofft, dass ich vielleicht doch nochmal ins Wasser kann.
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Aber schließlich habe ich mich doch auf den Rückweg gemacht, denn neben der guten Stunde Fußmarsch lag ja auch noch die Autofahrt nach Picton vor mir.
Ganz zufrieden und entspannt konnte ich dann aber auf diesen Tag zurückblicken.
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