“The Red Center” – erstaunlich grün…

… und nachts a….kalt!!

Am Dienstag (10.05.) geht’s mit dem Flieger nach Ayers Rock, wo ich von meiner Tour “3 Tage/ 2 Nächte Uluru” eingesammelt werde.
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In der Rückschau zeigt sich mal wieder – “Ich mag keine Touren!” Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, mich gut in die Gruppe zu integrieren, alle “nett” zu finden, mich nicht selber auszuschließen und so weiter. Aber bei 23 Teilnehmern entstand gar kein “richtiges Gruppen-Wir-Gefühl” und ich habe mich nur mit wenigen unterhalten und “angefreundet”. Und das waren diejenigen, die sich auch etwas über die (mangelhafte) Organisation ärgerten…
Wobei ich ganz froh bin, dass ich erst an Ayers Rock dazugestoßen bin, denn die anderen saßen eigentlich den ganzen Tag im Bus (morgens sehr früh in Alice Springs gestartet) und hatten mit dem Cultural Center um 14.00h ihre erste “Aktion”. Ich fand das Center nicht so spannend oder informativ …
Anschließend sollte es das erste Mal zum Uluru gehen, weil einige aber nach dem “Basewalk” fragten, änderte der Guide seinen Plan und wir fuhren nach Kata Tjuta, auch “Valley of Winds” genannt. Ist ja super was man alles so lernt auf so einer Reise… Also vor Millionen Jahren war in Australien “erdbewegungstechnisch” ganz ordentlich was los. Jedenfalls wurden riesige Gebirge aufgeschoben, die aber mittlerweile alle wieder weg erodiert sind – bis auf solche “harten” Steinformationen wie Uluru und die “Olgas”. Letzteres ist ein weiterer Name für Kata Tjuta, die eben mehrere, aber kleinere “Felsbrocken” sind. Kleiner und deshalb weniger bekannt, aber nicht weniger schön!
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Vom Prinzip her ja nett, dass unser Guide auf unsere Wünsche flexible reagiert, aber so fuhren wir eine gute halbe Stunde in die eine Richtung, nur um anschließend (nach einer dreiviertel Stunde) wieder den gleichen Weg zurück zu fahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Also erstens viel zu wenig Zeit im “Valley of Winds” und am “Sunset Viewpoint” kamen wir dann auch erst 5 Minuten vor Sonnenuntergang an. Während alle anderen Touren sich schon gemütlich bei einem Sekt (und teilweise Snacks) einen Platz gesichert hatten (sich wahrscheinlich auch unterhalten haben und “näher” gekommen sind), stürzten wir alle aus dem Bus und hasteten los. Nix mit nett den Sonnenuntergang genießen und ein paar Fotos machen. Ja, klar habe ich Fotos, aber ich kam mir voll blöd vor, an allen gemütlich zusammenstehenden oder -sitzenden Leuten vorbei zu rennen. Immerhin kam ich so mit zwei Deutschen aus meiner Tourgruppe ins Gespräch, die sich auf meinem Rückweg vor mir gerade darüber ärgerten, dass das so ein Gehetze war.
Hier also das obligatorische Sunsetfoto (und zum Beweis, dass ich da war – naja, wenn man andere Leute bittet ein Foto zu machen…).
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Und damit war der erste Tourtag auch schon fast rum. Es ging ins Camp, der Guide kochte (dauerte ewig, aber er wollte unsere angebotene Hilfe nicht), wir unterhielten uns ein wenig und nach dem Essen bereiteten wir unsere Swags für die Nacht vor. Ein Swag ist ein Draußen-Schlafsack aus Canvas, in dem eine Matratze und Kopfkissen sind, so dass man mit einem weiteren Schlafsack eigentlich ganz gut draußen schlafen kann. Da es aber schon Winter ist, war es erstens zu kalt um noch draußen am Feuer zu sitzen und zu schwatzen und außerdem waren anscheinend alle früh aufgestanden und müde. Jedenfalls hatten sich alle spätestens um 22.30h in ihre Schlafsäcke verkrochen. Ich hatte mich ordentlich eingemummelt (Sporthose, lange Hose, Top, Langarmshirt, Sweatshirt, Fleece-Wolljacke, Mütze und Socken – die Handschuhe habe ich nicht gebraucht…) – und hab trotzdem die ganze Nacht gefroren, denn es waren wohl nur so 10°C. Immerhin habe ich so reichlich den wunderbaren Sternenhimmel bewundern können (was man so verpasst, wenn man schläft…).
Zum Glück war die Nacht ohnehin nicht lang, da wir um 5.00h schon wieder geweckt wurden. Nach einem runtergeschlungenen Frühstück (bei zwei miserabel arbeitenden Toastern dauert es halt ewig bis 23 Leute versorgt sind) ging es zum Sonnenaufgang zum Uluru.
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Nach meinem ersten (miserablen) Foto streikte plötzlich meine Kamera… So stapfte ich zwar los zum “Basewalk” und machte ein paar Fotos mit dem Handy, versuchte aber nebenbei herauszufinden, wie ich das Kameraproblem lösen könnte. Schließlich verriet mir die Kamera, dass die Speicherkarte beschädigt sei – und nachdem ich sie ausgetauscht hatte, klappte alles wieder prima. Natürlich habe ich mir dann Sorgen gemacht, dass alle Fotos vom Vortag gelöscht wären – aber das war/ist glücklicherweise nicht der Fall.
Den Basewalk sind wir nicht als Gruppe zusammen gegangen, sondern jeder konnte selber entscheiden, in welchem Tempo er/sie geht. So hab ich reichlich Fotos gemacht – und habe nun die Qual der Wahl (mal wieder oder wie immer…).
Und so sieht Uluru zum “Sunrise” aus…
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Und dann gibt es noch mindestens hundert weitere Fotos von denen ich aber größtenteils enttäuscht bin, weil sie nach meinem Empfinden nicht so richtig abbilden, wie beeindruckend “the rock” ist…
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Das letzte Stück, den sogenannten Malawalk sind wir wieder gemeinsam gegangen und unser Guide hat ein bißchen was erzählt.
Anschließend ging es wieder in den Bus und mit einigen Stopps – Lunch, Fotos (Mount Connor und roter Sand…) und Feuerholz sammeln – zum nächsten Camp.
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Für mich gab es zum Abendessen Reis, da es ein kleines Mißverständnis gab und ich nicht als “the vegetarian” abgespeichert war (long story…).
An dem Abend haben wir tatsächlich noch ein wenig am Feuer gesessen, bevor alle in ihre Swags verschwunden sind.
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Ich hatte ursprünglich gut darauf geachtet, dass ich mein Swag günstig aus dem Wind positioniert hatte, um nachts nicht eingeräuchert zu werden. Aber irgendwie hat sich beim Ausrollen alles verschoben (oder / und der Wind hat gedreht und durch neue Holzstücke…) und der Rauch ist genau über mich drüber gezogen. Jedenfalls bin ich igendwann dort “weg gezogen” und lag leider nicht mehr am warmen Feuer… Also hab ich wieder gefroren und hatte auch noch irre Kopfschmerzen und war total genervt. Irgendwann habe ich beim Umdrehen gemerkt, dass mir viel wärmer ist, wenn ich auch meinen Kopf und Gesicht total in den Schlafsack stecke. Obwohl ich sonst ja echt ein Frischluftfan bin und meine Nase niemals unter die Bettdecke stecken würde, hat das aber geholfen, dass ich tatsächlich mal eingeschlafen bin (so gegen 1.00h). Blöd nur, dass um 4.00h irgendwer aufgewacht ist und laut rumgeprummelt hat…- und um 5.00h war ohnehin wieder Wecken.

Am Donnerstag (12.05.) gab es jedenfalls den Sonnenaufgang am Kings Canyon (Watarrka). Sehr schöner Walk, hat mit unserer großen Gruppe nur irgendwie ziemlich lange gedauert.
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Wieder im Bus ließ ich die coole Landschaft unbeachtet und versuchte ein wenig Schlaf nachzuholen (wie fast alle anderen auch – außer unser armer Tourguide-Busfahrer… Ich glaube in Australien gibt es sowas wie Fahr- und Pausenzeitenregelungen nicht.). Außerdem hatte ich weiter irre Kopfschmerzen, denn anscheinend hatte ich nicht genug getrunken. Dadurch dass es nicht so warm war, hatte ich kein großes Durstgefühl und da das Wasser hier ziemlich scheußlich schmeckt, konnte ich mich auch nur bedingt zwingen immer wieder was zu trinken. Aber das trockene Wüstenklima entzieht einem offensichtlich mehr Flüssigkeit als gedacht.
Gegen Abend erreichten wir Alice Springs – gerade noch rechtzeitig für mich zum Einchecken ins Hostel.
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