Die letzten drei Tage in Cairns…

…Hiking und Wasserfälle.

Am Sonntag (03.04.) habe ich erstmal ausgeschlafen, dann meinen Blog fertig gestellt (das Auswählen, Zusammenstellen und Hochladen der Bilder braucht immer so elendig lange – diesmal hab ich insgesamt bestimmt 4-5 Stunden am Blog gesessen…). Deshalb bin ich erst mit dem 10.00h Bus losgekommen und war um 11.00h in Palm Cove, wo es einen tollen Sonntagsmarkt gab… Kein Obst und Gemüse und auch kaum Futterbuden, sondern viel Kunsthandwerk, Souvenirs, Seifen und Kerzen etc. Sehr nett.
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Nach einer guten Stunde bin ich mit dem Bus zum botanischen Garten gefahren, um dort ein wenig zu Hiken – hab ja schon beinahe Entzugserscheinungen gehabt 😉
Ich bin dann circa drei Stunden auf dem “Red, Blue and Green Arrow Walk” gewandert – und habe nicht nur eine wunderbare Aussicht auf Cairns und die Küste gehabt, sondern auch wilde Truthähne, Wallabys und einen 1,5m großen Waran gesehen.
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Anschließend bin ich wieder in die Stadt gefahren und nochmal in der Lagoon Schwimmen gewesen. Naja, Schwimmen kann man das nicht nennen, eher rumdümpeln. 🙂
Für Montag (04.04.) hatte ich mir dann den Botanic Garden inkl. Rainforest Boardwalk +Centenary Lakes vorgenommen. Das war aber relativ schnell “abgehakt” (und das Tanks Arts Center war geschlossen), so dass ich noch ziemlich lange an der Esplanade im Schatten gesessen, den Wind genossen und den Einheimischen zugesehen habe.
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image Teaktree
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Kurz nach 16.00h konnte ich dann endlich “mein” Auto abholen und bin gleich zu den Crystal Cascades aufgebrochen. Das ist ein Wasserfall knapp 30 Minuten vor den Toren von Cairns und man kann da nett Schwimmen. Das habe ich tatsächlich auch gemacht, da nicht mehr sooo viel los war, weil es ja schon Spätnachmittag war.
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Zurück in Holloways Beach musste ich natürlich Koffer packen – bäh, mittlerweile macht das aber so etwas von keinen Spaß mehr…
Zum Abschied musste mir tatsächlich nochmal ‘ne Kakerlake über den Weg laufen – naja, das macht den Abschied etwas leichter.
Dienstag (05.04.) war mein letzter Tag in Cairns, den ich mit Auto nochmal voll nutzen wollte. Also bin ich schon um 5.45h aufgestanden und saß um 6.30h am Strand um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Aber der Horizont war voller Wolken – “Ich habe heute leider kein Foto fur dich!”
Dafür habe ich ein bißchen Rückengymnastik gemacht – Augenroll – blödes Koffer-ins-Auto-hieven…
Los ging’s also Richtung “Waterfall Ciruit” – einer Straße voller Wasserfälle fast zwei Stunden von Cairns entfernt. Kurz vor Mareeba (nach gerade mal einer guten halben Stunde Fahrt) fiel mir ein Schild auf “Emerald Creek Falls – unsuitable for Caravans”. Also mal fix abgebogen, nach vier Kilometern Asphalt auch noch die 8km “dirt road” bewältigt –
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– und dann die allertollsten Wasserfälle ganz für mich alleine gehabt. Was ein Glück!! Drei Stunden bin ich rumgeklettert, Schwimmen gewesen und habe reichlich Fotos gemacht. (Nur doof, dass es auf den Fotos gar nicht so toll aussieht… 😦 ).
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Als ich schließlich wieder auf meiner ursprünglichen Route war, habe ich auch noch einen kurzen Kaffee-Stopp (“Coffee Works Mareeba”) eingelegt und bei einem großartigen “Curtain Figtree” halt gemacht.
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Total spät kam ich beim ersten Wasserfall an (Malanda), aber der war nicht so toll. Und auch wenn die nächsten drei (Milaa Milaa, Zillie, Elinjaa) doch sehr hübsch waren, war ich doch froh, mir so viel Zeit für die Emerald Falls gelassen zu haben. Man hätte zwar auch dort jeweils Schwimmen gehen können,aber dafür hatte ich gar keine Zeit mehr, denn um 16.00h musste ich das Auto abgeben, um meinen 18.00h-Flug nach Sydney zu erwischen.
image Malanda Falls
image Milaa Milaa
image Zillie Falls
image Elinjaa Falls

Attractions in Cairns…

… Koalas und Great Barrier Reef.

Am Donnerstag (31.03.) war ich fast den gesamten Tag im Cairns Tropical Zoo. Ich wollte unbedingt Koalas sehen – und vielleicht Kangaroos und Krokodile… alles andere war ziemlich egal 🙂
Der Zoo war recht klein (ich vergleiche natürlich immer mit dem Hannover Zoo) und auch nicht immer artgerecht und tierfreundlich (ahhh, schlechtes Gewissen – “…und so etwas unterstütze ich…”). Der Zoo hatte aber auch seinen “letzten Tag”, bevor er in “Hartley’s Crocodile Farm” übergeht. Das war im Endeffekt deshalb ein recht günstiger Tag, denn es liefen alle Angestellten und freiwilligen Helfer durch den Zoo und man bekam, glaube ich, etwas mehr zu sehen als üblich…
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So auch bei der Marsupial Show, wo plötzlich alle Koalas hingetragen wurden, was die Kommentatorin zu Tränen rührte. Außerdem gingen sie dann ALLE mit den Koalas am Zaun lang und wir durften jeden einzelnen streicheln. Ich weiß, gar nicht artgerecht… Am Anfang im Koala-Haus hatte ich auch noch dem dringenden Wunsch, einen Koala mal auf dem Arm zu halten und mich fotografieren zu lassen (20,-$) widerstanden, weil es mir so leid tat, dass sie von Mensch zu Mensch weitergereicht wurden… (Queensland ist noch einer der wenigen Orte, wo das überhaupt erlaubt ist…). Aber als die Koalas nun so unmittelbar an mir vorbei getragen wurden, musste ich doch mal die Hand ausstrecken… – “It’s sooo fluffy!!!”
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Am Ende der Präsentation gab es noch ein Gruppenfoto, alle Tierpflege-Mitarbeiter (und sicher auch viele Besucher – wie ich) waren gerührt und die verantwortliche Tierpflegerin hat geheult…
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Ach ja, und weil das ja eigentlich eine Beuteltier-Show war, konnten wir den knuffigen Wombat auch streicheln…
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Und jetzt alle nochmal…”Aawwwww!!!”
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Auch zu den Kangaroos konnte man ins Gehege, wobei die noch Rückzugsorte hatten, falls sie keine Lust auf Streicheleinheiten hätten. Eine Mama mit “Joey” (so nennen die hier die Kleinen, wenn sie noch im Beutel rumgetragen werden), ließ sich aber anscheinend sehr gerne ein bißchen knuddeln – selbst von kleinen tolpatschigen Kinderhänden…
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DieKrokodile selber fand ich ziemlich cool. Ich hab ziemlich zu Beginn schon das Glück gehabt, bei einer kleinen Privatshow dabei sein zu können… aber die richtige Krokodil-Show fand ich ziemlich ecklig mit den ganzen abgehackten Tierköpfen (puh, hat das gestunken).
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Natürlich habe ich auch noch von ein paar anderen Tieren Fotos gemacht – inklusive einer riesigen Spinne, die aber nur rein zufällig im Zoo lebt und sicherlich auf keiner Inventarliste steht…
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Der Rest des Tages war dann mit Wäschewaschen und Blogschreiben und Recherche angefüllt – also, nix Besonderes…

Dafür dann aber der Freitag! Am ersten April hatte ich meinen Ausflug zum Great Barrier Reef.
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Ich hatte eine Tour gebucht mit kostenlosem “Introductory Dive” (freier Einführungstauchgang), was es mir erleichterte nach 20 Jahren mal wieder “unter Wasser” zu gehen (müsste mich ja nicht ärgern, wenn nichts klappt). Aber vor dem stand natürlich eine eineinhalbstündige Bootsfahrt an – und die war ganz schön “rough” (ziemliche Wellen, bei ordentlichem Wind). Die Hälfte der Passagiere lief mit Kotztüte rum, aber – oh Wunder – mir ging’s recht gut. Lag aber auch daran, dass ich erst mit den Tauchlehrern ausklamüsern musste, wie das nun bei mir mit 20Jahre altem Certificate laufen könnte und ich dann ganz konzentriert beim Briefing zugehört habe.
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Der erste Tauchgang war leider auch nicht so “easy” wie ich es mir erhofft hatte. Ich war ganz entspannt, aber mit nur zwei Gewichten wollte mein Körper irgendwie nicht untergehen… und meine Ohren fanden das Ganze auch nicht so toll. Zwischendurch habe ich mich auch gefragt, ob es wirklich schlau war, das Asthma zu verschweigen (die lassen einen damit aber definitiv nicht tauchen – ärztliches Attest hin oder her), aber nicht weil ich Luftnot hatte, sondern weil ich wegen dem Duckausgleich-Pusten und Tarierversuchen viel zu sehr auf meine Atmung konzentriert war und man dann ja irgendwie alles plötzlich “komisch” findet… Jedenfalls hatte ich das Gefühl alle zu nerven und aufzuhalten – was aber gar nicht stimmte, wie sich später heraus stellte.
Ich durfte jedenfalls noch einen Tauchgang machen (mit 20,-$ auch suuuuper billig) und da lief dann prinzipiell alles besser (diesmal mit vier Gewichten). Bis auf das Abrutschen meiner Tauchbrille kurz vor Ende… (Augenroll… 😨).
Den dritten Tauchgang sparte ich mir, um lieber nochmal Schnorcheln zu gehen und alles “von oben” zu betrachten. Großartig!
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Ich glaube eigentlich muss man am Great Barrier Reef nicht tauchen, man sieht beim Schnorcheln schon soooo viel. Aber für mich war es halt super praktisch so günstig wieder ins Tauchen rein zu kommen…
Fotos von Unterwasser habe ich leider nicht 😕 – aber ich habe Stingray und Eagleray gesehen, einen 170cm Hai, Parrotfish, Boxfish und ach soooo viele Fische…
Meinen Aprilscherz vom 5m-Hai hat übrigens keiner verstanden, war wohl zu glaubwürdig…😂

Am Samstag (02.04.) war ich ziemlich geschafft und hab nicht mehr viel gemacht. Ein bißchen über die Wochenendmärke gebummelt, ein wenig durch’s Shoppingcenter, ein paar Minuten in der Lagoon geschwommen und am Ende noch in Holloways Beach am Strand gelegen… Faul, faul!

Im subtropischen Cairns…

…schwitzen, aber “back on track”.

Sooooo, den Sonntag (27.03.) habe ich also noch in Auckland bei Jana verbracht. Morgens bin ich gleich schön im Pool Schwimmen gewesen und als Jana dann auch endlich mal wach war (hahaha…), haben wir nett zusammen gefrühstückt. Anschließend habe ich meinen Koffer und alles zusammen gepackt und Jana geholfen ihre krankenhausbedingte Unordnung wieder her zu richten. Und da ich mit Jana auch einfach herrlich – ohne schlechtes Gewissen – faul sein kann, haben wir nix mehr gemacht, bis sie mich zum Flughafen gefahren hat.
Im Flugzeug habe ich dann meinen Blog wieder auf Vordermann gebracht – und übrigens, die neuen Flugzeuge von Emirates sind echt toll!
Meine letzten Stunden in Brisbane habe ich wieder bei Jane (workaway host) verbracht – und habe noch am Abend eine “Cane Toad” (große, giftige, aus Asien eingeschleppte Kröte) gesehen (zwar überfahren, aber ich konnte schon noch was erkennen…).
Am Montag (28.03.) musste ich dann wieder sehr früh aufstehen (die billigen Flüge sind entweder früh morgens oder spät abends…), und das, obwohl ich mir extra einen Wagen nur für die beiden Flughafentransfers gemietet hatte…
Der Flug verlief unauffällig (habe ganz faul zwei Filme geschaut…) und in Cairns bin ich dann mit Shuttle und Bus gut, wenn auch total verschwitzt (30°C), nach Holloways Beach gekommen, wo ich meine AirBnB-Unterkunft hatte.
Da meine Gastgeber nicht da waren (und mich nur ein Freund ins Haus gelassen hat), habe ich nur meine Sachen “abgeworfen” und bin gleich zum nahegelegnenen Strand los gestapft. Toller Strand, außer….
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Tja, Schwimmen fällt also flach – wobei ein bißchen weiter den Strand runter war ein Stück mit Netzen abgegrenzt, wo man unter Lifeguardüberwachung doch hätte Schwimmen können…
Nachdem ich genug vom Strand hatte, bin ich einkaufen gegangen (IGA) und habe so später lecker Spaghetti gegessen, während ich meine Mails checkte.
Für Dienstag hatte ich noch keine richtigen Pläne, weshalb ich nach kurzer Recherche während des Frühstücks mich mit dem Bus nach Palm Cove aufmachte. Soll einer der besten Strände der Gegend sein – aber zur Zeit eben auch “Stinger” verseucht (“It’s the season. They are here until June, then most of them are gone…” wurde mir dann erklärt). Naja, ich bin dann auch hier ein wenig rumgelaufen und habe mich mal hier und mal da hingesetzt (Hab ganz nett in einem Café gesessen, als der Nachbar “fish and chips” hingestellt bekam… – puh, Fischgeruch! Muss ja mal ein bißchen über die australische (und neuseeländische by the way) Obsession für “Fish and Chips” lästern…).
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Am frühen Nachmittag bin ich mit dem Bus dann nach Cairns City reingefahren und da rumgelaufen. Erstmal schön an der “Esplanade” entlang (netter Weg / Park am “Strand” – wobei da eben kein Strand ist, sondern eine Mauer und Watt…) bis zur “Lagoon” – einem kostenlosen Schwimmbad. Obwohl ich meinen Badeanzug mithatte, konnte ich mich aber nicht aufraffen, mich irgendwo umzuziehen, dann meine Sachen unbewacht abzulegen und in die Menge zu stürzen (war nämlich ziemlich voll).
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Also wanderte ich weiter zum Hafen, guckte kurz ins Pier Shoppingcenter und nutzte das dortige Tourist-Info-Center, um meinen nächsten Tag zu planen (buchte eine Fahrt in der Kuranda Scenic Railway…). Anschließend bummelte ich weiter durch die Innenstadt (sehr touristisch und wieder furchtbar viel Deutsche…) – um schon bal wieder in einem Buchungscenter zu sitzen und eine Great Barrier Reef Tour für Freitag zu buchen. So war ich innerhalb kürzester Zeit um einen ordentlichen Batzen Geld ärmer, aber immerhin hatte ich endlich mal eine Entscheidung getroffen – was auch ein gutes Gefühl ist!
Zum Abschluß des Tages bin ich noch kurz durch den Nightmarket marschiert, auf der Suche nach “Abendbrot” – aber neben ihrer Vorliebe für “fish and chips”, mögen die Australier anscheinend hauptsächlich Sushi oder sonstiges asiatisches Essen… – nichts für vegetarische und mäkelige Ute.
Nachdem ich noch ein paar Fotos von “Fliegenden Hunden” (großen Fledermäusen) gemacht hatte, holte ich mir eine Pizza (die ich zur Hälfte später verschenkte) und machte mich per Bus wieder auf den “Heimweg”.
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Am Mittwoch weckte mich Jana per whatsapp viel zu früh (sie vergißt zur Zeit noch, dass ich nicht mehr in Neuseeland und daher in einer anderen Zeitzone bin…).
Per Bus ging es zur Talstation der “Skyrail” – einer Gondelbahn, die einen bis in den Ort Kuranda bringt. Es geht über Regenwald (World Heritage Listing) und man kann an zwei Stationen kurze Walks machen, um sich den Regenwald anzusehen bzw. einen Blick auf die Barron River Falls zu werfen.
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Kuranda selber ist ein kleiner Ort, in dem sich vor langer Zeit mal Künstler und Hippies zusammengefunden bzw. niedergelassen haben und einen Markt “gründeten”. Heute sind es hauptsächlich Souvenirläden und “Futtershops” und alles ist ziemlich touristisch und in dem ursprünglichen Marktteil steht die Hälfte der Shops leer…
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Nachdem ich da eine Weile rumgelaufen war, besuchte ich den Vogelpark, der sehr nett und “colorful” war…
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Ich spazierte noch den Jungle-Walk entlang und unternahm eine Bootstour auf dem Barronriver, die ich ehrlich gesagt richtig gut fand (wahrscheinlich auch, weil außer mir nur noch vier andere Leute auf dem Boot waren und der “Käp’ten” ganz relaxed aber hochmotiviert war uns alles zu zeigen und zu erklären.
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Pünktlich zur Abfahrt meines Zuges waren wir wieder zurück – und die Zugfahrt war auch wieder sehr schön – vor allem tolle Aussichten!!
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Zurück in Cairns bummlte ich ein wenig durch’s Shoppingcenter und die Stadt, bis mein Bus nach Holloways Beach fuhr.