Faul in Fiji…

…oder viele, viele bunte Fische.

Am Montag (30.11.) hatte ich ganz schlau im Internet nachgesehen, wann denn Flut wäre (9.40h), um mal unter guten Bedingungen Schwimmen, bzw. Schnorcheln zu können. Also habe ich mir nach dem Frühstück Maske, Schnorchel und Flossen von der Rezeption geholt und habe mich in die Unterwasserwelt begeben. Sehr schön! Ist ja doch beeindruckend, was da alles so rum schwimmt… Viele bunte Fische, wenn auch eher klein, da in einer Lagune, in der bei Ebbe das Wasser sehr flach ist, die großen Fische wohl nicht bleiben… Ich habe mal das Internet durchforstet, aber so ganz einfach ist es nicht, dort DIE Fische zu finden, die ich gesehen habe. Habe trotzdem mal bei anderen “geklaut”…
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Nachdem ich vom Schnorcheln ziemlich durchgefroren war (der Wind war an dem Tag recht frisch und da es bewölkt war, konnte man auch nicht durch die Sonne warm bleiben), bin ich Duschen gegangen und habe mich – mal wieder – auf den Weg nach Sigatoka gemacht. Von da aus habe ich mir ein Taxi genommen, um zum Tavuni Hill Fort zu kommen, welches ein “historisches” Fort sein sollte. Naja, es kostete Eintritt (definitiv Touri-Preise…) und man bekam einen Flyer mit Informationen. Das war auch gut so, denn sonst wäre ich achtlos an den Hügeln und Steinen vorbeigerannt – wobei der Weg nicht so “gepflegt” war und man ein bißchen gucken musste, wo man lang ging. “Man” ist eigentlich auch falsch, denn außer mir, war niemand dort. Das beste an dem Fort war, dass es eben auf einem Hügel war und man eine super Aussicht hatte…
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Den Rückweg wollte ich mit dem Bus angehen, wurde aber nach ein paar Minuten Fußmarsch von der örtlichen Polizei aufgelesen, die mich mit zurück nach Singatoka nahm. Ich bin nicht ganz sicher, ob sie um mich besorgt waren oder mich einfach nur für eine merkwürdige (oder für völlig gaga?) Touristin hielten, die da so allein durch die Gegend rannte…
Von Sigatoka habe ich dann aber (nach dem obligatorischen Supermarktbesuch) den Bus zurück genommen und war trotzdem recht früh wieder im Hotel. Hm, was jetzt also noch anfangen??? Ein bißchen am Strand gesessen, als mir auffiel, dass es noch Happy Hour Zeit war und ich ohnehin Geld “über” behalten würde. Also fix einen Cocktail geholt, den ich dann auf dem Liegestuhl liegend genossen habe (und war sooo sehr “normaler Tourist”). Anschließend noch ein kleiner Strandbummel und ein bißchen Internet surfen.
Am Dienstag war mein letzter Tag in Sigatoka, da am Mittwoch mein Flug nach Neuseeland anstand. Ich hatte ja meinen großen Koffer in Nadi gelassen und deshalb für die letzte Nacht dort nochmal ein Zimmer gebucht. Also packte ich meine Sachen im Rucksack, nachdem ich nochmal am Strand Schnorcheln gewesen war. Nochmal ausgiebig Duschen und dann den Rest des Tages am Strand und auf dem Balkon rumgegammelt. Kurz nach 16.00h habe ich mich dann auf den Weg gemacht, Bus nach Singatoka, Reiseproviant besorgt und einen diesmal sehr komfortablen Bus nach Nadi erwischt.
In Nadi musste ich dann erstmal schlucken, dass ich mein tolles, großes, luxuriöses Hotelzimmer für dieses miserable, winzige Zimmerchen eingetauscht hatte. Naja, eine Nacht – bleib mal locker…
Mittwoch, 02.Dezember ging also der Flug nach Auckland… FREU!!! Jana sehen!

Robinson Crusoe Island…

… oder die Entdeckung der Langsamkeit.

Für Samstag hatte ich eine Tour zur Robinson Crusoe Island gebucht, damit ich hoffentlich doch noch an einen “weißen Sandstrand mit kristallklarem Wasser” komme. Kurz vor 9.00h morgens wurde ich abgeholt (Hotel pick-up war im Preis mit drin) und es ging eine gute halbe Stunde Richtung Nadi (wobei noch mehr Gäste aufgelesen wurden). In oder bei RC Jetty ging es auf ein kleines Boot (mehr eine Fähre), mit dem wir den Fluss Navutu oder Tavu(?) bis zur Mündung fuhren und dann ein kurzes Stück über’s Meer zur Insel. Naja, es war Flut und der Strand demzufolge sehr, sehr schmal – und so richtig weiß war er eigentlich auch nicht… Bei Ebbe sah das Ganze dann zum Glück schon besser aus:
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Egal. Nach einer kurzen / langen Begrüßung und dem Ablaufplan, ging es dann mit dem Boot ans Riff zum Schnorcheln. Leider war es ziemlich windig, so dass das Schnorcheln einerseits schon “schwierig” war – “You were brave to stay out there that long…” (Naja, sooo heftig fand ich es ja auch nicht). Andererseits war aber das Wasser auch so aufgewühlt, dass die Sicht ziemlich bescheiden war (unter 10m) – und dabei hatte ich noch gelesen, dass die schlechteste Sicht in Fiji immer noch besser sei als durchschnittliche Sicht sonst wo. Werbeversprechen….
Tja, was bot der Tag sonst noch so? Hm, Bush walk, Kayak, Schwimmen, Coconut climbing, Lovo (mittags und abends), Firewalking, Show… las sich im Flyer großartig, war aber (bis auf die Shows!!) nichts sooo Besonderes – aber mich kann man mit frischer Kokosnuss bzw. Kokosnusswasser ja schon glücklich machen.
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Das Essen aus dem “Lovo” war auch recht lecker – und für mich mal wieder was Gesundes (Salat und Gemüse)… Lovo ist übrigens sozusagen Clambake Fijistyle: Es wird ein Loch gebuddelt, Steine im Feuer erhitzt, auf die später das Fleisch und die Kartoffeln (in Palmblattkörben) gelegt wird, abdecken und garen lassen… 😉
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Das “Firewalking” war dann eher ein Stehen auf den Lovo-Steinen – ich habe mich nicht getraut unhöflich zu sein und zu überprüfen, wie heiß die Steine wirklich noch waren…
Später bin ich nochmal ganz um die Insel gewandert, sehr schön – und einsam, hahahaha… Von wegen, überall krabbelte es – BUNTE Krabben ohne Ende!! Und Muscheln gab’s auch zuhauf…
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Die Shows waren großartig, aber ich nehme an, ich hatte terminlich auch Glück. An dem Tag hat nämlich der neue “director” mit seiner Familie die Insel besucht und wurde rumgeführt. Da haben zum einen alle ihr Bestes gegeben und außerdem gab es zumindest abends wohl erweitertes Programm (denn das angekündigte Lagerfeuer entfiel und die Show dauerte zwei Stunden).
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Jedenfalls hat mir der Tag eigentlich ganz gut gefallen und ich war erst abends um 23.00h wieder zurück im Hotel…

Am Sonntag bin ich nach einem spärlichen Frühstück (meine Vorräte waren erschöpft und es gab nur ein paar Kekse…) im Meer Schwimmen, denn es war gerade Flut und das ist so ziemlich die einzige Zeit in der man wirklich ins Wasser kann. Als ich dann zum Trocknen in mein Handtuch gewickelt am Strand saß (der Wind kann recht kühl sein…), kam der für den Strand zuständige Hotelangestellte (Larry?) an, um sich mit mir zu unterhalten. Da ich ihm von meiner Begeisterung für “green coconut” erzählte, machte er sich bei meinem zweiten Schwimmgang auf den Weg und besorgte einen ganzen Beutel. Ich habe dann zwei getrunken und aus einer auch noch das frische Kokosfleisch gegessen – hm, lecker!!! An den Obstständen an der Straße zahlt man für eine Kokosnuss 2-3F$ – also nicht die Welt, aber extra für mich am Strand… Hat gleich noch vorbeischlendernde Touristen aus dem Nachbarhotel angelockt – und Larry hat ihnen ganz selbstvertändlich auch eine geschenkt und aufgehackt. Die Fijis sind wirklich sehr herzlich und großzügig!
Gegen Mittag habe ich mich dann (entgegen Larrys Rat, weil kaum Busse fahren würden und ohnehin fast alle Geschäfte geshlossen seien) auf den Weg nach Singatoka gemacht. Ich hatte erstens nichts Besseres zu tun und brauchte zweitens Wasser und was zum Essen. Natürlich hatte Larry recht und ich erwischte erst kurz vor town einen Bus (nach gut einer Stunde Fußmarsch – wahrscheinlich hätte es nur noch 10-15Minuten zu Fuß gedauert). Während ich in der Bäckerei gerade ganz gemütlich meine Pizza esse, sehe ich, wie sie den Supermarkt schließen. Zum Glück konnte ich noch reinhuschen und meine drei Sachen besorgen. 😀
Zurück musste ich nicht lange auf den Bus warten und war so immer noch recht früh wieder im Hotel. Also ein sehr “Lazy Sunday Afternoon”…
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Sigatoka…

…Sand Dunes, Kleinstadt und ein bißchen Strand 😉

Am Spätnachmittag / frühen Abend kam der Bus in Singatoka an und bevor ich weiter bzw. zurück zu meinem Hotel fuhr, kaufte ich noch ein paar Sachen ein (Wasser und “Futter”).
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Von Singatoka bis Korotongo sind es mit dem Bus vielleicht 15 Minuten, je nachdem wie oft er halten muss, weil Leute ein- und aussteigen wollen. Schon als ich mein Hotel betrete, habe ich das Gefühl fehl am Platz zu sein, denn da saßen reichlich Leute mit einem Cocktail vor der Nase (Happy Hour, wie sich später herausstellte). Zur Begrüßung gab’s außerdem von der Hausband (Bedarra Boys) ein Ständchen – ha, genau das, was Ute liebt, volle Aufmerksamkeit von allen Seiten… :/
Mein Zimmer war dann riesengroß und ich musste gleich erstmal nach gucken, was da denn wohl “schief gelaufen” ist. Im Endeffekt nur, dass ich noch an Hawaiianische Preise gewöhnt war, als ich das Hotel gebucht habe und das bedeutet – in Fiji bekommt man für 50,-€ /Nacht schon ziemlichen Luxus…
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Was beschwere ich mich? Die Lage war super und immerhin gab es sogar einigermaßen Strand und Meer.
Am Abend bin ich erstmal den Strand rauf und runter gelaufen und habe auf den Sonnenuntergang gewartet. Aber schon lange vorher verschwand die Sonne hinter einer dicken Wolken-Dunst-Wand am Horizont. Also bin ich ein paar Runden im Pool geschwommen, bevor ich Duschen ging. Irgendwie hatte ich bei der Ankunft an der Rezeption was gelesen, das um 19.00h stattfinden sollte und da es gerade kurz nach sieben war, ging ich wieder in die Hotelhalle um nachzusehen. Jedenfalls saßen die vier Jungs von der Hausband da mit einigen Gästen und erklärten ihnen die Kava-Zeremonie. Also setzte ich mich dazu und hab mir das alles nochmal angehört. 😉 Im übrigen habe ich am nächsten Morgen in Singatoka auf einer Kavapulver-Verpackung die möglichen “Auswirkungen” aufgelistet gefunden – und erkannt, was Kava bei mir macht… Dort stand nämlich unter anderem “prolonged sleep”, was erklärt, warum ich beide Male am Morgen nach Kava-Genuß aber so überhaupt und gar nicht aus dem Bett gekommen bin… 😉
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Am Freitag morgen bin ich wieder mit dem Bus nach Sigatoka gefahren, um von dort aus zu den Sanddünen zu kommen. Wer sich übrigens wundert, warum ich manchmal Sigatoka, manchmal Singatoka schreibe… das liegt daran, dass es im Fiji keinen isolierten G- oder auch D-Laut gibt. Das bedeutet, Nadi wird zu Nandi, Sigatoka zu Singatoka, Korotogo zu Korotongo und Nadroga zu Nandronga 😀 Denise sagte, ihren Namen finden die Fijis unaussprechlich, weil mit nD anzufangen fällt ihnen auch schwer… Apropo Denise und kleines Fiji, in Singatoka lief sie mir auch ganz überraschend mit zweien ihrer Kinder über den Weg…
So, und dann ging es auf zu den “Sand Dunes” – die laut Legende ein Chief von einer anderen Insel mitgebracht und hier auf der Flucht verschüttet hat… (oder so ähnlich). Leider war es furchtbar windig, so dass ich nur wenig Fotos gemacht habe, aus Sorge, dass meine Kamera ansonsten total versandet. Aber das war schon ziemlich beeindruckend.
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Am Ende musste ich ein ganzes Stück am Strand zurück gehen – weil ich natürlich die große Runde gewählt hatte. Schwimmen konnte man da nicht, da die Brandung und Strömung deutlich zu stark waren. Selbst im seichten, knöcheltiefen Bereich hat es einem den Sand und fast die Füße weggezogen. So ziemlich am Ende des Strandabschnittes kam eine Bucht, die ganz ruhig war und einen tollen Strand zu haben schien.
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Aber dann stellte ich fest, dass es gleich unmittelbar an der Wasserkante tief runterging und ich nicht mal mehr meine Füße abkühlen konnte. Ein Stück wieder zurück Richtung Brandung wurde es etwas seichter und ich wollte ein wenig durch’s Wasser gehen – um schon beim ersten Schritt mehr als knietief im Sand zu versinken. Huch, habe ich mich erschrocken (und festgestellt, dass ich zu viele Abenteuerfilme mit Treibsand gesehen habe, denn mein erster Gedanke war, dass ich versinke und nicht wieder rauskomme – oder zumindest meine Kamera ruiniere…).
Nach einer weiteren “Shoppingtour” in Singatoka (und lecker vegetarischer Pizza für 1,50F$) habe ich den Rest des Tages am Hotel-Strand mit Schwimmen verbracht, bzw. auf dem Balkon rumgegammelt. Abends habe ich mich dann noch nett mit dem Nachtwächter Leo unterhalten. Das ist eigentlich das nette an Fiji, dass alle Leute hier super nett sind und sich unbedingt mit dir unterhalten wollen. Bis auf wenige Ausnahmen (einige wenige Hotelangestellte) wirkte das auch wirklich authentisch – und Denise hatte auch erzählt, dass die Fijis einfach unheimlich kontaktfreudig sind.

Suva – Fijis Hauptstadt…

…Markttrubel und ein bißchen Geschichte.

In Suva war ich wieder mit Denise verabredet, die mir angeboten hatte, ein überschüssiges Bett in ihrer Unterkunft zu nutzen. Sie holte mich vom Busbahnhof ab und nachdem ich meine Sachen abgeladen hatte, sind wir noch vor dem Dunkelwerden los für ein wenig Sightseeing. Wir sind am Meer (sozusagen Boardwalk) vom Grand Pacific Harbour Hotel (sehr schönes, altes Hotel) bis fast nach South Suva gegangen – und dann natürlich auch wieder zurück…
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Am nächsten Morgen, nach einem schnellen “Mango-Frühstück” ging es wieder in die Stadt, um ein wenig durch den Markt zu bummeln und insgesamt die Atmosphäre der Hauptstadt zu erleben. Da Denise später verabredet war, bin ich nochmal alleine losgegangen und habe mir den Botanical Garden und das Fiji Museum angesehen.
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Wie klein Fiji ist, erkennt man dann, wenn man den Tauchlehrer aus Rakiraki zwei Tage später vor dem Museum trifft… Unangenehm war, dass das Hotel meine Nachricht mit der Absage zum Tauchgang nicht weitergeleitet und er auf mich gewartet hatte.
Nachdem ich mir auch in Suva eine junge Kokosnuss zum Trinken gegönnt hatte, ging es zurück zur Unterkunft, Sachen zusammenkramen und auf zum Busbahnhof, um nach Colo-I-Suva zu fahren. Das ist ein kleiner Ort etwas außerhalb von Suva im Regenwald gelegen, wo ich eine Unterkunft in einer Eco-Lodge hatte.
Naja, das Zimmer war super billig (17,-€ mit Gemeinschaftsbad) und war dementsprechend einfach und “sauber”…
Aber die Lage und Umgebung waren sehr schön und am nächsten Morgen konnte ich von dort super zu einem Hike durch den Regenwald aufbrechen. Leider ist das ein begehrtes Ausflugsziel (auch der Einheimischen) und so findet man im ersten Teil unglaublich viel Müll 😦 Als ich dann aber den längeren Weg zum großen Waisila-Wasserfall genommen habe, wurde es weniger und der noch längere Dakua Trail zurück war dann wirklich natürlich und “wild”. Insgesamt war das sehr schön, auch wenn ich nicht die geringste Lust verspürte in den “pools” Schwimmen zu gehen – naja, beim Waisila hätte ich vielleicht überlegt, aber ich hatte ohnehin keinen Badeanzug dabei…
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Wieder zurück am “Resort” habe ich noch ein wenig am See gesessen und im Internet gesurft, bevor ich den Bus zurück nach Suva schnappte, um von dort aus nach Singatoka zu fahren…
Die Busfahrt dahin war nicht lang und wurde noch kurzweiliger durch eine Unterhaltung mit Oliver – einem fijianischen Lehrer, der auch noch Volleyball spielt… hahaha.

Rakiraki in Fijis Norden…

…bietet Anderes als erwartet.

Mit dem Bus (dreimal umsteigen) ging es also nach Rakiraki zu meiner nächsten Unterkunft bei einem Couchsurfer. Auf der Fahrt bekam ich die trockene Seite der Insel zu sehen, viele abgeerntete Sugar Cane Felder und alles braun-grau – eher enttäuschend.
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Als ich auf der Farm außerhalb von Rakiraki ankam, war dort auch gerade eine Familie mit drei Kindern angekommen, die ebenfalls bei John ein paar Tage bleiben würden. Neill und Denise sind Anfang dreißig und Amerikaner, die versuchen auf der Insel Koro quasi selbstversorgend auf einer Farm zu leben. Es war mein großes Glück, dass sie auch da waren, denn so war mit den Kindern immer was los und wir haben uns gut unterhalten und verstanden. Leider gab es bei John in der Nähe keinen Strand – und eigentlich überhaupt gar nicht in der Rakiraki Gegend. Auch wenn das Wasser schön türkisblau war, der Rest entsprach so überhaupt nicht meiner Vorstellung von Fiji. Nichts mit grünen Palmen an weißem Strand, eher trocken-braune Berge und steinige Küste. Auch wenn der Blick auf die Berge um John’s Haus sehr schön ist…
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Am nächsten Tag bin ich mit Neil, Denise und den Kindern immerhin zum Volivoli Resort gegangen (ca. halbe Stunde Fußmarsch) und Schwimmen gewesen. Das Volivoli Resort liegt auch eigentlich ziemlich einsam an der Nordspitze Fijis und außer Tauchen haben sie ansonsten nichts anzubieten. Also sprach ich mit dem Divinginstructor und klärte meine Optionen, weil ich ja eigentlich einen Tauchschein habe, aber der eben schon seit 20Jahren ungenutzt ist. Ich verabredete dann einen Probetauchgang (Introductory Dive) mit ihm für den nächsten Tag. Den musste ich aber leider wieder absagen, da ich (mal wieder) Rücken- und Kopfschmerzen hatte und das nicht unbedingt als ideale Ausgangslage ansah. Abgesehen davon hatte ich Schlaumeier natürlich meinen Tauchpass in meinem Gepäck in Nandi gelassen… (das war dann sicherlich noch der letzte Entscheidungs-“Tropfen”).
Am Sonntag Nachmittag hat uns John noch auf seinem kleinen Boot zur gegenüberliegenden Insel Maleakea gefahren. Das war eine recht raue Fahrt, die ich glücklicherweise ohne seekrank zu werden überstanden habe (hat mich echt gewundert…!!!). Auf Maleakea gab es dann tatsächlich den ersehnten Sandstrand, wenn auch sehr schmal und mit durch den Wind aufgemölmten Wasser – also leider nichts mit kristallklar.
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Am Montag habe ich dann hauptsächlich rumgegammelt und meinen Kopf und Rücken geschont. Schließlich bin ich mit John nach Rakiraki gefahren, da er dort was zu erledigen hatte und ich so etwas einkaufen konnte. Da an den vergangenen Abenden Denise gekocht hatte (sehr, sehr lecker), wollte ich mich revanchieren (essbar…).
Am Dienstag war dann für uns alle Abreisetag. Neil und Denise machten sich mit den Kindern schon gleich morgens auf den Weg, während ich mit John noch zu einem Beekeeping-Project in eine Village aufbrach. “Village” werden hier ganz allgemein die Einheimischen-Dörfer genannt, die noch ziemlich einfach (um nicht zu sagen rückständig) und eher konservativ sind. John zeigte den Fijis wie man “frames” (Wabenrahmen fur Bienenstöcke) selber zusammen baut und hat mit ihnen ihre Bienenstöcke kontrolliert. War sehr interessant… Da ich keine lange Hose mit hatte, musste ich mir einen Sulu leihen – und habe unter dem langen Rock elendig geschwitzt 😉 (Aber ganz sicherlich nicht so sehr wie die Armen in ihren Schutzanzügen…)
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Am Nachmittag habe ich mich dann in den Bus nach Suva gesetzt und endlich Fijis “50 shades of GREEN” gesehen, denn nun ging es durch Regenwaldgebiet…
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Fiji beginnt mit Fiji-time…

…was bedeutet, ich habe es langsam angegangen.

In Nadi hatte ich für die ersten Nächte ein Hotel gebucht, das auch eine Flughafenabholung als Service anbot. Das war sehr angenehm, da der Flug abends ankam und es schon dunkel war und ich so weder auf der Suche nach einem Bus rumirren noch ein möglicherweise überteuertes Taxi bezahlen musste. Außer mir wurde noch ein weiterer Hotelgast aufgelesen und wie sich herausstellte, ebenfalls ein deutscher Lehrer auf Sabbatical-Reise…. (und mit ähnlicher Route).
Am Abend passierte jedenfalls nicht mehr viel, ich ging zum nächsten Supermarkt, um zumindest etwas Wasser für die Nacht zu haben und schrieb ein wenig an meinem Blog. Auf dem Flug von Honolulu nach Nadi hatte ich schon ordentlich meine Fotos und meinen Blog bearbeitet, aber ich hing halt immer noch weit, weit hinterher. Deshalb war ich fast froh, am Morgen festzustellen, dass der Strand vor meinem Hotel eher grau-braun und auch das Wasser nicht sonderlich klar war. Das lud mich (Hawaii-Verwöhnter) überhaupt nicht zum Schwimmen ein….
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Das wichtigste für mich am nächsten Morgen war, einen Adapter zu kaufen. Nadi schien laut Google Maps nur eine gute halbe Stunde Fußmarsch entfernt, so dass ich beschloss, auf diese Weise auch schon mal die Gegend zu erkunden. Frank schloss sich mir an und wir brauchten eine halbe Stunde bis zum nächsten Ort (ich glaube Martintar), wo ich tatsächlich für 1,50 F$ (=0,70euro) einen Adapter kaufen konnte. Anschließend gingen wir noch weiter bis Nadi und kamen auf dem Weg an einer Trauerfeier vorbei. Obwohl wir auf der anderen Straßenseite gingen, wurden wir rübergewunken und zum Kava eingeladen. Der Kavadrink wird hier zeremoniell zur Begrüßung und allen anderen Möglichkeiten getrunken. Bevor man die Schale annimmt muss man dreimal klatschen, dann auf ex austrinken und dann wieder einmal klatschen. Ich kam mir ein wenig merkwürdig vor, weil eigentlich die Frauen und Männer getrennt saßen und ich nun bei den Männern saß, aber ich hatte ausdrücklich gefragt… Übrigens ist der Kavadrink angeblich keine Droge, aber Jana hat es gegoogelt und sagte die Wurzel heisst Rauschpfeffer 🙂 . Außer einem leicht tauben, pelzigen Gefühl im Mund habe ich übrigens weder eine berauschende noch entspannende oder sonstige Auswirkung vom Kava verspürt. Gerade hat mir auch jemand erklärt, dass man es regelmäßig trinken müsste, um diesen Effekt zu erreichen…
Nachdem wir unseren Kava getrunken und ein paar Sätze mit den Männern gesprochen hatten, gingen wir weiter und waren nach einer weiteren halben Stunde in Nadi. Hier war es erwartet turbulent und “exotisch interessant”. Wir bekamen bei einem Markt nochmal Saft zum Trinken geschenkt und probierten ein paar indische Süßigkeiten, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten.

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Unterwegs gab es für mich dann noch frisches Kokosnusswasser – lecker…
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Später saß ich auf der Terrasse – immerhin mit sehr netter Aussicht – und schrieb an meinem Blog.
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Da mein Akku sich aber dem Ende neigte, wollte ich ihn aufladen und stellte fest, dass der blöde Adapter natürlich kaputt war. Nachdem ich irgendwie eine halbe Stunde lang alle Steckdosen ausprobiert und mit Klebeband zugepflastert hatte, musste ich nochmal den Weg zum Supermarkt auf mich nehmen. Zum Glück hat dann alles geklappt und ich konnte meine sämtlichen “Devices” aufladen – gleichzeitig, denn zum ersten Mal kam hier mein Multistecker mit USB-Buchsen zum Einsatz…
Währenddessen ging ich ins Hotel nebenan zum Essen – Pasta zum halben Preis, das waren dann nur noch 4.50€. Und nachdem dann auch alles aufgeladen war und es im Hotel ja freies Internet gab, habe ich mal wieder mit Jana geskyped 😀
Fijitime stand auch am nächsten Morgen auf dem Plan. Nichts mit früh aufstehen und Sonnenaufgang fotografieren (war ohnehin bewölkt) und später wieder nur auf der Terrasse am Blog geschrieben. Aber es fühlte sich gut an, weil ich ganz entspannt und zufrieden war und die Temperatur super angenehm.
Irgendwann juckte es mich aber doch wieder, los zu marschieren und so nahm ich den Bus nach Nadi (wird ubrigens Nandi ausgesprochen) und von dort den Bus nach Denarau. Dort sollte das Hardrock Café sein, was mich vermuten ließ, dass es dort noch mehr Geschäfte, Restaurants usw. gäbe und ein bißchen was los sei. Ja, Restaurants und Geschäfte gab es, aber “totally upscale” – soll heißen “teuer” – und insgesamt liefen vielleicht zehn Touristen herum. Total langweilig! Das Beste war eine “Hot Bread Kitchen”, wo es Brot und Gebäck super günstig gab (ein Kokosnuss-Weissbrot-Zopf fur 1,20F$ = 60Cent).
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Im Endeffekt habe ich also nur viel Zeit “verplempert”…
Da ich auf dem Weg nach Denarau einen leckeren Smoothie getrunken, ein paar indische Süßigkeiten und eben den Hefezopf verdrückt hatte, entfiel das Abendessen und ich setzte mich wieder auf die Terrasse und schrieb (Hawaii hatte mich ja wirklich vom Schreiben abgehalten und es gab soooo viel zu erzählen…). Als ich da aber so saß, hörte ich im Nachbarhotel Musik und Rufe, was sich irgendwie nach einer Veranstaltung anhörte. Und tatsächlich führte eine Gruppe Fidjianer Tänze und Feuertänze auf. Sehr schön!
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Der nächste Tag war mein Abreisetag und ich packte den Koffer und versuchte noch ein bißchen zu recherchieren, was ich denn anschließend (nach Rakiraki – meinem nächsten Ziel) machen könnte. So richtig konnte ich mich nicht entscheiden und verschob weitere Recherchen auf meinen nächsten Halt. Ganz kurzfristig (45Minuten vorm Auschecken) habe ich mich dann zum Glück entschieden, dass ich meinen Koffer in Nadi lasse (und eben die letzte Nacht nochmal in dem Hotel übernachte) und nur mit Rucksack losfahre…