Apollobay bis Melbourne…

…Regen und Sonnenschein.

Als ich am Freitag (29.04.) von Apollobay wegfahre, verspricht das Wetter mal wieder nichts Gutes – was sehr schade ist, weil mal wieder viele wunderbare Strände zum Schwimmen einladen würden…
Dafür habe ich ein weiteres, geniales Koala Erlebnis…. Ich fahre so im trüben Wetter die Great Ocean Road bei / in Kennet River entlang, als mir plötzlich ein ganzer Haufen Leute auf bzw. neben einem Parkplatz aufallen. Während ich mich noch wundere, wo die alle herkommen, wo dort gar kein (Tour-) Bus rumsteht, lese ich auf dem Schild des daneben liegenden Cafés “Koala Cove Café”. Ich zähle eins und eins zusammen, wende fix und habe recht. Neben einem ganzen Schwarm bunter Papageien (die den Leuten aus der Hand fressen), sitzen auch zwei Koala in den Bäumen.
image
image
Der eine schläft die ganze Zeit und lässt sich gegen das Licht auch schlecht fotografieren. Der andere ist ganz munter und klettert in den Bäumen herum und kommt immer weiter runter. Nachdem alle 15-20 Leute ausreichend Fotos gemacht haben, bleiben nur noch ich und ein spanisch sprechender Tourist stehen und beobachten weiter den Koala. Und plötzlich legt er richtig Geschwindigkeit an den Tag und klettert behende vom Baum, läuft weniger als einen Meter vor meinen Füßen an mir vorbei zum nächsten Baum. Blöderweise habe ich gerade nur das Handy in der Hand (weil ich Jana – mal wieder – ein Bild schicken wollte), das dann aber nicht angehen will. Bis ich die Kamera wieder rausgezerrt habe, ist er schon auf dem Sprung. Ich finde, man sieht ihm richtig an, wie er die Entfernung und Gefahr durch die anderen Leute abschätzt (mich und den anderen Touristen scheint er as harmlos eingestuft zu haben…). Ach, ich hab echt Glück mit den australischen Tierchen…
image
image

Etwas weiter in Lorne stoße ich zufällig auf ein Hinweisschild zu den Erskine Falls. Auf dem Weg fällt mir zum wiederholten Mal der australische Humor auf – oder sind das die ausländischen Touristen???
image
Die Wasserfälle selber sind trotz Regen ziemlich “dürftig” – da versteht man die an der Straße stehenden Hinweisschilder zu “water restrictions”. Aber trotzdem lohnt sich der kleine Abstecher, weil der Wald und Bachlauf einfach wunderbar sind – und vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich kommt der Regen dem “Grün” fototechnisch sogar ganz unterstützend zu Gute…
image
image

In Fairhaven gibt es neben wieder toller Felsküste (Split Point) auch einen Leuchtturm.
image
image
image

Und wieder ein Stückchen weiter am Urquhart Bluff entdecke ich auch wieder zufällig wunderbar gemusterte Felsen am Strand…
image
(Siehe auch das Titelbild…)

Den nächsten Ort Anglesea hatte ich als eine Übernachtungsmöglichkeit in Betracht gezogen, da es aber noch früh ist, fahre ich die knappe halbe Stunde weiter bis zum Hostel in Bells Beach (Torquay) und mache noch ein paar nette “Dämmerungs”fotos – ein Versprechen auf besseres Wetter für den nächsten Tag…
image

Tatsächlich wartet der Samstagmorgen (30.04.) mit Sonnenschein auf und der Surf-Strand zeigt sich spiegelglatt…
image

Mir scheint Torquay wäre wert noch ein wenig länger zu erkunden, aber leider muss ich mich früh auf den Weg machen, um in Melbourne meinen Mietwagen abzugeben.
image

Ich habe ja wieder “umgeplant”, so dass ich das Relocation Car zwar abgebe, aber gleichzeitig einen neuen Wagen (für die nächsten drei Tage) mitnehme.
Damit fahre ich dann zu Yarra River Park und gehe ein wenig spazieren. Das Wetter ist wunderbar!
image
image

Und dieser Weg ist anscheinend nur für Fußgänger, Radfahrer und Schlangen… 😮 “Keep left!” – ob die Schlangen (so ohne Daumen) wissen, wo rechts ist???
image

Vom Yarra Park will ich eigentlich nach St.Kilda fahren, aber Staus verderben mir nach einer Weile die Lust und ich mache mich auf den Weg nach Südosten auf die Mornington Peninsula. Nach einem Zwischenstopp in Chelsea am Strand, erreiche ich gegen Spätnachmittag Rosebud (ist das nicht ein großartiger Name?), wo ich bei der Bekannten meiner Sydney-Gastgeberin übernachten kann.
image

Von Portland bis Apollobay…

…reichlich Fotos trotz durchwachsenem Wetter.

Am Mittwoch Morgen (27.04.) bin ich von Portland aus erstmal zum Cape Bridgewater gefahren, da mir meine Gastgeber dringend empfohlen hatten, dort vorbei zu schauen. Sehr gut!
image
Als erstes bin ich (Strand links liegen lassend) den kurzen Spaziergang entlang der Küste bis zur Seehund Kolonie geschlendert. Ist die größte “Seal colony” auf australischem Festland, wobei dort “Australian and New Zealand Fur Seals” freundlich nebeneinander leben. Es war unheimlich toll zu sehen, dass viele der Seehunde im Wasser herumtollten – Schwanzflossen raus, auf dem Rücken liegen und die Seitenflossen vor dem Bauch aus dem Wasser strecken, sich dann umdrehen oder wie eine Schraube durch’s Wasser winden, sich gegenseitig jagen und dabei aus dem Wasser springen… Leider ist der Zoom meiner Kamera nicht stark genug, um das vernünftig festzuhalten…
image
Anschließend bin ich auf die andere Capeseite gefahren, wo es “blow holes” geben sollte. Die konnte man trotz Wind aber nicht richtig sehen. Dennoch hat sich der Weg gelohnt, da es quasi mein erster Eindruck der Great Ocean Road Küste war. Gelb-orange Felsen, von Wind, Wetter und Wasser zerklüftet und bearbeitet. Besonders beeindruckend der sogenannte “petrified forrest”, bei dem es sich aber nicht wirklich um versteinerte Bäume handelt, sondern um “Limestone” (zu deutsch Kalkstein…), der vom Wasser ausgehöhlt wurde…
image
image
Nach einem kurzen “Beach Stopp” (mieselt gerade) biege ich noch auf der Straße zwischen Bridgewaterund Portland zum Bishop Rock ab, wo ich auch wieder von der tollen Küste beeindruckt bin – aber viel schöner einem kleinen Ameisenigel über den Weg laufe (oder besser er mir…).
image
Hinter Portland auf der Straße Richtung Narrawong habe ich dann nochmal einen Koala entdeckt – und dann wohl leider geweckt. Aber der Baum stand unterhalb des Straßenniveaus und der Koala saß so günstig auf dem Baum, dass ich prima ein Foto machen konnte…
image
Australian Wildlife hautnah 🙂

Über Port Fairy und Warnambool kam ich dann zur “ausgeschilderten” Great Ocean Road, auf der man aber erst ein Stück vor Peterborough tatsächlich dem Meer nahe kommt. Mit “Bay of Islands” hatte ich gleich mein erstes “Sigtseeing Ziel” auf der Great Ocean Road…
image
image
image

Bay of Martyrs war der nächste ausgeschilderte Stopp.
image

Peterborough ist dann ein winziger Ort mit einem tollen Strand und Ausblick.
image
image

“El Grotto” und “London Bridge” sind an diesem Tag die letzten Stationen der Great Ocean Road, da es schon langsam dämmert.
image
image
image
image

Die Nacht verbringe ich im Hostel in Port Campbell – wo es dann leider anfängt zu regnen. Und so fängt der nächste Tag auch ziemlich trüb und feucht an, aber glücklicherweise zeigt sich zwischendurch doch manchmal die Sonne oder ein Stückchen blauer Himmel…
Als erstes fahre ich nochmal ein kleines Stück zurück, um den am Vortag verpassten “Arch” und einen Lookout auf Port Campbell nachzuholen.
image

Ansonsten stand sozusagen der “Hauptteil” der Great Ocean Road auf dem Programm, also alles wovon man schon so viele Bilder gesehen hat – tja, sorry, bei mir jetzt auch…
“Tom and Eva”
image
“Razorback”
image
“Loch Ard Gorge”
image
“Muttonbird Island”
image
“Thunder Cove”
image
“12 Apostle”
image
image

Hinter den “12 Aposteln” biegt die Great Ocean Road landeinwärts und man fährt durch wunderbare oder auch merkwürdige Wälder.
image
image
image
Und auf irgendeinem Nebenweg / Schleichweg wird die Erde plötzlich rot (ich dachte, das wäre nur im “Red Center” so…).
image

Leider wird es immer bedeckter und kühler und zum Otway Leuchtturm komme ich auch etwas zu spät. Und so bin ich an diesem Donnerstag (28.04.) ziemlich früh in meinem Hostel in Apollobay.

Von Adelaide bis Portland…

…die ersten Tage Richtung Great Ocean Road.

Am Sonntag (24.04.) ging es also von Adelaide (nach dem Abstecher zum Morialta Park) los zum Roadtrip Richtung Great Ocean Road. Da ich ja eigentlich erst am Nachmittag losgefahren war (und auch noch zwischendurch einen größeren Shoppingstopp in Noarlunga eingelegt habe), gibt es von diesem Tag nicht viel zu erzählen. Nach Morialta und Noarlunga, fuhr ich abseits der Hauptstraße am Myoponga Reservoir vorbei, später in Second Valley Bay und schließlich Richtung Victor Harbour, wo ich meine erste Übernachtung bei einer Couchsurferin hatte…
image
image
Am Montag (25.04.) war ANZAC-Day – ein großer Feiertag in Australien und Neuseeland, an dem sie der Soldaten aus dem ersten Weltkrieg gedenken. Zum Glück war das meiner Gastgeberin egal und wir machten einen morgendlichen Spaziergang an der Küste und fuhren zu einem super schönen Strand, bevor sie zur Arbeit musste (wo ich sie noch nötigte in meinem Buch zu werkeln…).
image
Als ich mich schließlich auf den Weg machte, klapperte ich erstmal die weiteren Strände ab (Port Elliot, Middelton, Goolwa), um das schöne Wetter auch vernünftig auszunutzen.
image
Von Goolwa ging es landeinwärts nach Strathalbyn (jaaaa, nett) und von da aus nach Longhorn Creek, wo ich eigentlich eine “winery” besuchen wollte. Da es mittlerweile aber schon nach 15.00h war (und ich noch mindestens zwei Stunden fahren musste), verzichtete ich darauf.
In Wellington (NICHT NZ) setzte ich mit der Autofähre über den Murray River, machte in Meningie nochmal Pause, bevor ich bis nach Kingston durchfuhr. Ich wollte vermeiden im Dunkeln zu fahren, um nicht Gefahr zu laufen ein Känguruh zu überfahren. Die vielen toten Känguruhs am Wegesrand erzählen da eine traurige Geschichte…
image
Auch in Kingston bin ich günstig bei einem Couchsurfer untergekommen.
Am 26.04. fuhr ich früh aus Kingston weg – der Ort ist total nichtssagend und nicht wirklich einen Besuch wert. Auch die in der Nähe liegenden Orte sind nicht erwähnenswert – tue ich der Vollständigkeithalber aber doch… Cape Jaffa, Robe und Millicent waren mir nicht mal ein Foto wert…. (außer die netten, herbstlichen Weinreben – ist anscheinend echt DIE Weinregion).
image
Southend war dann ein ebenso langweiliger Ort, aber mit toller Küste langer Bucht und wunderbarem Strand…
image
Der nächste Stopp war in Mount Gambier, ein größerer Ort, der als Attraktion einen Kratersee hat, der zwischen November und März ganz blau sein soll (Blue Lake). Jetzt Ende April war er schon auch noch blau…
image
Netter Kontrast zum Herbstlaub…
image
In Nelson fuhr ich nochmal von der Hauptstraße ab, um noch ein wenig Sonne am Strand zu tanken. Toller Strand!
Auf der letzten Stunde nach Portland, muss ich irgendwo die Zeitzone gewechselt haben, so dass ich es gerade noch bis 18.00h zu meinen nächsten Couchsurfern schaffte.