KEY WEST, Naples and Sarasota…

…bring me back on track.

KEY WEST
Am Freitag (09.Okt.) kann ich endlich mein Auto holen… Ich mache mich also mit Sack und Pack per Bus und Bahn auf den Weg und bin sogar früher da, als gedacht / geplant – bekomme aber trotzdem mein Auto. Ich entscheide mich für einen großen, schwarzen Nissan, weil der kleine Chevy keinen USB-Anschluss hat (und das kann bei niedrigem Akkustand nützlich sein) und der kleine, blaue Nissan, der mir eigentlich besser gefällt, keine Kofferraumabdeckung.
Bald bin ich auf der richtigen Straße Richtung Süden, suche mal wieder nach einem guten Radiosender (bleibe bei Countrymusik hängen, das passt irgendwie zu meiner Stimmung) und bin guter Laune. Da ich für Jana mal nach Chucks gucken soll, fahre ich bei einer Mall ab – und stelle anschließend fest, dass es an der Stelle keine Auffahrt gibt. Nach einer kleinen Rundfahrt durch die weitere Nachbarschaft (Florida Mansions die X-te) bin ich aber bald wieder auf der US 1.
Erst finde ich die Keys gar nicht so beeindruckend, weil man auf der Hauptstraße z,B. auf Key Largo eigentlich gar nicht merkt, dass man auf einer Insel ist. Aber dann wird es doch immer deutlicher und so bin ich ziemlich guter Laune, als ich in meinem Hotel in Marathon ankomme – und noch mehr als ich in ein Familienzimmer ge-upgraded werde 😀 (Wahrscheinlich hätte sich nach der AirBnB Erfahrung aber alles super angefühlt…)
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Nach einer kurzen Pause und einem Kaffee fahre ich dann weiter nach Key West. Aus irgendeinem Grund habe ich die Vorstellung von einem Schickimicki Inselchen/Städtchen und nehme mir vor, nur an den äußersten Strand zu fahren und den Sonnenuntergang zu genießen. Aber dann nimmt mich Key West doch mit seinem Charme ein. Ich finde einen kostenfreien Parkplatz (dickes Plus), hole mir zur Happy Hour im “Fat Tuesday” einen “Miami Vice”-Cocktail (halb Strawberry Daiquiri, halb Piña Colada) und schlendere durch die Straßen des “Historic District”.
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Eine Bar neben der anderen, überall Livemusik, Kubanische Zigarren-Läden, Souvenirshops und natürlich ein Haufen Touristen. Aber ausnahmsweise stört mich das mal nicht und ich lausche mal hier und mal da der Musik. In einem Restaurant am Sunset Pier setze ich mich auf die Terrasse (auf Grund einer zurückgelassenen Bierflasche mit Rest, behelligt mich die Bedienung auch nicht…) und warte bei cooler Livemusik auf den Sonnenuntergang.
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Nachdem die Sonne fast untergegangen ist, gehe ich ein Stück weiter und komme zum Boardwalk “Sunset Celebration”. Dort gibt es Jongleure und Feuerschlucker, jede Menge Futterbuden und noch mehr Leute. Ich gucke dem einen Künstler zu und beschließe -da der Cocktail lecker war (und mich alkoholtechnisch überhaupt nicht beeinflusst hat), mir noch einen zweiten zu genehmigen. Auf dem Weg zum Fat Tuesday komme ich an einer Ticketbude für eine Ghosttour vorbei und entscheide spontan – als ich den nächsten Cocktail in der Hand halte – da doch einfach mal mitzugehen. Ich glaube zwar nicht an Geister, aber es wird vielleicht eine nette Tour und man erfährt ein wenig was über Key Wests Geschichte… Der zweite Cocktail hat es in sich (nach der Happy Hour schütten sie anscheinend erst den Alkohol dazu), aber die Ghosttour ist total langweilig. Leicht beschwipst verlasse ich nach 40 Minuten die Truppe (wenn schon das Geld rausgeworfen war, muß ich wenigstens die Zeit retten) und setze mich noch in eine Bar und lausche der Musik. Als ich mich irgendwann endlich wieder fahrbereit fühle, mache ich mich auf die einstündige Rückfahrt nach Marathon zu meinem California Kingbed (Breite mindestens 2,50m).
Am Morgen klingelt der Wecker früh, denn ich möchte gerne Sonnenaufgangsfotos machen. Nach einem kurzen Chat mit meiner kranken Jana, düse ich also auf die andere Seite des Keys und komme gerade richtig.
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Nach Wäschewaschen und Koffer neu packen, mache ich mich auf die Rück- bzw. Weiterfahrt – und komme auf dem Weg an einem Kayakverleih vorbei, wo ich mir für eine Stunde eins miete.
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Total schön, außer dass es in dem einen Tunnel ziemlich viel Mücken gab und ich mir beim Verscheuchen selber meine Brille vom Kopf gefegt habe. Ganz untypisch für mich (finde ich jedenfalls), bin ich nicht ins Wasser geklettert um sie wieder rauszufischen, da ich ein bißchen Sorge hatte, nicht wieder ins Kajak zu kommen oder bei dem Versuch, meine Kamera zu versenken. Naja, im nächsten Dollartree-Laden gab’s fur 1,-$ erstmal (provisorisch) eine Neue. Dann gings weiter nach Naples.

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