Napier…

…die guten und die schlechten Seiten.

Palmerston North war ja sozusagen nur eine Bus-Zwischenstation mit Übernachtung (10./11.02.). Das Hostel war auch nur so lala, was mich aber nicht so störte, da ich mich schon auf Napier freute. Aber weil es nicht so gemütlich war, bin ich abends eben noch ein wenig durch Palmerston gelaufen – und fand es entgegen aller Drohungen gar nicht so schlimm. Gut, das schöne Wetter half, alles in einem rosigen Licht zu sehen, aber richtig häßlich war es wirklich nicht, es hatte einige schöne Ecken mit Park und Kunst etc.
Der Bus nach Napier dauerte auch wieder nicht soo lange und bei schönem Wetter erlebte ich Napier beim Reinfahren blumig und nett.
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Und dann kam das Hostel… Von außen schon ziemlich abgewrackt, versuchte ich mir noch einzureden, dass es drinnen trotzdem nett sein könnte (konjunktiv!!!). Und diese “Möglichkeit” das es nicht so sein könnte, bestätigte sich… Nicht nur abgenutzt, sondern auch dreckig. In der graugestrichenen Lounge gerade mal ein graues Sofa (davor ein grauer Teppich) auf dem es sich zwei Kerle bequem gemacht hatten und es damit voll belegt war. Die Küche (grau) dreckig, die Kühlschränke vollgestopft, in der Ecke wo man seine Lebensmittel aufbewahren sollte Chaos, alles durcheinander (nix mit Label) und kein Platz mehr (gut, nehm ich die Sachen eben mit auf’s Zimmer). Das Zimmer ist prinzipiell okay, riecht “bloß” furchtbar nach Alkohol… Laune auf dem Tiefpunkt. Raus hier und gucken, was man machen kann, wohin dem entfliehen… Und ich habe drei Nächte gebucht und schon bezahlt, grmpf!!).
In der Touristinfo miete ich mir ein Auto, damit ich rumfahren kann und gegebenenfalls auch drin schlafen kann, wenn das im Hostel zu arg wird.
Ich fahre gleich nach Hastings zum Nightmarket – was habe ich erwartet, zehn Buden, aber Livemusik. Leider waren die Musiker nicht so richtig gut und so studierte ich die Karte, wo ich noch hinfahren könnte.
Te Mata Peak Lookout hatte mir die Dame im I-Site empfohlen, also da hin. Gute Entscheidung! Ich bleibe fast zwei Stunden – endlich mal wieder Sonnenuntergangsfotos…
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Am Abend unterhalte ich mich noch lange mit einer jungen Deutschen in meinem Zimmer. Die anderen beiden Zimmergenossen kommen erst um 0.00h bzw. um 8.00h morgens (letztere alkoholisiert).
Freitag (12.02.) wil ich das Auto ordentlich nutzen und ein bißchen die Gegend um Napier herum auskundschaften. Als erstes fahre ich nach Norden, wo mir die I-Site-Frau enen Beach eingezeichnet hatte. Die Beschilderung ist wie üblich recht kurzfristig – das Schild steht unmittelbar an der Kreuzung, also entweder Vollbremsung oder vorbeifahren und kehrt machen. Die nächstmöglich günstige Wendestelle ist der Parkplatz zu einem Scenic Reserve. Und weil ich schon mal da bin, schaue ich mir das Schild genauer an und beschließe mir die beiden angekündigten Wasserfälle mal anzusehen. So ein Glück! Nach einem kurzen Hike ein toller Wasserfall in einer Art Grotte und ein Stück weiter noch ein Ausblick auf einen weiteren.
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Ich wandere dann noch ein wenig weiter, aber der Weg wird immer matschiger und zugewucherter. Ich fahre auch noch bis zum nächsten Parkpatz, wandere einmal den Loopwalk und beschließe dann, nun doch endlich mal zum Waipatiki Beach zu fahren. Nachdem ich erst nochmal die falsche Abfahrt genommen hatte (stand auch Waipatiki Beach) und die Gravelroad nach einer halben Stunde nur zu einer Farm führte, kam ich auf der zweiten Straße (nochmal ne halbe Stunde) endlich zu einer netten Bucht. Der Strand war wirklich schön, aber die Wellen waren ganz schon heftig…
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Also machte ich mich nach einer Stunde wieder auf den Weg, um diesmal im Süden von Hastings an den Waimarama Beach zu kommen. Auch sehr schön, aber mittlerweile war Ebbe und so das Wasser sehr flach.
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Nach einem kurzen Bad fuhr ich noch “fix” zum OceanBeach, der mir von mehreren Leuten empfohlen worden war, aber der gefiel mir gar nicht. So saß ich nur eine Weile im Sand und beobachtete die Leute. Auf dem Rückweg nach Napier fiel mir auf, dass es noch sehr früh war und ich unmöglich schon ins Hostel zurück konnte / wollte. Also bog ich nochmal Richtung Meer ab und landete am Haumoana Beach, der aber kein Sandstrand war, sondern Felsen und Kies.
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Am Samstag morgen stand der Farmersmarket in Napier auf’m Plan, aber der war unerwartet klein, so dass ich mich lieber aufraffte und endlich einen neuen Koffer kaufte. Mein alter Koffer hatte mittlerweile alle Rollen verloren und trotz Klebeband wurden die Wege zwischen Bus und Hostel immer mehr zur Qual… Also “byebye old – hello new”…
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Mit dem Auto fuhr ich Richtung Clifton, um zum Cape Kidnappers zu kommen und möglicherweise bis zur Gannet Colony zu wandern. Kurz vorher änderte ich meinen Plan und fuhr erst zum Chocolate Museum – nun ja, das war jetzt nicht so berauschend. Also wieder Richtung Cape Kidnappers, aber dort angekommen entschied ich mich gegen einen Hike, da ich nicht daran gedacht hatte, dass der Hike am Strand lang nur bei Ebbe geht und über Land “5 hour return” sein sollte (und ich ja mein Auto wieder abgeben musste). Also blieb ich in Clifton eine Weile am “Strand” (Geröll), bevor ich beschloß doch mal einer Winery einen Besuch abzustatten.
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Mit Te Awanga erwischte ich aber ausgerechnet eine winery, die an diesem Tag keine Weinprobe anbot, sondern ein “fundraising festival” mit Livemusik hatte.
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Anschließend fuhr ich noch ein wenig rum (Fernhill hörte sich so nett an, war aber eigentlich kein Ort) bevor ich mein Auto nach Napier zurück brachte und mich mit Tablet in den Clive Square Park setzte, um ein wenig am Blog zu schreiben…
Am Sonntag Morgen brachte ich meine Sachen als ersts in ein neues Hostel – wie cool wäre es gewesen, wenn ich das gleich gebucht hätte… Gegenüber meines ersten Hostel fand ein “Fleamarket” statt, über den ich bummelte, um mich anschließend auf einen kleinen Foto-Walk auf zu machen. Erst ging es zu den Centennial Gardens und dem Historic Prison.
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Anschliessend hoch zum Bluff Hill Lookout und von dort im Zigzag durch Nebenstrassen schlendernd zurück zum “Stadtzentrum” um endlich mal ein paar Fotos der “Art Deco Capital” zu machen….
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Dort traf ich Theresa (die junge Deutsche aus meinem ersten Hostel) und wir machten gemeinsam noch einen Spaziergang am Meer entlang.
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