Key West, NAPLES and Sarasota…

…bring me back on track.

Am Samstag nachmittag fahre ich über kleine Nebenstraßen (ich hatte mir das gemütlich und schön vorgestellt, aber es war eigentlich nur langsam und langweilig) zurück nach Miami und weiter nach Naples. Im letzten Außenposten von Miami stolpere ich nochmal über einen T-Mobile Shop und die freundliche Angestellte verspricht, das mein Internet jetzt “forever ever” funktionieren würde – zumindest solange es ein Signal gibt, was natürlich 10 Minuten später in den Everglades nicht mehr der Fall war… 😉
Das Stück durch die Everglades war ja landschaftlich sehr schön, aber zog sich auch ein wenig wie Kaugummi – so war ich dann recht froh als mein Navi mich in eine nette Wohngegend zu meiner Couchsurferin schickte. Das Haus war groß, die Gastgeberin recht nett, die Couch sogar gemütlich – aber der eine Sohn schien kein CS-Fan zu sein und rannte ständig nachts in den Wohnzimmer-Küchenbereich, machte Licht an und klapperte laut mit Schranktüren und Geschirr. So war ich am nächsten Morgen ganz froh wieder los zu kommen.
Als erstes bin ich in den “Bird Rookery Swamp” gefahren (nachdem ich erst ein wenig ziellos durch die Gegend gekurvt bin) und ein wenig spazieren gegangen (hiking…) – drei kleine Alligatoren und einen ganzen Haufen Alligatorenbabies habe ich gesehen.
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Später bin ich weiter nach Süden nach Marcos Island an den Strand gefahren. Dort gab es irre viele Muscheln – da wird einem deutlich vor Augen geführt, dass Sand “nur” zerriebene Muscheln sind. Ich habe ein ganz paar Muscheln gesammelt, bin Schwimmen gegangen und habe einfach die Ruhe genossen.
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Zurück in Naples wohnte meine nächste Couchsurferin in einer “Gated Community” und ich hatte ein großes Zimmer ganz für mich allein. Nachdem ich geduscht hatte, bin ich mit Renee und einem Freund von ihr in “Tin City” (Touri-Shopping-Restaurant-Einheit) ein Bier trinken gegangen. Unglaublich, mein derzeitiger Alkoholkonsum 😀
Am nächsten Morgen wollte ich im “Historic District” (eigentlich nur eine nette Einkaufsstrasse mit vielen Restaurants) rumbummeln, aber es war viel zu früh, also bin ich erstmal in einem I-Hop frühstücken gegangen. Während des Frühstücks fand ich bei Groupon ein Angebot für eine “Historic Trolley Tour” in Naples und beschloß doch für den Einstieg die mal mitzumachen. Ich weiß ja, dass man auf “historic” hier nicht unbedingt was geben kann, aber diese Tour war “a waste of time and money” – wobei mich die zwei Stunden Zeit mal wieder am meisten geärgert haben. Damit war es aber auch schon wieder Mittag und ich wollte endlich zurück in die Everglades fahren, um dort so eine Tour mitzumachen. Kurz hinter Marcos Islands hatte ich dann aber “second thoughts”; die Fahrt nach Chokoloskee dauert pro Richtung eine Stunde, die Tour kostet wenigstens 40,-$ und das Benzingeld muss ich auch noch rechnen, auf umweltvernichtendes Airboot habe ich ohnehin keine große Lust und durch Mangroventunnel bin ich schon mit dem Kajak gepaddelt… Also bin ich kurzentschlossen wieder nach Marco Islands zurück um nochmal einen Strandtag einzulegen. Bei einem Toilettenstopp änderte ich meinen Plan erneut, setzte mich in einen nahen Park und schrieb meinen Miami-Blog nochmal. Das war sehr entspannt und ruhig und ich hinterher sehr zufrieden mit mir und dem Tag.
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In Naples fuhr ich zu meiner dritten Couchsurferin (ja, im Gegensatz zu Miami war Naples mir freundlich gesonnen), mit der ich dann noch mit Mann und Kind an den Strand fuhr um den Sonnenuntergang abzupassen. Wir sind fast die gesamte Zeit im Wasser gewesen und es war unheimlich nett. Die Familie war sehr herzlich und zurück im Haus gab es Nudeln und später einen Film (Nicolas Sparks – und ich heule bei sowas doch immer so….).
Ganz zufrieden fahre ich nach einer Nacht auf dem Boden (die Couch war zu weich und zu kurz) nach Norden mit Ziel Sarasota.
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