Savannah…

… Beauty in the South

Oh, Nachtrag zum Sonnenuntergangsfoto in Saint Simmons Island – natürlich (?!) war hier auch wieder “Unbefugtes Betreten” im Spiel…

Sonntagabend (18.10.) kam ich also im Dunkeln in Savannah an – und da ich noch keine Antwort von einem Couchsurfer hatte, checkte ich wieder in einem Hotel ein (naja…).
Am Montag morgen bekam ich zum einen eine Zusage für eine “Couch” und auch einen Anruf einer anderen Couchsurferin (Leona), die mir keine Couch anbieten konnte, aber mich am Nachmittag ein wenig rumführen wollte. Super! Also packte ich alles zusammen, suchte mir raus, was in Savannah lohnenswert anzusehen wäre (die nahe gelegene Plantation, die ich eigentlich geplant hatte, war Montag geschlossen) und machte mich auf den Weg nach Tybee Island. Dort ging es als erstes zum historischen “Fort Pulaski”, das eine entscheidende Bedeutung im Bürgerkrieg gespielt hatte (Unterricht in Amerikanischer Geschichte inklusive…).
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Eigentlich liegt das Fort auf Cockspur Island, deshalb ging es erst anschließend wirklich auf Tybee Island. Dort gibt es einen Leuchtturm – und wie schon oft gesagt, ich finde es toll hochzuklettern und die Aussicht zu genießen. Das war da aber nicht wirklich möglich; nachdem man nämlich die fast 100 Stufen geschafft hatte, stand man unterhalb der Lampe und konnte weder raus gehen noch gab es da oben Fenster – zum Glück gab es zwischendurch zwei kleine Fenster…
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Immerhin gab es noch das Wohnhaus des “Lighthousekeepers”, das einigermaßen nett zurecht gemacht war. Das Museum, welches man ebenfalls ansehen konnte, war den Besuch nämlich auch nicht wert. Und der Ort an sich war saisonbedingt sehr leer und machte einen eher “abgenutzten” Eindruck. Abgesehen davon, dass das Wetter nicht zum Schwimmen einlud, der Ort und Strand taten ihr Übriges…

Zurück in Savannah suchte und fand ich relativ schnell einen kostenfreien Parkplatz (dickes Plus!) – und wie ich bald herausfand gar nicht so weit entfernt von der Innenstadt und dem Treffpunkt mit Leona.
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Mit ihr durchwanderte ich dann erst den Forsythe Park (der aber recht leer war – eben Montag) und anschließend umrundeten wir ihn auch noch, um die schönen Häuser anzusehen. Dann fuhren wir mit ihrem Auto zu ihr nach Hause (noch wohnt sie ganz zentral) und machten uns von da erneut auf den Weg. Es ging die River Street entlang (viele Tourishops und ein bißchen stiefmütterlich vernachlässigt…), wo es (wie in Sarasota) einen “Peanutshop” gab, so dass mein Abendbrot mal wieder durch “sampling” (probieren) ersetzt wurde… 😀
Am Ende steht auch die Statue des “Waving Girl” – traurige Geschichte… (Sie verliebt sich, aber der Mann fährt wieder zur See und verspricht zurück zu kommen. Da sie in einem Leuchtturm wohnt, winkt sie allen ankommenden Schiffen zu, in der Hoffnung, die Erste zu sein, die ihr “Freund” bei seiner Rückkehr sehen wird. So winkt sie jahrein jahraus – aber er kommt nie wieder…)
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Anschließend gingen wir zur Happy Hour in ein Hotel (Leona kannte da einige der Angestellten, so dass niemand komisch guckte…), staubten einen Wein ab und gingen damit zum Washington Park. Dort trafen sich einige Nachbarn und Freunde zum abendlichen Plausch mit Drink. Sehr nett!! So etwas bekommt man nämlich nur mit Couchsurfing – freu!!
Nachdem wir unseren Wein geleert hatten, schlenderten wir weiter durch die Straßen, bummelten durch den Citymarket und unterhielten uns sehr nett. Unsere Fotoaktion war noch ganz lustig, weil ich hinter einem Paar beinahe hergerannt bin, damit sie ein Foto von uns machen…
Da ich nicht zu spät zu meinem anderen Couchsurfer kommen wollte, fuhr mich Leona gegen 18.00h zu meinem Auto und ich dann los Richtung “Isle of Hope”. Das letzte Stück war ein wenig abenteuerlich, weil es eben etwas außerhalb liegt und man dort anscheinend an der Straßenbeleuchtung spart… Ich habe es dann aber trotz Dunkelheit noch ganz gut gefunden.

Am Dienstag hatte ich dann wieder Erfolg bei der Parkplatzsuche und konnte zwei bis drei Parallelstraßen zur Jones Street mein Auto abstellen. Die Jones Street ist eine Wohnstrasse mit vielen, tollen Häusern in unterschiedlichen Stilen. Ich musste mich sehr zusammen reißen, um nicht von jedem einzelnen Haus ein Foto zu machen.

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Ganz am westlichen Ende angekommen, war ich nicht weit vom Visitor Center entfernt, von dem auch die Trolleytouren starten sollten. Beide Couchsurfer hatten empfohlen, für den ersten Überblick – da Savannah ja viel Geschichte zu bieten hat – eine Tour mitzumachen. Naja, wie sagte Scott später so treffend: “When will you start listening to yourself?!” – okay, das war also definitiv und endgültig die letzte Tour dieser Art, die ich mitgemacht habe!! Anschließend habe ich mich also noch mal zu Fuß auf den Weg gemacht. Savannah ist die erste geplante Stadt der USA, also mit diesen geraden Straßen und Querstraßen im “Schachbrettmuster”. Dazu hat sich Herr Oglethorpe noch ganz cool überlegt, dass Ganze um Parks herum anzulegen und so jeweils einen zentralen Mittelpunkt in jeder Neighbourhood zu haben. Dazu kamen noch weitreichendere Überlegungen, die ich sehr interessant und genial fand (Danke an Scott für die Hintergrundinfos – die ich jetzt aber hier nicht weiter ausführen werde…). Jedenfalls habe ich im Endeffekt alle Plätze “abgelaufen” und muss sagen “Superschön!”
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Dazu habe ich mir auch noch ein Hausmuseum angesehen, obwohl ich feststellen muss, dass ich so langsam genug alte Häuschen gesehen habe (ist mittlerweile wie Kirchen…).
Was aber in Savannah noch besonders schön ist, sind die “Iron Work” Verzierungen an Toren, Türen und überhaupt…
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Nachdem meine Füße schon ganz platt gelaufen waren und ich doch mal Hunger / Appetit auf richtiges Essen hatte, zog ich meine Happy Cow App zu Rate (sucht einem vegetarische Restaurants…) und fand in der Nähe das Restaurant “Mellow Mushrom”. Tatsächlich saßen da viele, viele Leute draußen an den Tischen und drinnen gab es auch eine Warteschlange. Ach, ich habe doch Zeit… – und dann musste ich höchstens fünf Minuten warten und saß an einem Tisch. Die Pizza war sehr lecker und das Bier gab es sogar zum Happy Hour Preis 😀
Savannah hat jedenfalls mein Herz erobert und ich kann es jedem nur empfehlen – und werde da hoffentlich selber auch nochmal hinkommen.
Am nächsten Morgen gab es dann noch einen Spaziergang über die Isle of Hope mit Scott und einem weiteren Couchsurfer, bevor ich mich auf den Weg Richtung Charleston machte…

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