St.Augustine…

…und wie man wieder auf den Boden der Tatsachen kommt.

Von St. Augustine hat mir jeder vorgeschwärmt und so freute ich mich sehr darauf. Nach einer frühmorgendlichen Fahrt entlang wunderbarer Strände (und einem weiteren Sonnenaufgangsfoto 😀 ) kam ich in St. Augustine an. Als erstes “stolperte” ich über einen Farmersmarket (war ja auch Samstag), über den ich ein wenig bummelte – aber leider gar nichts Leckeres kaufen konnte, da ich kein Bargeld mehr hatte.
Als nächstes steuerte ich den Leuchtturm an, denn ich mag Türme im allgemeinen und klettere auch gerne viele Stufen für eine gute Aussicht (immerhin etwas Sport…).
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Gegenüber gab es noch eine Alligatorfarm, aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden, da ich lieber mehr Zeit in der Stadt verbringen wollte (und ich ja schon echte, wilde Alligatoren in Naples gesehen hatte).
In St. Augustine stellte ich dann (wie in Touristengegenden fast immer) fest, dass Parken nicht so leicht werden würde. Ich fand aber gar nicht weit entfernt einen Parkplatz für zwei Stunden – mich macht nur immer dieses System nervös, dass ich keine Parkscheibe habe und woher sie dann wissen, dass ich noch nicht zu lange geparkt habe. Bei der Touristeninformation waren sie dann irgendwie komisch und wollten nur unbedingt ihre Trolleytour an den Mann bringen, was mich irgendwie nervte (weil ich ja diese Touren ja nicht mag). Also bin ich erstmal zum “Historic Old Jail”, und weil das laut Plan ein wenig weiter weg sein aber dafür “free parking” geben sollte, bin ich mit dem Auto hin. Ja, ich durfte da umsonst parken, wenn ich die Trolley Tour mitmache (grmpf) oder für die Zeit der Jailtour… Die Jailtour fand ich dann ziemlich doof und habe mich die ganze Zeit gefragt, ob tatsächlich jemand den Parkplatz kontrolliert. Da es aber recht weit bis zur Innenstadt zu laufen war und ich Angsthase keine Lust auf ein Ticket hatte, bin ich dann eine Weile mit dem Auto rumgekurvt, bis ich westlich vom Flagler College (in Lincolnville) einen freien Parkplatz fand und losspazieren konnte.
Die ersten beiden Gebäude – Lightner-Museum und Flagler College – waren schon beeindrucken. Leider habe ich die Tour im Flagler College knapp verpasst, so dass ich den angeblich großartigen Speisesaal nicht besichtigen konnte.
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Anschließend kam ich zur Georgestreet, DIE Straße im “historic district” – und leider fand ich es gar nicht schön. Die Touristen drängelten sich alle in den Fudge- und Ice Cream-Läden und die Kunsthandwerk- und sonstigen Läden fand ich ziemlich überteuert (und ich wollte ja auch gar nicht shoppen…). Abaer außer Shopping konnte man nicht wirklich was machen und die Häuser wirkten irgendwie nicht “historisch schön”, sondern eben nur klein und in schmaler Straße – letzteres sehr unamerikanisch eben. Nachdem ich also die Straße einmal rauf und runter gelaufen war, war ich total enttäuscht und hatte auch keine Lust mehr auf das historische Fort. Ich habe mich dann lieber in einen Kirchgarten bei meinem geparkten Auto gesetzt und einem Blueskonzert gelauscht, dass da gerade stattfand.
Als das zu Ende war, beschloss ich mir kein Hotel in St.Agustine zu suchen, sondern so lange es noch hell ist noch weiter an der Küste hochzufahren. Leider sagt einem Google Maps ja nicht, ob die schöne Küstenstraße tatsächlich Blick und Zugang zum Strand bietet oder nur auf die teuren Villen. An diesem Nachmittag war es nur noch wenig Strand und dann wieder viele teure, teure Häuschen (unglaublich). Auf Höhe Jacksonville bin ich ins Landesinnere auf der Suche nach einem Hotel… “Booking.com” ist auch nicht mehr das was es mal war, jedenfalls kann man sich auf die Bewertungen (“ansprechend”) nicht mehr verlassen…

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