Noch mal volles Programm…

… und zum Abschluss zwei Bier!

Am Mittwoch musste ich dann erst das Auto wegbringen, weshalb ich später mit meinem Arbeisteinsatz anfangen und somit auch später in die Stadt gekommen bin. Das Textil Museum stand auf dem Plan, da es umsonst sein sollte. Da das aber erst nach 17.00h der Fall wäre und ich nicht wirklich sooo Interesse daran hatte, habe ich mir das gespart. Nach einem kurzen Bummel über den Farmers Market vor der Cityhall, bin ich auch an der alten Cityhall vorbeigekommen und mir fiel auf, dass ich da noch gar nicht drin war. Sehr schönes Gebäude, auch drinnen, aber man darf leider keine Fotos machen, weil es ein arbeitendes Gerichtsgebäude ist – naja, unauffällig mit dem Handy geht vielleicht schon… (einmal die Regeln für ein gutes Foto übertreten… – ach, nee, das ist ja schon das zweite Mal…).

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Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Mackenzie House; ein angeblich historisches Gebäude, wo eine wichtige Torontoer Persönlichkeit gewohnt hat.Da ich die einzige Besucherin bin, erhalte ich eine private Führung 😀 – das ist eigentlich ganz praktisch, weil ich gezielt Fragen stellen kann und mir nicht zum hundertsten Mal die Geschichte mit dem Bettwärmer anhören muss (ich hab ja nun schon ein paar alte Häuser besucht…). Mit im Haus ist auch eine alte Zeitungspresse, da der Hausherr ein Journalist und Zeitungsverleger war (neben seiner wichtigen Bedeutung eine Rebellion für die Demokratie anzuzetteln…). Auch da bekam ich die Privatvorstellung und durfte meinen Namen “setzen” und selber drucken…
Da es bis zu meinem ROM Walk noch Zeit war, marschierte ich nochmal an die Harbourfront und machte es mir in einem der Sonnenstühle bequem. Dass die Sonne im September echt noch so wunderbar und warm ist… So habe ich ein bißchen die Zeit verpasst und vor allem den Fußweg zur nächsten Streetcar-Haltestelle unterschätzt, komme aber gerade noch pünktlich zu meinem “guided walk”. Das ROM (Royal Ontario Museum) bietet immer mal wieder kostenloe Rundgänge durch die verschiedenen Neighbourhoods an und am Mittwoch steht der Stadtteil um den Distillery District auf dem Plan. Das ist ganz nett, wenn auch ein bißchen Jahreszahl-lastig. Vor allem lerne ich dabei aber zwei Torontoerinnen meines Alter kennen, mit denen ich mich sehr nett unterhalte und hinterher noch was Essen gehe. So endet auch dieser Tag erst sehr spät.
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Am Donnerstag steuerte ich als erstes das Bata Shoe Museum an, aber wie ich vermutet hatte, war auch dort der Eintritt erst ab 17.00h frei. Da ich in der Gegend war und es mir empfohlen worden war, machte ich mich auf Yorkville zu erkunden. An der Hauptstrasse (Bloorstreet) finden sich die ganzen Luxuslabel-Läden von Burberry, Gucci, Tiffany und Co. – da war ich schon mal dran langspaziert. In der Parallelstraße Yorkstreet gibt es dann Luxusläden und -boutiquen, teure Restaurants und Cafes – weshalb man zum tiff da angeblich auch Stars begegnen kann (dafür war es jetzt ohnehin zu spät). Nun gut, muss man vielleicht gesehen haben… Ebenfalls empfohlen worden war mir, die direkt angrenzende “residential neighbourhood” Rosedale. Villen und Mansions wie in Newport – nun ist auch klar, wer es sich leisten kann in Yorkville einzukaufen. Ich mache ein paar Fotos von schönen Häuschen, als mir auffällt, dass meine Kamera nicht mehr richtig fokussiert. Ich probiere alles aus, von “Zurücksetzen” über Batterie auswechseln und im Menü rumstöbern, es hilft nichts… Mist! Also zurück in die Innenstadt, um nach einem Laden zu suchen, der mir vielleiccht helfen kann. Ich male mir schon aus, dass ich mir eine neue Kamera kaufen und die alte per Post nach Hause schicken muss. Im schnöden “best buy” bietet der freundliche Verkäufer an, erstmal selber einen Blick darauf zu werfen, ehe er mir ein Fachgeschäft nennt. Und – peinlich, peinlich – es ist nur der Schalter von automatisch auf manuell umgestellt (werde jetzt noch rot vor Scham, dass ich das nicht gemerkt habe…). Muss irgendwie beim aus der Tasche holen oder wieder reinprummeln passiert sein. Wie auch immer, ich bin nur froh, dass ich mir keine neue Kamera leisten muss…
Es geht so langsam auf 17.00h zu, aber bevor ich ins Schuhmuseum gehe, will ich mir erst die Tour im Elgin & Winter Garden Theater ansehen. Wir sind nur zwei Touristen, die sich zur entsprechenden Zeit eingefunden haben und so bekommen wir die “casual” tour. Das bedeutet, dass wir drei Führer haben, weil zwei weitere Freiwillige lieber mit uns mitgehen anstatt sich zu langweilen. Ausserdem kriegen wir zusätzliche Infos bzw. dürfen auch dahin, wo die Tour normalerweise nicht langführt…
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So dauert die Tour 1,5 Stunden und ich muss mich ranhalten, um auch noch das Schuhmuseum zu schaffen. Es ist erstaunlich interessant und ich hatte ohne Zeitdruck sicherlich länger als eine Stunde gebraucht. Aber es ist auch gut so.
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Freitag packe ich dann erstmal meinen Koffer und mache Fotos mit meinen Gastgebern.
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So komme ich später als sonst in die Stadt, aber ich habe ohnehin nur noch “Reste-Programm”. Als erstes geht es zur “Hockey Hall of Fame”, die wirklich recht beeindruckend ist, aber wenn man kein Eishockeyfan ist und Wayne Gretzki der einzige bekannte Name ist, verliert es doch schon etwas. Aber man kann auch selber ausprobieren und versuchen Pucks ins Tor zu befördern oder sich als Torwart zu versuchen. Hab ich aber nicht gemacht; erstens gab’s ne Schlange und zweitens war das tatsächlich mal etwas, wo ich mir alleine komisch vorgekommen wäre…
Noch während ich in der Hockey Hall of Fame war, stellte ich fest, dass die Träger meines kleinen Rucksacks sich lösten (Naht ging auf). Hm, ich kann mich nicht erinnern Nähzeug eingepackt zu haben – obwohl ich es in der Hand hatte… Ich gehe trotzdem erstmal weiter und laufe zufällig an so einem kleinen “Reparaturen aller Art”-Laden vorbei. Ja, er würde das machen (6,-$), aber erst hätte er Pause. Was ich überhaupt nicht bedacht hatte, war, dass der kleine Laden womöglich keine Kreditkarte nehmen würde. In meiner “Wartezeit” hatte ich mir noch einen leckeren Cookie gegönnt und damit nur noch etwas über 5,-$ als ich in den Laden zurück kam. Als der Mann meine Tasche also genäht hatte und dann sagte “Cash only!”, stand ich schön blöd da. Er war dann aber sehr nett und bot an, dass ich beim nächsten Mal bezahle 😀
Anschließend lief ich zur Steam Whistle Brewery, die freitags Touren anbieten und wo ich so halb mit einem Couchsurfer verabredet war. Die Touren waren alle ausgebucht und mein Couchsurfer tauchte nicht auf. Dafür gab es eine Gratisprobe, von denen ich mir dann sogar (unerlaubterweise) zwei genehmigte. Dabei kam ich dann mit einer Frau ins Gespräch, die meinte, ich solle denen an der Kasse meine “sob story” erzählen – das ich aus Deutschland bin und dies mein letzter Abend ist. Sowas kann ich ja gar nicht, also blieb ich, wo ich war und trank mein Bier. Als meine Gesprächspartnerin dann mit ihrer Gruppe an der Kasse stand, winkte sie mich ran und forderte mich auf quasi um ein Ticket “zu betteln”. Naja, jedenfalls bekam ich tatsächlich noch ein Ticket und konnte doch eine Tour mitmachen. Die war recht klein, aber nett und vor allem gab es nochmal Freibier. Die zweite Flasche konnte ich aber gar nicht mehr austrinken, weil ich schon ganz schön beschwipst war…
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Die Brauerei ist übrigens in einem Teil eines alten, sogannten “Roundhouse”, quasi eine Eisenbahngarage mit Drehscheibe. Der Rest des Roundhouse war zu einer Art Freilichtmuseum umfunktioniert.
Auf dem Rückweg zur U-Bahn stellte ich fest, dass offensichtlich ein Eishockeyspiel anstand, denn es waren noch mehr Leute (und Autos) unterwegs, als zwei Tage zuvor vor oder nach dem Baseballspiel. Wahrscheinlicher ist, dass beides lief, denn es waren Blue Jays und Maple Leaf Fans unterwegs (Vereinsfarbe ist beide Male blau). Ich hab kurz überlegt, ob ich mir ein Ticket leisten soll, aber das war mir doch zu teuer. Jedenfalls war es noch ein schöner, letzter Abend in Toronto.

Für ein gutes Foto…

… muß man manchmal die Regeln ein wenig außer acht lassen 🙂

Montag hatte ich keinen rechten Plan, was ich genau machen wollte. Dadurch, dass ich Sonntagabend erst spät vom Lacrossespiel zurück warund dann meinen Blog schreiben und Fotos hochladen / speichern musste, war nicht mehr viel Zeit für Recherche.
So fuhr ich erst zu einem Markt, der sich als Mini-Farmersmarket entpuppte, an dem ich auch schon ein paar Tage zuvor vorbei gekommen war. Naja, also bin ich einfach ein wenig durch die Gegend geschlendert, habe versucht ein paar Straßen(abschnitte) abzugehen, die ich noch nicht (richtig) angesehen hatte. Dabei bin ich dann doch nochmal in Chinatown gelandet und habe dort einen mexikanischen Schnellimbiss ausprobiert – super leckerer, vegetarischer Taco! In der Nähe der Artgallery of Ontario (AGO) habe ich in einem Foodcourt dann noch ein dickes Eis verdrückt – zu irgendwas musste dieser Tag ja gut sein 😀
Um 17.00h war ich dann (diesmal pünktlich) zum Ukulelespielen am Treffpunkt. Wir haben sogar draußen, quasi am Strand gespielt – und ich habe mich nicht total und komplett blamiert…
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Am Dienstag habe ich mir dann ein Auto gemietet und bin nach Norden gefahren; Ziel war es irgendwo an den Lake Huron zu kommen. Als erstes habe ich dann aber Torontos Staupotential und das etwas dürftig ausgeschilderte Highway-/Freeway-System kennen gelernt. Als ich dann endlich außerhalb des Großtadtbereichs war, wurde die Landschaft auch wirklich richtig schön. Und da kommt dann der vermisste Beifahrer ins Spiel. Während ich eigentlich keine Probleme hatte, alleine mit dem Auto loszufahren, musste ich feststellen, dass es doch einige Vorteile hat, einen Beifahrer zu haben. Erstens ist es nämlich echt doof, wenn man während der Fahrt tolle Landschaften sieht, aber keine Fotos machen kann. Ist nämlich nicht immer drin mal eben anzuhalten – und während der Fahrt nach der Kamera zu angeln und blind zu fotografieren, habe ich mir dann doch gespart. Aber ein Beifahrer ist auch vorteilhaft, wenn man gerne Musik hören möchte und nicht irgendwelche blöden Sender. Gut, das geht tatsächlich nebenbei , aber nervt ein bißchen (und ob Jana einen Sender gefunden hätte, der nicht Taylor Swift besessen ist, ist wohl fraglich… Ich habe den Verdacht, dass es ein Gesetz gibt, dass mindestens einer von 8 Songs von Taylor Swift sein muss, besser noch jeder zweite). Als drittes muss auch noch gesagt werden, dass ein Beifahrer auch als Navigator recht nützlich ist, damit man nicht ständig wenden muss, weil man mal wieder an einer Ausfahrt vorbei gefahren ist…
So, jedenfalls bin ich als erstes nach Barrie an den Simcoe-See (natürlich die Füße eingetaucht…). Von da aus ging es nach Midland, aber das fand ich nicht soo spannend. Also bin ich recht zügig zu meinem urprünglich geplanten Ziel Wasaga Beach gefahren. Das scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein, zumindest war der Strand laaaang und davor reichlich kostenpflichtige Parkplätze. Saisonbedingt (und weil ja in der Woche) waren die Parkplätze total leer, aber Geld wollten sie natürlich trotzdem haben (2,-$ / halbe Stunde). Irgendwann habe ich mich einfach auf den Parkplatz bei irgendwelchen Sommer-Cottages (auch leer und verlassen) gestellt und hab es endlich an den Strand geschafft. Ich bin wohl doch etwas verwöhnt, jedenfalls fand ich den Strand nicht so richtig schön. Ich habe dann aber doch meinen Badeanzug angezogen um ins Wasser zu gehen. Naja, nach 200m war das Wasser dann etwas über knietief, so dass ich mich dann hingesetzt hab anstatt zu Schwimmen 😀
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Also bin ich auch in Wasaga Beach nicht allzu lange geblieben, sondern wollte die Küste weiter hoch fahren, möglichst bis Tobermory, damit niemand sagen kann, ich wäre ja nur in der Georgian Bay gewesen und nicht am Lake Huron. Der nächste Ort auf meiner Tour war Collingwood, wo ich einen kurzen Walk durch die “Innenstadt” gemacht habe… sehr nett. Von da aus ging es dann Baustellen bedingt im Schneckentempo bis Meafort weiter. Dort habe ich dann nur ganz kurz gehalten, um Fotos der Scarecrow-Invasion zu machen…

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Auf dem Weg nach Tobermory habe ich dann eine Abfahrt verpasst und da ich es recht spät gemerkt habe, habe ich beschlossen einfach weiter nach Southhampton zu fahren. Liegt ganz eindeutig am Lake Huron und dahin schaffe ich es dann auch locker zum Sonnenuntergang. Ja, das war sogar sehr nett. Ich bin am dortigen Steinstrand lang geschlendert, habe eine Weile in der Sonne gesessen und schließlich beschlossen doch noch ein bißchen weiter die Küste rauf zu fahren. Laut Karte verlief eine Straße direkt am Seeufer lang, so dass ich plante, mir einfach eine richtig schöne Stelle für ein Sonnenuntergang-Foto auszugucken. Tja und dann musste ich feststellen, dass die komplette Seeseite der Strasße bebaut war und man gar nicht an den See kam. Ich fuhr weiter und weiter, immer den See zwischen den Häusern und Büschen durchblitzen, aber alles Privatgrundstücke. Die Sonne stand immer tiefer und irgendwann war klar, wenn ich nicht schnell eine “Lücke” finde, geht die Sonne ohne mich unter. Naja, auch hier waren die meisten Häuser wohl eher im Sommer und am Wochenende bewohnt, also guckte ich mir ein verlassen aussehendes Haus aus und schlich mich auf’s Grundstück. Na toll, an der Stelle war zwischen Haus und Strand ein Stück mit einem Steg uberbrückt, auf den ich erstmal musste. Während ich so den Abhang runterklettere, erkenne ich vor mir eine Pflanze, die mir verdammt nach Poison Ivy aussah (ich habe ja bisher nur Bilder gesehen, aber ich könnte wetten, dass es das war). Jedenfalls dachte ich, wäre das jetzt die richtige Strafe für’s “Trespassing”, wenn ich jetzt noch da rein stolpere und Ausschlag bekomme. Ich schaffe es aber doch noch unbeschadet auf die Brücke und somit an den Strand – gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang:
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Nach erfolgreicher Fotosession und dem wiederum glücklich überstandenen Rückweg zum Auto, machte ich mich auf die Heimfahrt. – Naja, nach drei Minuten (!!!!) kam ich erstmal an einen öffentlichen Strand, wo ich dann nochmal Fotos von der Abenddämmerung machte, hahaha 😀 Und nach weiteren 10 Minuten kam dann der Ort Sauble Beach, wo ich einfach nochmal anhalten musste. Seht selbst…

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Somit bin ich dann erst halb neun Richtung Toronto gestartet und war dementsprechend auch erst sehr spät, aber dafür sehr glücklich und zufrieden im Bett.

Sonnenbrand…

… im September in Toronto…

Ja, ich bin anscheinend doch ein Glückspilz – da scheint selbst im September in Toronto die Sonne so aus allen Löchern, dass ich tatsächlich einen Sonnenbrand bekommen habe 😮

Donnerstag also der zweite Versuch, den Kajakverleih zu finden und das tolle Wetter entsprechend zu nutzen. Aber hier ist irgendwie der Wurm drin… Ich hatte mir im Internet die Adresse nochmal genau rausgesucht – diesmal auch die vom “office” – aber nix. Obwohl mein blauer GPS-Punkt genau mit dem roten Zielortpunkt-Bubble übereinander lag, war weit und breit kein Reisebüro, Tourveranstalter oder klitzekleines Hinweisschildchen auf den Kajakverleih zu finden. Okay, nicht ärgern, abhaken!
Ganz in der Nähe gibt es ein historisches Fort (Fort York), dass ich mir also stattdessen ansehe. Ganz nett. Immerhin habe ich so etwas über Torontos Geschichte erfahren (Bildungsreise inklusive…).
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Von da aus bin ich mal wieder meiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen – rumlaufen! Ich bin vom Fort aus wieder auf dem Waterfront-Trail am Wasser entlang bis zum Harbourfront Center. Damit habe ich jetzt wahrscheinlich Toronto einmal komplett durchquert (naja… ;)).
Jedenfalls habe ich dann eine ganze Weile am Wasser gesessen, das schöne Wetter genossen – und mir dabei offensichtlich einen leichten Sonnenbrand zugezogen.

Freitag fing auch erst mit Sonnenschein an, aber nach meinem Arbeitseinsatz zogen plötzlich Wolken auf – aber es war noch warm genug für’n T-Shirt 😀
Plan war mal einen Strandtag (mit Schwimmen) auf den Toronto Islands einzulegen. Die Toronto Islands habe ich dann auch tatsächlich mit der Fähre besucht, aber Schwimmen gehen wollte ich dann doch nicht.
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So bin ich die gesamte Insel einmal von Ost nach West abgewandert (ich werde mir mal einen Schrittzähler zulegen…) und habe lange am Strand gesessen bzw. gelegen. Außerdem habe ich einen super leckeren “Chocolate Peanutbutter Blondie” verspeist – naja, das Stück war so riesig, dass ich mir einen kleinen Teil für morgen aufgehoben habe.
Zurück auf dem Festland habe ich mal beim Toronto Urban Roots Festival (=TURF) vorbeigeschaut. Wegen beginnenden Regens und starker Rückenschmerzen konnte ich mich dann aber doch nicht durchringen die 100$ für ein Ticket auszugeben…
Als ich auf der Rückfahrt vom Streetcar in die U-Bahn umsteigen musste, fing es gerade an zu dämmern und die Atmosphäre auf der Bloorstreet war irgendwie so cool, dass ich dann doch noch bis zum Dundas-Yonge-Square geschlendert bin (Schrittzähler – ich will das echt wissen!). Es war noch richtig sommerlich warm, unglaublich…
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Samstag war’s dann ziemlich wolkig und Regen angesagt, also wollte ich eigentlich mal einen Museumstag einlegen. Irgendwo hatte ich was von einem George Brown House gelesen und auf meine to-do-Liste geschrieben. Als ich da Samstag Morgen ankam, war das aber kein Museum und es fand gerade eine Trauerfeier statt – peinlich, peinlich. Naja, da es noch recht warm war und nicht nach Regen aussah, bin ich dann doch erst zur Riverdale Farm gefahren (ist schon cool mit meiner Wochenkarte für die Öffis (Bus, U-Bahn, Streetcar)). Eigentlich hatte ich es so verstanden, das es ein Bio-Bauernhof sei, den man besichtigen kann, aber es war dann eher wie Meyers Hof im Zoo Hannover. Naja, ganz nett 🙂
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Gegenüber war ein großer Friedhof und im Eingang der Kapelle habe ich dann den Regen abgewartet, der nun doch meinte sich ausschütten zu müssen. Anschliessend bin ich dann noch durch Cabbaggetown, das dortige Neighbourhood geschlendert. Coole Gegend, hab darüber voll die Zeit vergessen. Als ich dann jedenfalls endlich beim Royal Ontario Museum ankam, war es schon nach 17.00h und sie haben mich natürlich nicht mehr reingelassen. Dafür habe ich mich dann aber nebenan im Stadion der “Varsity Blues” nach Tickets für ein Lacrosse Spiel erkundigt. Tja, was soll ich sagen, dass kostet keinen Eintritt… 😀

Sonntag war es zwar sonnig, aber ganz schön frisch. Also habe ich eben diesen Tag zum Museumstag gemacht (obwohl es im Museum auch klimatisiert sehr, sehr kühl war…). Das Museum hat mir nur teilweise gefallen und wie das bei mir mit Museen so ist, hatte ich irgendwann keinen Nerv mehr – naja, ich finde eigentlich mit 4,5Std. habe ich mich ganz ordentlich geschlagen.
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Da es dann noch Zeit bis zum Lacrosse Spiel war bin ich noch mal bis zur Yongestreet gelatscht und habe es mir schließlich in einem Starbucks “gemütlich” gemacht – kostenloses Internet 😀
Das Lacrosse Spiel habe ich mir dann nicht mal ganz bis zur Hälfte angesehen, weil es ziemlich kühl wurde und auch nicht so spannend war. Die Toronto-Mannschaft lag auch mit 3:6 zurück als ich gegangen bin (und laut Internet haben sie die letzten Spiele auch alle verloren…).
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Sonne…

… und eine tolle Aussicht.

Montag und es scheint die Sonne, juchhu!
Unglaublich, dass es nach dem eiskalten Sonntag wieder sooo schön geworden ist…

CNN-Tower steht auf dem Plan. Schon auf dem Weg dahin habe ich viele Fotos gemacht, aber von oben ist die Aussicht GROSSARTIG! Seht selbst…
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Dann bin ich einfach durch die Stadt gelaufen, King West Village, Queenstreet West, Chinatown (mit Kensington Market) und schließlich zur Universität (erster Studientag – da war was los…).
Am Spätnachmittag wurde es Zeit mich auf den Weg zu meinem Ukulele-Termin zu machen. Meine Gastgeber spielen montags mit ein paar anderen Leuten Ukulele (just for fun) und hatten mich eingeladen. Naja, Busfahren ist ja eigentlich ganz leicht, aber… (lange story) – jedenfalls war ich erst 10 Minuten vor Schluß an der genannten Adresse und konnte gerade mal noch zwei Lieder mitspielen. Trotzdem cool – und ich hab ja noch nächsten Montag!

Für Dienstag hatte ich mir Casa Loma Castle vorgenommen. Das “Castle” hatte mich zu der Annahme verleitet, es handele sich um eine Burg oder Schloss, dabei war es nur ein schlossähnliches Wohnhaus – ganz wie die Mansions in Newport. Tja, auch in Kanada gab es also Superreiche, die mit ihren Häusern gerne demonstrieren wollten, dass sie sonst nicht wussten wohin mit dem Geld…

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Da ich mich erschreckend langefür die Tour im Haus aufgehalten hatte, sparte ich mir anschließend weitere Sehenswürdigkeiten und fuhr an den Strand (The beach), um noch ein wenig die Sonne zu geniessen. Ich spazierte den gesamten Boardwalk entlang, wobei ich zwischendurch ein paar Jungs beim Vollyballspielen zusah…

Mittwoch wollte ich gerne Kajak fahren, da ich ein tolles Angebot bei Groupon gefunden hatte. Aber Groupon ist totaler Mist – meine Kreditkarte wurde nicht akzeptiert… Ich bin dann einfach erstmal in den Highpark und da ein bißchen durch die Gegend spaziert. Dann habe ich mich auf den Weg zum Kajakverleih gemacht, bin dabei aber noch gemütlich durchs Bloor West Viertel geschlendert. Was ich nicht bedacht hatte, die Adresse, die ich mir rausgesucht hatte, war nur die Ablegestelle für die Kajaks – als ich dort ankam, war naturlich niemand mehr da… Naja, muss ich morgen nochmal abchecken.wpid-wp-1442457987731.jpeg

Somit waren die letzten Tag recht unspektakulär, aber eben voller Sonne (yay!!) und platter Füße 😀

Toronto, 16°C…

… und Regen.

Samstag (12.09.) begrüßte mich mit Regen. Freitag nachmittag war es schon merklich kühler geworden und dann hatte es die ganze Nacht durchgeregnet und wollte nicht wirklich aufhören… Gegen 11.00h (nach Arbeit, Dusche und Frühstück) machte ich mich dennoch auf den Weg nach Downtown Toronto. Mit Bus und U-Bahn dauerte die Fahrt vielleicht 40min. Als erstes bin ich zum Dundas-Yonge-Square, der wohl sowas wie der Timesquare in Mini ist. Jedenfalls ein paar Billboards und viel los, die Yonge Street entlang reichlich Geschäfte und Restaurants. Nachdem ich ein wenig rumgeschlendert war, ein paar Fotos von schicken alten Häuschen gemacht habe, bin ich zum Allens Garden gekommen. Neben dem Park gibt es dort auch einen Botanischen Garten in einer Art “Gewächshaus”. Umsonst und echt schön – Sukkulenten, Kakteen, Palmen und Orchideen, ich mag das…
Anschliessend hatte ich meine erste “Oh, ich dreh mal lieber um”-Erfahrung. Eigentlich gar nichts Schlimmes, ich bin halt in eine Straße eingebogen, die schöne alte, aber etwas heruntergekommene Häuser hatte, als ein paar Obdachlose bzw. heruntergekommen aussehende Leute auftauchten. Das ist man in Großstädten ja gewohnt, aber am Ende der Straße, war da plötzlich eine ganze Ansammlung (bestimmt 20 Leute) und da wollte ich dann lieber doch nicht allein vorbei gehen. Naja, wahrscheinlich war das nicht nur so ein Treffpunkt, sondern vielleicht sowas wie die Tafel / ein “Shelter”.
Von da aus bin ich dann jedenfalls weiter zum Lawrence Market, zum einen ein ständiger Markt (neben Obst, Gemüse, Fleisch und Backwaren auch Souvenirshops) zum anderen am Samstag aber auch ein Farmersmarket. Ich mag ja die Atmosphäre in solchen Märkten, wobei dieser schon sehr touristisch war (bis auf den tatsächlichen Farmersmarket). Gleich in der Nähe gibt es dann auch die Toronto-Ausgabe des Flatironbuildings – musste natürlich fotografiert werden.
Von da aus ging es in den Historic Distillery District – eben ein umgewandeltes Industriegelände mit jetzt exklusiven Shops und Restaurants. Bei schönem Wetter ist die Atmosphäre da bestimmt toll, so habe ich nur über die Preise gestaunt (100g Schokolade fur 10,-$ / oder 10000,-$ fur einen Esstisch – zugegeben, der war schon cool) und die vielen Hochzeitsgesellschaften bewundert.
Nachdem ich mich eine Weile in einem Café aufgewärmt hatte (den Kaffee habe ich am Ende weggeschüttet – weiß gar nicht warum ich immer wieder denke, dass ich Kaffee mögen würde….), marschierte ich wieder in die andere Richtung an der Waterfront entlang. Auch hier konnte ich mir gut vorstellen, wie schön es an einem warmen Sommertag sein könnte – so war es leider leer, wie ausgestorben.
Ziel war jedenfalls das Harbourfront Center wo ein Veg Fest stattfand. So habe ich mich die nächsten eineinhalb Stunden (in denen es wieder anfing zu regnen) von Stand zu Stand “durchprobiert” und mir so das Abendessen gespart. Beeindruckend, dass es prinzipiell die gleichen Angebote / Produkte gibt, wie bei uns zu solchen Gelegenheiten – und auch ähnliche Menschen rumlaufen…
Sonntag, immer noch Regen und ar(kti)sch-kalt – naja, so kommen mir jedenfalls die 15°C und Wind vor. Dick eingemummelt (Zwiebellook: Top, Langarmshirt, T-Shirt und Fleecejacke) wieder downtown, allerdings wollte ich schön trocken und warm im Eaton Center (riesige Mall) rumschlendern. Das gleiche haben sich aber gefühlt 1/3 aller Torontoer auch gedacht, es war jedenfalls rappelvoll. Naja, nachdem ich da eine Weile rumgerannt bin ohne richtig zu stöbern, geschweige denn was zu kaufen (a. bin ich ja ohnehin nicht die Shopping-Queen und b. kann mein Koffer keine zusätzlichen Sachen aufnehmen), machte ich mich auf die Suche nach dem “Path”. Das sollte so eine Art unterirdisches Gängesystem mit weiteren Shops sein. Ich hatte mir da irgendwie was ganz Cooles vorgestellt, war aber unspektakulär und außerdem auch noch alles geschlossen. Also wieder oberirdisch weiter, auf zur Cityhall. Da stellte ich fest, dass wegen des 50. Jubiläum der “Rathaus”-Eröffnung von 12.00-17.00h Programm war – und es war natürlich 17.02h 😀 Naja, ich hab mal reingeschaut, bin ein bißchen rumgelaufen, aber viel zu sehen gab es nicht. Also wieder zurück, ist sowieso furchtbar kalt…
Aber auf dem Weg zur U-Bahn kam ich in der Kingstreet dann zufällig am Straßenfest des “tiff. 40” (Toronto international Film Festival) vorbei. Ich hatte zwar gelesen, dass das zur Zeit stattfindet, war aber noch nicht dazu gekommen, mal genauer zu recherchieren. Also bin ich die Kingstreet langgeschlendert – voller Leute, viel los, an einer Ecke Live-Musik… Theo Tams behauptete von sich selbst, dass seine Songs zur Zeit ja andauernd im Radio sind – naja, ich höre ja kein kanadisches Radio, aber ich mochte seine Musik. Währenddessen laufen plötzlich ganz aufgeregt immer mal wieder ein paar junge Mädels los, um sich ein Stück weiter mit einem jungen Mann fotografieren zu lassen. Hm, muss irgend so ein kanadischer, halbprominenter Teenie-Star gewesen sein. Jana kann mir später leider auch nicht sagen, ob ich jetzt stolz sein kann, auf zwei Meter diesem Kerl nahe gekommen zu sein…
Auf dem Rückweg zur U-Bahn kommt tatsächlich die Sonne ein wenig durch – Hoffnung für morgen!!!

Auf nach Toronto…

…mit einer Erkältung.

Mittwoch war also mein vorerst letzter Tag in den Staaten. Nach dem (wie in amerikanischen Hotels üblich) erbärmlichem Frühstück machte ich mich auf den Rückweg nach Providence, von wo aus mein Flug starten würde. Zeitlich perfekt das Auto abgegeben, eingecheckt, die Securitykontrolle gemeistert, noch ein bisschen warten und los gings. Zwischenlandung in Philadelphia, megakurzer Aufenthalt, also alles gut. Im Flug nach Toronto war dann aber die Lüftung eiskalt und irgendwie so auf mich ausgerichtet, dass mir mein linkes Ohr abzufrieren drohte (nein, ich konnte das nicht ändern…). Wie eine alte Oma habe ich mir die Jacke davor gehalten, aber natürlich hat es meine “aircondition”-Erkältung vom Newport-Ausflug (da war es im Bus auch arktisch kalt) nur noch verschlimmert. So kam nicht nur mein Koffer lädiert an (der zweite Flug hat eines der Räder endgültig den Halt verlieren lassen), sondern auch ich.
Der Transfer zu meinen “work away”-Gastgebern war unproblematisch, und ich konnte auch gleich im Supermarkt ein paar Sachen einkaufen (hm, Kanada ist teuer…). Am Abend gab es eine kleine Führung bzw Einweisung – inklusive Mappe mit “do’s und don’ts” (unter anderem Internetbegrenzung, was das Hochladen von Bildern etwas problematisch macht – ich hol das nach 😀 ).
Vor dem Einschlafen noch per whatsapp mit Jana gechattet (Sch…. auf Internetvolumen), die sich zufrieden und glücklich anhörte und gerade auf den Weg zu einer Aucklandtour machte. Beruhigt aber schniefend (Schnupfen bedingt) eingeschlafen.
Donnerstag dann mein erster Arbeitseinsatz: Tomaten ernten und die Sträucher von allem Braunem befreien. Nach zwei Stunden Arbeit hatte ich einen kleinen Korb voll geerntet und eine Schubkarre Grünzeug. Nach Dusche und Frühstück noch mit Deborah geschnackt und Torontokarten angesehen. Außerdem bot sie mir eine alte SIM-Karte an, auf die ich Datenvolumen laden könnte. Um es vorweg zu nehmen – es hat nicht geklappt. Erst habe ich am Nachmittag eine Stunde alleine versucht mit allen möglichen Einstellungsänderungen eine Verbindung zu bekommen. Am Abend haben Deborah und ich nochmal zwei Stunden APN verändert und nochmal verändert und die Karte in ihr eigenes und ein anderes Telefon eingesetzt – mit dem Ergebnis, dass mein Handy sich zwar anscheinend endlich verbinden konnte (nur, wenn ich meine andere SIM-Karte herausgenommen habe), aber sich trotzdem keine Seite aufbauen konnte und keine whatsapp-Nachricht verschicken ließ. Ugh! 😦
Der Rest des Tages war aber (abgesehen von meiner Erkältung) ganz schön. Das Wetter war toll – Sonnenschein und sicherlich 25°C. Ich bin Richtung See gelaufen, ein paar Felsen herunter geklettert (verbotenerweise) und am Strand entlang geschlendert. Ganz entspannt, aber es sind schon ein paar Kilometer zusammen gekommen (insgesamt sicherlich 10-12km). Und so bin ich super früh ins Bett, in der Hoffnung, meine Erkältung wegschlafen zu können…
Naja, der Morgen zeigte, dass einen viel Schlaf nicht immer gesund macht, aber was soll’s. Wieder im Garten geerntet und Gestrüpp entfernt (diesmal andersrum Korb voller Tomaten und eine halbe Schubkarre Kompostware). Beim Frühstück wieder mit Deborah gequatscht – sie ist wirklich nett – und jetzt sitze ich im Vorgarten (mit Socken und Strickjacke, weil bewölkt und doch recht kühl ist – oder ist das nur die Erkältung) und versuche alles “abzuarbeiten”, was so zu erledigen ist… (Mails, Onlinebanking, Blog, Bilder…).
Vielleicht gehe ich später doch noch ein bißchen los (mir fällt sonst noch die Decke auf den Kopf) und kochen wollte ich heute auch.
Wie gesagt, die entsprehenden Bilder lade ich später hoch… sorry!!!!