Westcoast – Monkey Mia…

… dolphins!!! 🐬

Fünfter Tag, Monkey Mia:
Schon am Samstag Abend nach der Ankunft habe ich meine ersten Monkey Mia Delphine gesehen. Aber am nächsten Morgen (Sonntag, 22.05) war die tägliche “dolphin experience” für 7.45h angesagt. Ich bin sogar noch früher aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen, aber es war total bewölkt…
Natürlich haben die Delphine keine Uhr und würden selbst mit sicherlich nicht zu festgelegten Zeiten auftauchen und so stand ich eine ganze Weile mit den zig anderen Touristen an der Wasserkante und wartete. Und schließlich tauchten sie auf, kamen ganz nah ans Ufer und man konnte sie super sehen. “Experience” bedeutet, dass die Delphine sich dann eine ganze Weile dicht am Strand tummeln und quasi darauf warten, dass man ihnen zwei kleine Fische gibt. Die Fische können von zufällig ausgewählten Zuschauern gefüttert werden – aber ich war keine der Glücklichen. Da ich noch den Rest des Vormittags am Strand verbrachte, bekam ich noch ein weiteres Mal die Delphine so nah zu sehen – bei Sonnenschein. Das ist echt großartig!!
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Anschließend bin ich am Strand entlang gewandert und am Nachmittag habe ich mich tatsächlich faul an den Strand gelegt (naja, ich war im Wasser und bin nochmal Delphinen “hinterher gelaufen”). Und am Abend gab es wieder einen sehr netten Sonnenuntergang…:)
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Westcoast – Sonne und Regen…

…von allem etwas.

Ich habe nun tatsächlich “on the road” (mit meiner Telefon Simkarte) kein Internet mehr, aber im Hostel gibt es doch welches… Also…;)

Dritter Tag, Geraldton bis Kalbarri:
Herrlichster Sonnenschein und ich mache mich gut gelaunt auf den Weg nach Northhampton – ist nicht sooo interessant (Old Convent und ne kleine schnuckelige Kirche). Dafür wachsen überall am Straßenrand Melonen… Ich dachte erst Kürbisse, aber den Kernen nach tippe ich auf Wassermelone. 😉
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Neben wunderbaren Stränden gibt es auch wieder Sanddünen, die ich so beeindruckend finde. Wahrscheinlich habe ich in einem früheren Leben mal in der Wüste gelebt, denn ich liebe es dadurch und darüber zu laufen, sitzen und… Handstand 😂
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Port Gregory hat neben einem weiteren wunderbaren Strand auch noch die “Pink Lakes” zu bieten. Und ja, sie sind wirklich pink/rosa – kein Filter!!
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Anschließend habe ich noch einen kleinen Abstecher (naja, 35km je Richtung) ins “Principality Hutt River” unternommen. In Anbetracht der Abgeschiedenheit kann ich das aber nicht weiter empfehlen – auch wenn die Erfahrung “schnurgeradeaus” auf einer Dirtroad auch nicht zu verachten ist (siehe Titelbild). Die Geschichte ist ja ganz interessant: 1969/70 wollte die Australische Regierung Weizenquoten aufstellen – nachdem die Felder schon bestellt waren… Das hat den Besitzer von “River Hutt” mächtig gewurmt (Großgrundbesitz…ich glaube 16000ha – die Zahl hab ich mir nicht gemerkt…) und er hat nach Wegen gesucht, das Ganze zu umgehen. Dazu hat er irgendein Schlupfloch in der Verfassung gefunden und sich von Australien “getrennt” – also sein eigenes Land (Republik) gegründet. Später hat er es dann in ein “Principal” geändert und irgendwann sogar Australien den Krieg erklärt, damit er nach Genfer Konvention behandelt wird oder so… Das ist schon alles bemerkenswert und dann haben sie auch noch eine eigene Währung und Briefmarken kreiert und viel Besuch von bekannten Leuten gehabt. Aber außer einen Haufen Memorabilia, die für die Familie vielleicht Bedeutung haben, ich aber nicht so spannend fand, gibt es da nichts zu sehen oder machen (außer mit dem 90jährigen “Prince Leonhart” unterhalten).
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Da hätte ich lieber noch mehr Zeit an den Kalibarri Cliffs gehabt, denn die waren echt schön. Ein bißchen wie die Great Ocean Road…
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Und mit großartigem Sonnenuntergang:
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Vierter Tag Kalibarri bis Monkey Mia:
Leider schlug in der Nacht das Wetter um und der nächste Morgen (Samstag, 21.05.) begrüßte mich mit dicken Wolken und Wind. Trotzdem machte ich mich auf den Weg noch die restlichen Aussichtspunkte der Kalbarri Cliffs anzusehen – und zu fotografieren natürlich…
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Mushroom Rock
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Als nächstes standen die “River Gorges” auf dem Plan, aber es fing zu regnen an – und während es an den Klippen nur etwas “gestippelt” hatte, regnete es sich jetzt wirklich ein. An der Abfahrt zur ersten Schlucht entschied ich, nee, das lässt du jetzt sein. Ich weiß, es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung, aber getreu dem Motto “Ute will Sonne” habe ich mich ja geweigert eine Regenjacke einzupacken. Und warum muss ich mich eigentlich rechtfertigen, dachte ich. Selbst wenn schönes Wetter wäre, könnte ich entscheiden, einfach mal nichts zu machen… Jedenfalls war es wirklich die richtige Entscheidung, denn auf der weiteren Fahrt fing es richtig an zu schütten. Vier Stunden heftiger Dauerregen – aber ich schön gemütlich und trocken im Auto.
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Und trotzdem gut gelaunt. Mangels Radioempfang hatte ich nämlich meinem Handy die Musikauswahl überlassen (Zufallswiedergabe) und war erstaunt… Mein Handy zeigte erstmal eine deutliche Vorliebe für die von mir vernachlässigten Songs und Interpreten und dudelte anfangs hauptsächlich Soul (Randy Crawford etc.) und auch danach eher “unbekanntere” Songs. War sehr erfrischend, nachdem ich durch das Radio schon etwas Justin Bieber und Selena Gomez geschädigt bin… “I hate you I love you…” hahaha. Wobei – eigentlich haben die Australischen Radiosender immer ‘ne ganz gute Mischung! (…und ich kann Lukas Graham’s “Once I was 7” auch gerne noch öfter hören..).
Am Nachmittag hörte es irgendwann auf zu regnen und ich konnte ein wenig die Landschaft genießen.
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Deshalb beschloss ich, mir nun doch noch einige am Wegesrand auftauchende “Sehenswürdigkeiten” anzusehen. Als erstes war da der Hamelin Pool mit weiteren Stromatolites. Die sollten eigentlich viel besser und schöner als in Cervantes sein, aber die raue See ließ nicht allzu viel erkennen…
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Beim Shells Beach klarte der Himmel schon ein wenig auf. Diese Bucht ist ziemlich cool, weil es keinen Sand gibt, sondern lauter kleine Muscheln…
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Vorbei an ein paar (gut getarnten) Emus und mit letztem Zwischenstopp am Eagles Bluff (leider bekam ich nur eine riesige Möwe zu sehen) erreichte ich schließlich Monkey Mia – und das Wetter wurde wieder richtig schön…
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Westcoast Roadtrip – am Anfang…

…noch durchwachsen…

Sooo, nun habe ich mich also auf den Weg nach Norden gemacht, schön die Westküste nördlich von Perth erobernd. Da ich entgegen aller Warnungen der Einheimischen doch noch Internetempfang habe, werde ich mal schnell ein paar Fotos zu den ersten Tagen hochladen.
Im Prinzip erzähle ich damit schon alles, denn außer im Auto sitzen oder aussteigen und “angucken” habe ich nichts gemacht. Das Wetter war ein bißchen durchwachsen – aber ich beschwere mich nicht, denn es ist mild bis warm und ich laufe den ganzen Tag in Shorts und T-Shirt rum…

Erster Tag, Perth bis Cervantes:

North Perth Beaches
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Lancelin Sand Dunes
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Pinnacle Desert
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Stromatolites am Thetis See
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Zweiter Tag, Cervantes bis Geraldton:

Sandy Cape, beaches and dunes…
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Wildlife
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Port Denison
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Geraldton, Sydney Memorial und Sunset
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Perth – ein kurzer Stopp …

…vor dem nächsten Roadtrip.

Ich habe ein schlechtes Gewissen gegenüber Perth – wenn das überhaupt geht… Ich hatte mich so auf Perth gefreut, hatte hohe Erwartungen und dann habe ich es bei einem kurzen Intermezzo recht stiefmütterlich behandelt…
Wahrscheinlich kann ich jetzt tausend Ausreden und Entschuldigungen finden, aber Fakt ist, ich bin an Perth einfach nicht mit dem Elan ran gegangen, wie sonst an alle anderen Städte. (Vielleicht noch bei “Runde 2” vor dem Abflug…)
Als ich am Flughafen ankam, sah das Wetter nicht ganz so toll aus und als ich meinen Mietwagen abholte, gab es da eine blöde “500km um Perth Bedingung”, die mich furchtbar aufregte / ärgerte. Im Endeffekt werde ich das jetzt einfach ignorieren und hoffen, dass ich nicht liegen bleibe, aber erstmal hat mich das ganz schon beschäftigt und es dauerte ein wenig, bis ich jemanden bei billigermietwagen.de erreichen konnte. In der Zeit saß ich im Hostel, versuchte ein wenig am Blog zu schreiben und starrte in den strömenden Regen… Als ich mich schließlich aufraffte und einkaufen fahren wollte, erklärte mir Google, dass am Sonntag alle Supermärkte um 17.00h schließen würden – und es war fünf vor fünf… Kein guter Start für Perth.
Am nächsten Morgen (16.05.) schien die Sonne und ich beschloss mir als erstes Fremantle anzusehen. Dort ließ ich (ganz untypisch) das World Heritage Prison links liegen und spazierte erstmal ein wenig die Esplanade entlang.
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Auch die Highstreet lief ich einmal rauf…
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Später machte ich eine Brewery Tour bei “Little Creatures” mit – inklusive Bierprobe natürlich… Puh, die anderen in der Gruppe kippten die 30ml Bierproben nur so weg, so dass wir innerhalb von 15Minuten eigentlich ein komplettes Bier intus hatten. Und ich musste doch noch fahren…
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Also bin ich noch ein wenig durch die Stadt gerannt, bevor ich mich ins Auto setzte und nach Süden fuhr… – unterwegs kam ich an diesen tollen Wandbemalungen vorbei – irre, oder?!!!
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Auf der Suche nach einem netten Strand….
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Dort saß ich dann eine Stunde in der Sonne, um dann nach Norden zu fahren und einen anderen Strand “abzuchecken”.
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Am nächsten Tag (17.05.) war ich voll guten Willens die Stadt zu “erlaufen”, aber die Parkplätze am Hostel waren alle belegt und an der Straße konnte man immer nur zwei Stunden parken. Also fuhr ich doch mit dem Auto los, in der Hoffnung irgendwo kostengünstig parken zu können, aber nach einigem Rumkurven beschloß ich (auch wegen des kalt regnerischen Wetters) in eine Outlet Mall zu fahren… Naja, immerhin ging so der Vormittag rum.
Am Nachmittag wurde das Wetter schlagartig besser und mit einmal Auto Umparken marschierte ich tatsächlich duch die halbe Innenstadt. Sehr nett!
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Uuuund ich frage mich, ob der Künstler aus Dunedin, NZ hier in Perth tätig war oder andersrum, oder was oder wie?
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Alice Springs – Outback Outpost…

…Kleinstadt Flair und Wüstenklima.

Donnerstagabend (12.05.) kam ich also kurz vor Torschluss (das Hostel hat nur bis 19.00h jemanden an der Rezeption zum Check-in) in Alice Springs an. Mein Hostel war leider nur so mäßig – als Höhepunkt Mäuse-Besuch in der letzten Nacht (Ich hoffe jedenfalls, dass es eine Maus und keine Ratte war, die ihre Nase in der Ecke über meinem oberen Etagenbett zeigte… Und vielleicht habe ich in den anderen Nächten nur das Trippeln nicht gehört?).
Egal, spät am nächsten Morgen hatte ich einen Plan für den Tag und marschierte los. Das Wetter war herrlich, wolkenlos blauer Himmel und angenehm warm (auch in der Mittagshitze echt erträglich). Auf einem Walking- und Mountainbike Pfad entlang des Todd River und am Ortsrand ging es zur historischen Telegraph Station, die ich mir aber nicht näher ansah.
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Apropo “River”, das ist eigentlich nur ein trockenes Flussbett, in dem nur nach sehr starken Regenfällen Wasser fließt. Und obwohl es am vorhergehenden Wochenende – zumindest in Ayers Rock – wohl ordentlich geregnet hat, sieht der Fluss so aus…
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Und die Quelle (engl.”springs”) ist gar keine, sondern nur eine Senke in der sich das Wasser nach Regen sammelt… und sieht so aus:
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Von da aus spazierte ich zurück in die “Stadt” zur “School of the Air”, quasi nur die “Übertragungsstation” für die im Outback wohnenden Schüler/innen. Das heißt, dort sitzen die Lehrer vor einem Monitor, und halten ihren Unterricht per Live Chat mit ihren Schülern/innen (die mit dem nötigen Equipment von der Regierung ausgestattet werden). Das war ganz interessant, auch wenn an diesem Freitag (13.05.) kein regulärer Unterricht stattfand, sondern alle Schüler/innen tatsächlich vor Ort waren und am Sporttag teilnahmen.
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Auf dem Rückweg zum Stadtzentrum kam ich am ANZAC Hill vorbei, von dem man einen netten Ausblick über Alice Springs und die McDonalds Ranges hat.
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Nach einem Zwischenstopp im Hostel (Wasser auffüllen und Sonnencreme einpacken) ging es ans andere Ende zu den Royal Flying Doctor Services. Vielleicht hat ja der eine oder andere früher die Serie gesehen (ich nur ganz selten), jedenfalls ist das bis heute noch die schnellste Art die Leute im Outback medizinisch zu versorgen. Spätestens in zwei Stunden kann der Arzt im Notfall vor Ort sein – und in Deutschland diskutieren wir um Minuten… Ansonsten werden Diagnosen per Telefon gestellt und gegebenenfalls Medikamente aus einem jeweils vor Ort bereitgestellten Medikamenten Kit verordnet. Das (teure) Tourist Center hatte aber nur wenig zu bieten, einen netten Film, ein paar alte Radiotransmitter, ein nachgestelltes (modernes!) Innenleben eines Rettungsflugzeugs (IVAC Pumpen und Perfusoren wie im BK – hahaha…) ein paar Bilder und historische Informationen. Aber wieder was gelernt: Alfred Traeger hat den Pedal-Radio-Transmitter erfunden, der eine Kommunikation auch mit den abgelegnenen Cattlestations erst ermöglichte.
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Als ich schließlich aus dem “Museum” raus kam, war es 16.00h und der eine im Hostel hatte gesagt, dass man um diese Zeit gute Chancen hätte auf einem Hügel im Botanischen Garten Kängurus zu sehen. Also bin ich dahin gestapft und den Hügel rauf – wunderbare Aussicht. Ich dachte schon gerade, wie blöd zu glauben, dass man einfach losgehen und Kängurus sehen will, als zwei vor mir auftauchten (und vier weitere am Abhang gegenüber herumhüpften). 😀
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Ich überlegte, ob ich dort bis zum Sonnenuntergang sitzen bleiben sollte, aber da das doch noch eine ganze Weile hin wäre, bin ich erstmal wieder Richtung Haupteinkaufsstraße gelaufen (die ich mir ja auch noch nicht angesehen hatte). Da waren aber die Geschäfte schon geschlossen (sah auch alles nicht so interessant aus) und so lief ich nochmal zum ANZAC Hill, um mir von dort den Sonnenuntergang anzusehen. Ich kam gerade noch rechtzeitig, um mit den 50 anderen Touristen die Sonne hinter den Bergen verschwinden zu sehen… und gegenüber die Nacht in blau heraufkommen…
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Und ganz wüstenmäßig wurde es damit auch ruckzuck kühl und bald kalt, so dass ich mich auf den Weg zum Hotel machte.
Am nächsten Tag (Samstag, 14.05.) steuerte ich als erstes das Reptilienzentrum an, das sehr gut sein sollte. Hm, mag ja sein, dass die eine gute “Auswahl” an Geckos und Schlangen haben, aber die Bedingungen waren für die armen Tiere nicht so toll. Vor allem das arme Salzwasser Krokodil lag in einem ziemlich kleinen Pool und ich nehme an gechlortem Wasser, damit man auch was durch das Unterwasserfenster sehen kann. Ich fand die Schlangen und Geckos und so trotzdem interessant – und habe gelernt, dass im englischen erstmal alles als “Lizard” bezeichnet werden kann und wenn man “schlau” ist, auch die Untergruppen Gecko, Goanna, Skink, Dragon, Monitor auseinanderhalten kann. Ich habe jedenfalls am Vorabend einen “very common, juvenile bearded dragon” in freier Wildbahn gesehen…
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Tja, und dann war ich ein wenig lustlos. Ich hatte eigentlich zum Desertpark gewollt, aber der Eintritt sollte schon 35,-$ kosten und der Transfer dahin auch nochmal 20,-$. Also habe ich uberlegt ein Fahrrad zu mieten, aber auch das war nicht billig und beim Blick auf das Fahrrad im Hostel war mir klar, dass das kein Spass werden wurde. Also habe ich mich nochmal zu Fuss aufgemacht und einen weiteren Mountainbike Pfad abgelaufen. Und man sieht hier ja auch einfach mal so reichlich “exotische” Tierchen…
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Den Rest des Tages habe ich dann im Hostel im Garten gesessen und an meinem Blog geschrieben und die Fotos hochgeladen. Und heute (Sonntag, 15.05.) sitze ich nun im Flieger auf dem Weg nach Perth..

“The Red Center” – erstaunlich grün…

… und nachts a….kalt!!

Am Dienstag (10.05.) geht’s mit dem Flieger nach Ayers Rock, wo ich von meiner Tour “3 Tage/ 2 Nächte Uluru” eingesammelt werde.
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In der Rückschau zeigt sich mal wieder – “Ich mag keine Touren!” Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, mich gut in die Gruppe zu integrieren, alle “nett” zu finden, mich nicht selber auszuschließen und so weiter. Aber bei 23 Teilnehmern entstand gar kein “richtiges Gruppen-Wir-Gefühl” und ich habe mich nur mit wenigen unterhalten und “angefreundet”. Und das waren diejenigen, die sich auch etwas über die (mangelhafte) Organisation ärgerten…
Wobei ich ganz froh bin, dass ich erst an Ayers Rock dazugestoßen bin, denn die anderen saßen eigentlich den ganzen Tag im Bus (morgens sehr früh in Alice Springs gestartet) und hatten mit dem Cultural Center um 14.00h ihre erste “Aktion”. Ich fand das Center nicht so spannend oder informativ …
Anschließend sollte es das erste Mal zum Uluru gehen, weil einige aber nach dem “Basewalk” fragten, änderte der Guide seinen Plan und wir fuhren nach Kata Tjuta, auch “Valley of Winds” genannt. Ist ja super was man alles so lernt auf so einer Reise… Also vor Millionen Jahren war in Australien “erdbewegungstechnisch” ganz ordentlich was los. Jedenfalls wurden riesige Gebirge aufgeschoben, die aber mittlerweile alle wieder weg erodiert sind – bis auf solche “harten” Steinformationen wie Uluru und die “Olgas”. Letzteres ist ein weiterer Name für Kata Tjuta, die eben mehrere, aber kleinere “Felsbrocken” sind. Kleiner und deshalb weniger bekannt, aber nicht weniger schön!
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Vom Prinzip her ja nett, dass unser Guide auf unsere Wünsche flexible reagiert, aber so fuhren wir eine gute halbe Stunde in die eine Richtung, nur um anschließend (nach einer dreiviertel Stunde) wieder den gleichen Weg zurück zu fahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Also erstens viel zu wenig Zeit im “Valley of Winds” und am “Sunset Viewpoint” kamen wir dann auch erst 5 Minuten vor Sonnenuntergang an. Während alle anderen Touren sich schon gemütlich bei einem Sekt (und teilweise Snacks) einen Platz gesichert hatten (sich wahrscheinlich auch unterhalten haben und “näher” gekommen sind), stürzten wir alle aus dem Bus und hasteten los. Nix mit nett den Sonnenuntergang genießen und ein paar Fotos machen. Ja, klar habe ich Fotos, aber ich kam mir voll blöd vor, an allen gemütlich zusammenstehenden oder -sitzenden Leuten vorbei zu rennen. Immerhin kam ich so mit zwei Deutschen aus meiner Tourgruppe ins Gespräch, die sich auf meinem Rückweg vor mir gerade darüber ärgerten, dass das so ein Gehetze war.
Hier also das obligatorische Sunsetfoto (und zum Beweis, dass ich da war – naja, wenn man andere Leute bittet ein Foto zu machen…).
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Und damit war der erste Tourtag auch schon fast rum. Es ging ins Camp, der Guide kochte (dauerte ewig, aber er wollte unsere angebotene Hilfe nicht), wir unterhielten uns ein wenig und nach dem Essen bereiteten wir unsere Swags für die Nacht vor. Ein Swag ist ein Draußen-Schlafsack aus Canvas, in dem eine Matratze und Kopfkissen sind, so dass man mit einem weiteren Schlafsack eigentlich ganz gut draußen schlafen kann. Da es aber schon Winter ist, war es erstens zu kalt um noch draußen am Feuer zu sitzen und zu schwatzen und außerdem waren anscheinend alle früh aufgestanden und müde. Jedenfalls hatten sich alle spätestens um 22.30h in ihre Schlafsäcke verkrochen. Ich hatte mich ordentlich eingemummelt (Sporthose, lange Hose, Top, Langarmshirt, Sweatshirt, Fleece-Wolljacke, Mütze und Socken – die Handschuhe habe ich nicht gebraucht…) – und hab trotzdem die ganze Nacht gefroren, denn es waren wohl nur so 10°C. Immerhin habe ich so reichlich den wunderbaren Sternenhimmel bewundern können (was man so verpasst, wenn man schläft…).
Zum Glück war die Nacht ohnehin nicht lang, da wir um 5.00h schon wieder geweckt wurden. Nach einem runtergeschlungenen Frühstück (bei zwei miserabel arbeitenden Toastern dauert es halt ewig bis 23 Leute versorgt sind) ging es zum Sonnenaufgang zum Uluru.
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Nach meinem ersten (miserablen) Foto streikte plötzlich meine Kamera… So stapfte ich zwar los zum “Basewalk” und machte ein paar Fotos mit dem Handy, versuchte aber nebenbei herauszufinden, wie ich das Kameraproblem lösen könnte. Schließlich verriet mir die Kamera, dass die Speicherkarte beschädigt sei – und nachdem ich sie ausgetauscht hatte, klappte alles wieder prima. Natürlich habe ich mir dann Sorgen gemacht, dass alle Fotos vom Vortag gelöscht wären – aber das war/ist glücklicherweise nicht der Fall.
Den Basewalk sind wir nicht als Gruppe zusammen gegangen, sondern jeder konnte selber entscheiden, in welchem Tempo er/sie geht. So hab ich reichlich Fotos gemacht – und habe nun die Qual der Wahl (mal wieder oder wie immer…).
Und so sieht Uluru zum “Sunrise” aus…
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Und dann gibt es noch mindestens hundert weitere Fotos von denen ich aber größtenteils enttäuscht bin, weil sie nach meinem Empfinden nicht so richtig abbilden, wie beeindruckend “the rock” ist…
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Das letzte Stück, den sogenannten Malawalk sind wir wieder gemeinsam gegangen und unser Guide hat ein bißchen was erzählt.
Anschließend ging es wieder in den Bus und mit einigen Stopps – Lunch, Fotos (Mount Connor und roter Sand…) und Feuerholz sammeln – zum nächsten Camp.
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Für mich gab es zum Abendessen Reis, da es ein kleines Mißverständnis gab und ich nicht als “the vegetarian” abgespeichert war (long story…).
An dem Abend haben wir tatsächlich noch ein wenig am Feuer gesessen, bevor alle in ihre Swags verschwunden sind.
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Ich hatte ursprünglich gut darauf geachtet, dass ich mein Swag günstig aus dem Wind positioniert hatte, um nachts nicht eingeräuchert zu werden. Aber irgendwie hat sich beim Ausrollen alles verschoben (oder / und der Wind hat gedreht und durch neue Holzstücke…) und der Rauch ist genau über mich drüber gezogen. Jedenfalls bin ich igendwann dort “weg gezogen” und lag leider nicht mehr am warmen Feuer… Also hab ich wieder gefroren und hatte auch noch irre Kopfschmerzen und war total genervt. Irgendwann habe ich beim Umdrehen gemerkt, dass mir viel wärmer ist, wenn ich auch meinen Kopf und Gesicht total in den Schlafsack stecke. Obwohl ich sonst ja echt ein Frischluftfan bin und meine Nase niemals unter die Bettdecke stecken würde, hat das aber geholfen, dass ich tatsächlich mal eingeschlafen bin (so gegen 1.00h). Blöd nur, dass um 4.00h irgendwer aufgewacht ist und laut rumgeprummelt hat…- und um 5.00h war ohnehin wieder Wecken.

Am Donnerstag (12.05.) gab es jedenfalls den Sonnenaufgang am Kings Canyon (Watarrka). Sehr schöner Walk, hat mit unserer großen Gruppe nur irgendwie ziemlich lange gedauert.
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Wieder im Bus ließ ich die coole Landschaft unbeachtet und versuchte ein wenig Schlaf nachzuholen (wie fast alle anderen auch – außer unser armer Tourguide-Busfahrer… Ich glaube in Australien gibt es sowas wie Fahr- und Pausenzeitenregelungen nicht.). Außerdem hatte ich weiter irre Kopfschmerzen, denn anscheinend hatte ich nicht genug getrunken. Dadurch dass es nicht so warm war, hatte ich kein großes Durstgefühl und da das Wasser hier ziemlich scheußlich schmeckt, konnte ich mich auch nur bedingt zwingen immer wieder was zu trinken. Aber das trockene Wüstenklima entzieht einem offensichtlich mehr Flüssigkeit als gedacht.
Gegen Abend erreichten wir Alice Springs – gerade noch rechtzeitig für mich zum Einchecken ins Hostel.
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Melbourne – rain or shine…

…sightseeing muss sein!?

Am Samstag (06.05.) strahlt die Sonne und ich kann mich endlich mal wieder in Shorts und T-Shirt schmeißen. Ich beschließe das Wetter zu nutzen und eine einstündige “Bootstour” nach Williamstown zu machen, einem Suburb im Südwesten von Melbourne. War sehr nett und man hat Melbourne nochmal aus einer anderen Perspektive gesehen…
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Williamstown selber hat eigentlich nicht viel zu bieten – außer einer großartigen Sicht auf Melbourne CBD. Steve Irvine’s “Sea Shepard” liegt dort, es gibt einen historischen “Timeball” Turm (selten so gut erhalten), eine eingefallene Magmablase (gibt es auch nicht oft) und einen netten Strand. Ich bin also gemütlich – das Wetter genießend – an der Küste entlang geschlendert, alle “Sehenswürdigkeiten” abklappernd…
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Mit dem Bus zurück nach Melbourne (das dauert auch eine Stunde) wollte ich eigentlich nochmal den Rose Street Artist Market ansteuern, aber der wäre bei Ankunft auch nur noch 30 Minuten geöffnet gewesen, also bin ich einfach noch ein wenig durch die Stadt gebummelt.
Für Sonntag (Regen und Wolken den ganzen Tag) hatte ich nochmal alle möglichen Märkte auf dem Plan. Als erstes den naheliegenden Queen Victoria Market (überdacht; sehr groß, aber auch furchtbar viel touristischer Schnickschnack…), dann nochmal Prahran versuchen (sollte am Sonntag irgendwie was für “Chocoholics” sein, konnte ich aber nicht entdecken…) und schließlich noch nach St. Kilda. Da ich von Prahran aus zu Fuß nach St. Kilda gelaufen bin, schlenderte ich auch noch die Einkaufsstraße von Balaclava hoch und runter und konnte auch St.Kildas berühmte Aclandstreet Cake Shops bewundern…
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Der Esplanademarket bestand (ich nehme mal an wetterbedingt) nur aus wenigen Ständen und war deshalb ziemlich lahm. Also bin ich wieder in die Stadt gefahren und dort nochmal rumgebummelt (Outlet Shopping Center…) bevor ich ins Hostel zurück bin.
Montag (09.05.) regnet es immer noch und ist furchtbar windig. Ich sortiere und packe schon mal meine Sachen, bevor ich zur “Townhall” fahre und dort eine Tour mitmache. Es gibt einen tollen Sitzungsraum und eine riesige Orgel (9000 Pfeifen), wobei wir letztere leider nicht anhören können…
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Nach einem Aufwärmstopp in einer der Café-Lanes (Degraves Lane) fahre ich nochmal nach Westen nach Harbourtown / Docklands. Dort ist es ziemlich leer und das “Observation Wheel” blinkt und leuchtet zwar, aber es scheint niemand fahren zu wollen… (wolkenbedingt kein Foto…).
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